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Cellulite: was tun bei Orangenhaut?

Cellulite: was tun bei Orangenhaut?

Problem Orangenhaut

Gleich vorweg: Cellulite oder Orangenhaut ist keine Krankheit. Dennoch aber leiden sehr viele Frauen unter den welligen Fettpolstern an Bauch, Hüften, Gesäß und Oberschenkeln. „Cellulite ist eine durch die geschlechtsspezifische Hautstruktur bedingte Veränderung“, sagt Dr. Christian Feinböck vom österreichischen Roten Kreuz.



„Sie tritt überwiegend bei Frauen auf. Aber auch Männer können davon betroffen sein.“ „Die Haut ist bei einer Frau anders strukturiert als beim Mann. Die Hautschichten, in denen das Bindegewebe liegt, sind dünner. Außerdem verlaufen die Fasern, aus denen das Bindegewebe besteht, nicht wie beim Mann kreuzweise, sondern parallel. Dadurch entstehen größere Fettkammern“, so Feinböck. Wenn sich diese Kammern vergrößern oder nicht mehr ausreichend vom Bindegewebe gehalten werden können, spricht man von Cellulite oder Orangenhaut. übergewicht und Bewegungsmangel begünstigen dieses Entwicklung.

Gründliche Untersuchungen der Cellulite in der John-Hopkins Universität in Baltimore, USA, haben gezeigt, dass es sich wirklich nur um Fett und nicht, wie früher angenommen, auch um Wasser- und Schlackeablagerungen handelt, welche die bei den Frauen so unbeliebte „Orangenhaut“ als äußerliches Merkmal hervorbringt.

Lymphdrainagen, um Fremdstoffe aus dem Gewebe abzutransportieren, Bewegungstherapie mit speziellen übungen, um die Bein-, Bauch- und Gesäßmuskulatur sowie das Bindegewebe zu stärken, oder Wassergymnastik können der Entwicklung von Cellulite entgegenwirken. Feinböck: „Diese Maßnahmen sollten Sie mit Ihrem Arzt besprechen. Außerdem kann er eine Gruppentherapie anbieten. Gemeinsam fällt es leichter, die übungen durchzuhalten. Und Regelmäßigkeit ist hier besonders wichtig.“ Daneben kann aber jede Frau selbst viel gegen Cellulite tun. Feinböck: „Im wesentlichen konzentrieren sich die Gegenmaßnahmen auf zwei Punkte: regelmäßige Bewegung und richtige Ernährung.“ So sind Radfahren, Laufen, Schwimmen, Wandern und eben Bewegungsübungen besonders geeignet. Massagehandschuhe oder ähnliches unterstützen diese Maßnahmen. Sozusagen von innen wirkt eine ausgewogene und ballaststoffreiche Ernährung.

Feinböck: „Wer ein schwaches Bindegewebe hat, der sollte auf eine ausreichende Versorgung mit Vitaminen achten. Frisches Obst und Gemüse sollten auf dem täglichen Speiseplan nicht fehlen.“ Um den Stoffwechsel anzukurbeln, sollte auch viel getrunken werden. „Zwei Liter mindestens jeden Tag. Das hilft, die Stoffe aus dem Gewebe zu schwemmen“, sagt Feinböck.

Das Cellulite 3-Punkteprogramm

1. Bewegung
Der wichtigste Baustein im Anti-Cellulite-Programm. Alles, was die Problemzonen Po und Oberschenkel auf Trab bringt, hilft: Inline-Skaten, gezielte Gymnastik, Fahrradfahren. Dabei gilt: Langsam aufbauen, keine Spitzenleistungen, sondern Ausdauer trainieren. Frühestens nach 20 Minuten Belastung beginnt der Körper mit dem Verbrennen von Fett.

Tipp: Verzichten Sie auf den Fahrstuhl

2. Gesunde Ernährung
Das entschlackt und macht schön. Auf Dickmacher wie Sahne, Wurst oder Pommes verzichten. Stattdessen möglichst Vollkornbrot, Kartoffeln, Gemüse und Fisch essen. Zitrusfrüchte stärken nicht nur das Immunsystem sondern auch das Bindegewebe. Trinken Sie viel Tee oder Wasser, mindestens zwei Liter täglich. Das ist gesund und macht auch gleichzeitig satt. Wenn es ohne den Dickmacher Schokolade nicht geht, greifen Sie auf jeden Fall zu den bitteren Sorten mit einem hohen Kakao-Anteil. Denn Kakao enthält Antiokzidantien, die das Bindegewebe straffen.

Tipp: Trinken Sie mindestens 2 Liter Wasser, Frucht- oder Kraäutertee oder verdünnte Fruchtsäfte.

3. Cremen und Massagen
Benutzen Sie hautstraffende Pflegeprodukte und massieren Sie diese regelmäßig ein. Kalt-Warm-Duschen fördert die Durchblutung. Außerdem empfehlenswert und wohltuend: eine Abreibung mit einer Massage-Bürste oder einem Massage-Handschuh.

Ein Beitrag in Zusammenarbeit mit dem Österreichischen Roten Kreuz.

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