Fitness-Irrtümer: Was ist dran an Diät und Aerobic?

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Fitness-Irrtümer

Es ist eine provokante These, die der Ernährungsspezialist Udo Pollmer aufstellt: Gemeinsam mit Susanne Warmuth und Gunter Frank hat er das „Lexikon der Fitness-Irrtümer“ geschrieben. Dieses Buch ist angeblich ein Lexikon, in dem scheinbare Missverständnisse, Fehlinterpretationen und Halbwahrheiten aus dem weiten Feld der Fitness und Gesundheit, aufgezeigt werden. Folgende Irrtümer im Bereich der Ernährung streichen die Autoren besonders hervor:

Irrtum 1: Schlank durch Diäten

Der Klassiker, den schon fast jeder kennt; Diäten ohne grundlegende Umstellung der Ernährungsgewohnheiten bewirken allenfalls das Gegenteil, denn der Körper stellt bei radikal verminderter Kalorienzufuhr auf Sparflamme, wobei bei veränderten Stoffwechsel in dieser Zeit auch weniger Kalorien verbraucht werden. Steigt die Kalorienzufuhr steigt auch sofort das Gewicht wieder an: der berühmte Jo-Jo-Effekt ist eingetreten.

Irrtum 2: Gesunde Ernährung für jeden gleich

Der nächste Irrtum ist, dass es eine einzige Art der gesunden Ernährung für alle gibt, die Ernährungsfachleute allgemein gültig vorschlagen können. „Eine gesunde Ernährung für alle ist genauso intelligent, wie eine gesunde Schuhgröße für alle“, sagt Pollmer. „Weil Menschen unterschiedlich sind, kann es keine gesunde Ernährung geben, die für alle gleich gilt. Jeder Mensch unterscheidet sich vom anderen, jeder verträgt etwas anderes, jeder mag etwas anderes.

Irrtum 3: Jeder der will, kann fit sein

Dieses hängt nämlich nicht zuletzt von der Veranlagung ab. Wer trotzt ausreichender Bewegung unsportlich bleibt, leidet nicht unter Disziplinlosigkeit sondern daran, dass ihm die Natur keine Veranlagung mitgegeben hat. Dass ein geregeltes Maß an Bewegung freilich aus vielerlei gesundheitlichen Gründen dringend zu empfehlen ist, verschweigen die Autoren allerdings. Eine Behauptung, die beinahe an Fahrlässigkeit grenzt, ist die Feststellung, dass „auch das Gerücht, dass Stretching die Verletzungsgefahr vermindert, stimmt nicht einmal im Ansatz“. So verweisen Pollmer, Frank und Warmuth in diesem Zusammenhang darauf, dass schon leichte Dehnungsübungen Muskelzellen schädigen können. Dass falsch ausgeführte Dehnungsübungen tatsächlich zu Verletzungen führen können ist unbestritten und auch weithin bekannt, dass richtiges Dehnen und Aufwärmen vor dem Trainingsbeginn allerdings von essentieller Bedeutung für die Verminderung der Verletzungsgefahr und auch Muskelkater sind, wird nicht erwähnt.

Fazit:

Ziemlich undifferenziertes Buch mit mehr als fragwürdigen Thesen, die scheinbar nur darauf abzielen, Aufmerksamkeit zu erzielen um den Absatz anzukurbeln! Allerdings auch ein Beweis dafür, dass nicht nur Redakteure von Frauen- und Zeitgeistmagazinen daneben liegen können.

Fotohinweis: sofern nicht extra anders angegeben, Fotocredit by Fotolia.com

Linktipps

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– Antara – der neue Fitnesstrend aus der Schweiz
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– Fitness von A-Z
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