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Tanzen für die Fitness – Spass und Sport in einem

Tanzen für die Fitness – Spass und Sport in einem

Tanzen im Fitnessstudio immer beliebter

Egal ob Jazzdance, Dance Aerobic oder Modern Dance – Tanzen als Fitness-Booster feiert ein erstaunliches Comeback. Nach dem Aerobic-Trend der späten 1980er- und frühen 1990er-Jahre galt rhythmisches Tanzen im Fitnesscenter in den letzten Jahren eher als Minderheitenprogramm. Das hat sich zuletzt allerdings stark gewandelt. Mit dem Aufkommen neuer Tanzstile erfreuen sich die Angebote in den Fitnesstempeln bereits seit einiger Zeit größerer Nachfrage. Und dies nicht nur wegen des hohen Spaßfaktors – bei immer mehr Teilnehmern stehen gesundheitliche Überlegungen im Vordergrund.



Neben den bereits etablierten Fitnesstänzen machen immer mehr neue Tanzstile wie Zumba, Bollywood Dance oder Kantaera® den Fitness-Klassikern Spinning, Hot Iron und Pump Konkurrenz. Musik als reine Hintergrundberieselung scheint ausgedient zu haben, die Teilnehmer wollen die rhythmischen Klänge in Bewegung umsetzen und damit Körper und Seele Gutes tun.

Gesundheitsaspekte


Der Vorteil: Im Unterschied zum Paartanz ist man dabei nicht auf einen fixen Partner festgelegt und deshalb bei der Ausübung auch völlig unabhängig. Zudem kommt man im Aerobicsaal leichter ins Schwitzen, fördert das Herz-Kreislauf-System und strafft das Gewebe. Je nach Auswahl des Tanzstils wird so der persönliche Fitnessgrad – im wahrsten Sinne des Wortes Schritt für Schritt – erhöht. Durch die Kombination von Schrittfolgen und rhythmischen Bewegungsabläufen wird das Balancegefühl ausgebaut und Beweglichkeit wie auch Feinmotorik gefördert.

Dabei wirkt Tanzen im Aerobicsaal ebenso effektiv wie die Kombination aus Jogging und Krafttraining – mit dem Vorteil, dass die Gelenke kaum belastet werden. Im Gegenteil: Die Tanzbewegungen beanspruchen vor allem Bauch- und Rückenmuskulatur und wirken sich so auch positiv auf den Stützapparat aus. Zusätzlich wird auch die mentale Fitness gestärkt, denn erstens erfordern die Choreographien erhöhte Konzentration, zweitens beeinflusst die Bewegung zur Musik Herzschlag, Blutdruck, Atmung und Gemütszustand. Der Alltagsstress wird förmlich weggetanzt, denn einerseits werden weniger Stresshormone gebildet, andererseits wird das Glückshormon Endorphin vermehrt ausgeschüttet.

Große Auswahl an neuen Tanzstilen

Egal ob Hip-Hop oder Breakdance (B-Boying) – die Auswahl an modernen Tanzstilen ist riesengroß und längst nicht mehr ausschließlich in reinen Tanzstudios zu betreiben. Immer mehr Fitnesscenter nehmen derartige Tänze in ihr Standardprogramm auf und befriedigen so die steigende Nachfrage.

Dance Aerobic

Dance Aerobic ist Tanzen für die Fitness und eine ideale Ergänzung zum wöchentlichen Trainingsplan. Hier werden tänzerische Schrittkombinationen nach Disco,- Funk- und Latino-Rhythmen zum einmaligen Gruppenerlebnis. Dabei werden klassische Aerobic-Elemente mit unterschiedlichen Tanzelementen verknüpft und ergeben so einen völlig neuen Stil. Durch den mit Musik unterstützten Stundenaufbau werden Ausdauer, Koordination, Kraft und Beweglichkeit gefördert. Die Bezeichnung gilt auch als Überbegriff für moderne Fitnesstänze im Aerobicsaal.

Modern Dance

Während in Tanzschulen mit diesem Begriff eine ästhetische Abgrenzung zum klassischen Ballett gezogen wird, beschreibt „Modern Dance“ im Fitnesscenter eine extrem ausgelassene Aerobiceinheit, die im Gegensatz zu Jazzdance eher auf Hip-Hop-, Streetdance- und Breakdance-Elementen beruht. Dabei werden Oberkörper und Arme wesentlich stärker in die Choreografie integriert und die Muskeln dieser Körperregionen auch wesentlich stärker beansprucht als dies bei anderen Fitnesstänzen der Fall ist.

Kantaera®

Kantaera® ist ein rhythmisches Trainingskonzept, das – ähnlich wie Zumba – ausschließlich von lizenzierten Trainern unterrichtet werden darf. Es handelt sich dabei um ein sanftes Cardio-Workout, das Elemente aus Tanz, Gymnastik und fernöstlichen Bewegungstechniken vereint. Im Zentrum stehen dabei Bewegungen asiatischer Kampfkünste wie Karate und Taekwondo, ebenso wie Elemente aus dem Kampfsport Kickboxen. Ganz wichtig beim Kantaera®-Workout ist die Musik – bei 100 bis 130 Beats pro Minute (bpm) sollen besonders Balance und Koordinationsfähigkeit geschult werden.

Dadurch, dass die tänzerischen Übungen in einem langsamen Tempo ausgeführt werden, ist Kantaera® schonend für die Gelenke und auch für Senioren gut geeignet. Anfänger und Neueinsteiger haben kaum Probleme, den Übungen zu folgen. In Deutschland ist Kantaera® als Präventionskurs von den Krankenkassen im Handlungsfeld „Bewegung zur Förderung der Herz-Kreislauf-Funktion“ anerkannt.

Latin Aerobic, Bollywood Dance und Jumpstyle sind neben Jazzdance – dem Klassiker aller Fitnesstänze – weitere Stile, die sich in diesem Bereich zunehmender Beliebtheit erfreuen und den Workout-Klassikern wie Pump, Step-Aerobic und Spinning künftig verstärkt Konkurrenz machen werden.

Linktipps:

– Heilung mit Tanztherapie: Tanzen als Kunsttherapie
– Sportunterwäsche & Funktionsbekleidung – worauf es wirklich ankommt
– Fitness-Irrtümer: Was ist dran an Diät und Aerobic?
– Pilates – die Kraft aus der Mitte: modernes Training für den Alltag
– Kantaera: Kombination aus Kampfsport und Tanz