Die besten TCM Rezepte aus der 5-Elemente-Küche

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Die besten TCM Rezepte aus der 5-Elemente-Küche

Die Ernährung nach der TCM (Traditionelle Chinesische Medizin) – auch Fünf Elemente Ernährung genannt – legt Wert auf regionale und saisonale Nahrungsmittel, im Idealfall aus biologischen Anbau. Mit der Vielfalt der bei uns vorhandenen Wintergemüse und der richtigen Zubereitung können Sie einen wertvollen Beitrag für Ihre Gesundheit leisten und damit besonders im Winter und in der Übergangszeit Ihr Immunsystem stärken. Wir wollen Ihnen unsere beliebtesten TCM Rezepte nicht vorenthalten.

Konsumenten möchten wissen, was in ihrem Essen ist. Aus einer Vielzahl von Gründen können sie sich wünschen, bestimmte Zutaten zu vermeiden. In Europa müssen nahegehend alle abgepackten Lebensmittel gemäß EU-Recht gekennzeichnet sein. Dennoch dürfte die Terminologie der Inhaltsstoffkennzeichnung für Verbraucher nicht immer offensichtlich sein. Für manche Konsumenten ist es auch ein Problem, die benannten Zutaten zu interpretieren.

TCM Rezepte für jede Gelegenheit

Die 5 Elemente Ernährung ist keine neue „Wunderdiät“, sondern eine Ernährungsform, die Genuss und Wohlbefinden in den Vordergrund stellt und dabei bestimmten Prinzipien folgt.

TCM Rezepte folgen den Prinzipien der chinesischen Ernährungslehre, diese teilt (auch) Lebensmittel nach Yin und Yang ein, wobei Yin für Kälte und Yang für Wärme steht. Diese Einteilung ist aber nicht zu verwechseln mit der tatsächlichen Temperatur der Speisen: Yin-Lebensmittel sind zum Beispiel viele Obstsorten, Gurken, Tomaten, grüner Tee und Milch. Als Yang gelten unter anderem Trockenobst, Fenchel, Lauch, Gewürze, Fleisch und Fisch. Daneben gibt es auch eine Gruppe neutraler Nahrungsmittel wie Kohl, Karotten, Hülsenfrüchte oder Getreide.

Hat man diese einmal verinnerlicht sind auch die Rezepte schnell und leicht nachzukochen. Weder braucht man lauter exotische Zutaten, noch muss man stundenlang in der Küche stehen. Um das nicht als bloße Behauptung stehen zu lassen haben wir jeweils ein TCM Rezept fürs Büro, fürs Frühstück, Mittagessen und Abendessen zusammengestellt und uns TCM Rezepte für Frühling/Sommer/Herbst/Winter herausgesucht, die uns besonders geschmeckt haben und die wir leicht nachkochen konnten.

TCM Rezept fürs Büro

Gemüse Couscous mit Sardinen aus der Dose

Am Vorabend oder auch am Morgen folgendes vorbereiten:

1. Zucchini, Karotten, Spinat, Avocado sehr klein schneiden
2. Eine Dose Sardinen
3. Couscous
4. frische Kräuter (Petersil, Thymian)
5. Salz, Pfeffer und Olivenöl nach Geschmack

Couscous für eine Portion abmessen (1 Tasse) und das Gemüse, die geschnittenen Kräuter und Gewürze in einen Behälter geben. Sardinen-Dose nicht vergessen!

Im Büro dann ganz einfach die Couscous-Mischung mit ca. der doppelten Menge heißem Wasser aus dem Wasserkocher übergießen und etwa 8 Minuten ziehen lassen. Fisch grob zerteilen und dazu geben.

Tipp: Im Büro eine kleine Flasche Olivenöl aufbewahren und einen Schuss zum Couscous geben, das schmeckt nicht nur gut, sondern hilft auch besser zu sättigen.

TCM Rezept fürs Frühstück

Hirsefrühstück mit Birnenkompott

In einem Topf 2 Tassen Wasser erhitzen und 1 Tasse Hirse einstreuen. Mit Rosinen (oder kleingeschnittenem Trockenobst), geriebenen Walnüssen oder Mandeln, etwas Zimt, 1 TL geriebenen Ingwer, Saft einer halben Zitrone würzen. Mit geschlossenem Deckel 20-30 min. quellen lassen.

Dazu passt Birnenkompott:

süße Birnen, Wasser, ev. roter Traubensaft, Gerstenmalz, Vanillepulver, Koriander, Salz, Zitrone, Kakao, Zimt

1 Tasse Wasser (evtl. gemischt mit Trauben- oder Apfelsaft) erhitzen, 3 kleingeschnittene Birnen dazugeben. Mit Vanille, einer Prise Zimt würzen und mit 1 EL Honig süßen. Mit einer Prise Kardamom, Salz, Zitronensaft, einer kleinen Prise Kakao abschmecken und zugedeckt köcheln bis das Obst weich ist. In einer ½ Tasse kaltem Wasser 1 TL Kuzu oder Pfeilwurzelmehl anrühren und das Kompott damit eindicken. Das Kompott kann heiß in Schraubgläser abgefüllt werden und hält so im Kühlschrank 1-2 Wochen – so ist immer rasch ein wohlschmeckendes und gesundes Frühstück verfügbar.

