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Die richtigen Sonnenschutzmittel für jeden Hauttyp | Beauty

Die richtigen Sonnenschutzmittel für jeden Hauttyp | Beauty

Sonnenschutz nach hauttypen

Das Melanom, die bösartigste Tumorerkrankung der Haut, nimmt die Krebshilfe im Frühling ins Visier. Im Rahmen der Aktionswoche „Sonne ohne Reue“ will der Verein die Bevölkerung besonders über Hautkrebs und seine Vorbeugung informieren. Schwerpunkte der bereits zum zwölften Mal durchgeführten Aktion gelten diesmal dem „Vorsorgemuffel“ Mann und den Kindern. Informieren über Hautkrebsvorsorge und Hautchecks in ganz österreich kann man sich bei der Krebshilfe unter www.krebshilfe.net/kampagnen.

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„Sonnenquiz“

Neben dem bewährten Informationspaket sollen auch ein „Sonnenquiz“, eine Hautkrebsvorsorge-Umfrage für Männer, Poster und ein Kinder-Comic dabei helfen, die Bevölkerung über die Folgen von Hautkrebs aufzuklären. Am wichtigsten ist aber die Vorbeugung, die beim regelmäßigen Beobachten des eigenen Körpers beginnt: „Die Menschen sollten ihre Haut und ihre Muttermale kennen lernen, damit sie selbst erkennen können, wenn es zu Veränderungen kommt“, umriss die Krebshilfe-Geschäftsführerin eines der Hauptziele der Kampagne. Tipps zur Vorbeugung von Hautkrebs sind laut Krebshilfe das Vermeiden der Mittagssonne (zwischen 11.00 und 15.00 Uhr)und der Gebrauch eines auf den Hauttyp abgschirmten Sonnenschutzmittels. Auch die Berücksichtigung der „drei H“ – Hut, Hemd und Hose aus dicht gewebten Materialien – kann vor Sonnenbrand schützen.

Bei Blasen unbedingt zum Arzt

Ist die Haut einmal leicht gerötet, empfiehlt sich die Verwendung von kühlenden Salben aus der Apotheke oder von Naturprodukten. Haben sich Blasen gebildet, heißt es: Unbedingt zum Arzt! Unterschiedlich verteilt ist das Risiko einer Hautkrebserkrankung. Hellhäutige Typen sollten besondere Vorsicht walten lassen. Die sicherste Methode der Vorbeugung ist aber die monatliche Selbstbeobachtung. Wer über zahlreiche, atypische oder unregelmäßige Muttermale verfügt, sollte sich jährlich zumindest ein Mal einem Check beim Facharzt für Dermatologie unterziehen.

Aufklärung ist erfolgreich

Hautkrebs ist deshalb gefährlich, weil er bereits in den frühesten Phasen zur Bildung von Metastasen (Tochtergeschwülsten, Anm.) neigt, erläuterte der wissenschaftliche Leiter der Kampagne, Univ.-Prof. Dr. Hubert Pehamberger die Entstehung der heimtückische Krankheit. Besonders wichtig ist deshalb die Früherkennung: Patienten, bei denen der Tumor eine geringere Eindringtiefe als einen Millimeter aufweist, haben eine 90- bis 95-prozentige überlebenschance.

Der Erfolg von „Sonne ohne Reue“ lässt sich auch messen, so Pehamberger: Während beim Start der Aktion im Jahr 1988 Hautkrebs bei einer durchschnittlichen Tiefe von ein bis eineinhalb Millimeter diagnostiziert wurde, beträgt diese heute unter einem Millimeter: „Wir konnten die durchschnittliche Eindringtiefe aller Melanome um ein Drittel senken und damit die Prognose der Patienten wesentlich verbessern“. Haben sich bereits Metastasen gebildet, steigen die Komplikationen: „Wenn Lymphknoten-Metastasen aufgetreten sind, sind die überlebens-Chancen nur mehr bei 25 Prozent, das heißt, jeder vierte Patient überlebt so einen Tumor“, so Pehamberger.

Hauttyp I

Rothaarig, Sommersprossen, helle Haut, helle Augen. Wird immer rot, bräunt nie. Dieser Hauttyp benötigt hohen Schutzfaktor
(z. B. 12-14).

Hauttyp II

Blond, blauäugig, helle Haut. Wird immer rot, bräunt selten. Dieser Hauttyp benötigt Sonnenschutzfaktor 8-10.

Hauttyp III

Brünett. Wird manchmal rot, bräunt immer. Dieser Hauttyp benötigt Sonnenschutfaktor 4-6.

Hauttyp IV

Dunkelhaarig, braunhäutig. Wird niemals rot, bräunt immer. Dieser Hauttyp benötigt Sonnenschutzfaktor -4

Telemedizin

Einen Hoffnungsschimmer im Kampf gegen das Melanom ist neben der Erforschung Hautkrebs verursachender Gene bietet die Telemedizin: Technische Verbesserungen könnten schon bald den Einsatz der Auflichtmikroskopie in digitalisierter Form ermöglichen. Diese erleichtert es nicht nur, Details von Muttemalen besser zu erkennen, sonder gleichsam „durch die Haut durchzuschauen“, erklärte Pehamberger. Durch die in Wien wesentlich mitentwickelte Auflichtmikroskopie gelang im Bereich der Frühdiagnostik eine Verbesserung um etwa 25 Prozent, schilderte der Medizinexperte. Die digitale Anwendung, die sich derzeit in Entwicklung befindet, ermöglicht es, Bilder zu „verschicken“, erläuterte Pehamberger. Niedergelassene ärzte könnten sich dann an Kompetenzzentren wenden. Der Vorteil dieses Wissensaustauschs, der technisch bereits möglich ist, liegt neben der Möglichkeit, eine Expertenmeinung einzuholen, auch in der Kostenersparnis.

Krebshilfe – „Sonne ohne Reue“ – Kostenlose Bestellung von Informationsmaterial unter Tel.: 01/7966450; Spendenkonto: PSK 2.046.000, Online-Spende: www.krebshilfe.net

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