TCM Rezept Mittagessen

Ein köstliches Rezept, leicht und gut bekömmlich, dazu einfach nachzukochen: Marinierte Champignons und Zucchini

TCM Rezept Abendessen

Okay, in Österreich sagen wir ja eigentlich Schwammerlsauce, es bleibt ein feines TCM Rezept für ein gehaltvolles Abendessen: Grießknödel mit Pilzsauce

TCM Rezept Frühling

Unser absoluter Favorit und wirklich gut nachzukochen: Chinesisches Frühligs-Hühnchen mit Ananas & Paprika

TCM Rezept Sommer

Fricher Spargel, fruchtige Erdbeeren – gibt es eine bessere Kombination?: Spargelsalat mit Erdbeerdressing (5 Elemente Küche)

TCM Rezept Herbst

Der Herbst lädt dazu ein, auch einmal die Naschkatzen zu bedienen: Flüssiger Schokokuchen

TCM Rezept Winter

Ein Winterklassiker nach den Prinzipien der 5 Elemente Küche: Bratäpfel – Bratbirne

Was ist TCM Ernährung?

Die „Fünf-Elemente-Ernährungslehre“ basiert auf den Grundsätzen der traditionellen chinesische Medizin und sieht ihre Funktion vor allem darin, den Organismus über eine ausgewogene und vollwertige Ernährung so zu stärken, dass sich Krankheit erst gar nicht ausbreiten kann. Es handelt sich dabei um einen ganzheitlichen Ansatz für Körper und Geist, bei dem der Einsatz hochwertiger und im besten Fall biologisch angebauter Lebensmittel aus der Region im Vordergrund steht.

Nach dem Konzept der TCM existiert in unserem Körper eine Lebensenergie, das so genannte Qi. Jeder Mensch kommt demnach sozusagen mit einer bestimmten Menge an Qi zur Welt, die im Prinzip seiner Konstitution entspricht. Im Laufe des Lebens wird dieses Qi durch gesunde Ernährung und über die Atemluft gestärkt (oder auch geschwächt).

Vereinfacht gesprochen geht die Ernährungslehre nach TCM dabei von der Erkenntnis aus, dass alle Phänomene des Kosmos, also auch die Nahrungsmittel, auf den Elementen Holz, Feuer, Erde, Metall und Wasser basieren. Jedes dieser Elemente entspricht einer Geschmacksrichtung und jedem werden spezielle Eigenschaften zugeschrieben, im Bereich der Ernährung haben die Lebensmittel je nach zugeordnetem Element dann eine erwärmernde, kühlende, Qi-auf- oder abbauende oder neutrale Wirkung. Details zur Wirkung bestimmter Lebensmittel nach TCM finden Sie im Artikel Die Fünf Elemente Ernährung.

Zur Geschichte der TCM Ernährung

Seit mehr als 3000 Jahren bedient sich die Traditionelle Chinesische Medizin eines ganzheitlichen Ernährungssystems, um die Gesundheit des Menschen zu erhalten. In der TCM wird der energetische Zustand eines Organismus durch Begriffe wie Qi, Yin oder Yang beschrieben. Qi – die Lebenskraft – lässt sich am ehesten mit unserer modernen Vorstellung von Energie verbinden. Qi hält das Universum in Bewegung und fließt durch unseren Körper.

Durch die Einteilung der Nahrungsmittel nach ihrer thermischen Qualität (heiß, warm, neutral, erfrischend, kalt), nach dem Geschmack und der Wirkrichtung kann Ernährung individuell an konstitutionelle, gesundheitliche und bioklimatische Bedingungen angepasst werden. Im Sommer empfehlen sich nach dieser sogenannten Fünf Elemente Ernährung mehr erfrischende und kalte Nahrungsmittel und im Winter wird eine wärmende, nährende Auswahl getroffen.

In der kalten Jahreszeit den Körper wärmen

Gerade im Winter hat die Ernährung eine vorbeugende und die Gesundheit erhaltende Funktion, vor allem auch zum Ausgleich von klimatischen Einflüssen wie Wind, Kälte und Feuchtigkeit. Sicher haben Sie schon einmal bemerkt, dass Ihnen nach dem Genuss von Rotkraut, einem Glas Rotwein oder einem Lamm-Ragout ziemlich warm wurde. Es gibt also Lebensmittel, die in unserem Körper Wärme abgeben und uns dadurch „erwärmen“.

Zu den wärmenden Nahrungsmitteln zählen durchwegs unsere traditionellen Wintergemüse wie z.B. Porree, Kraut, Kürbis, und Fleisch von einheimischen Wildarten, wie zB. Hirsch und Fasan. Aber auch Walnüsse, Maroni und nicht zu vergessen die Auswahl an Trockenfrüchten.

Weniger Rohkost – mehr gekochte Nahrung

Stellen Sie Ihre Ernährung auf die kalte Jahreszeit ein. Häufige Rohkost- und Obstmahlzeiten und auch die heißgeliebten Zitrusfrüchte sind aufgrund ihrer thermischen Wirkung für den Körper sehr kalt und damit in der kühlen Jahreszeit belastend. Kennen Sie das? Immer kalte Hände und Füße, frösteln Sie häufig? Beginnen Sie den Tag mit einem warmen Frühstück und spüren Sie den Unterschied! Ein gekochter Getreidebrei aus gerösteten Haferflocken oder Dinkelgrieß, verfeinert mit geriebenen Mandeln oder gehackten Walnüssen und einem Apfel- oder Birnenkompott ist ein guter Start in den Tag.

Ein gekochtes Mittagessen ist jedenfalls besser als die Wurst- oder Käsesemmel zwischendurch. Mit einem gut gewärmten Gefühl im Bauch sind Sie nicht so anfällig für Erkältungskrankheiten. Vitamine und Mineralstoffe bekommen Sie aus so wertvollen Zutaten wie Kürbis, Sauerkraut, Rotkraut, Karotten und Kartoffeln. Ergänzt mit hochwertigen kaltgepressten Ölen (Leinöl, Walnussöl, Haselnussöl, Kürbiskernöl), Nüssen und Samen sind Sie für einen kalten Winter bestens gerüstet.

Als Abendessen empfiehlt sich ein Gemüseeintopf aus Wurzelgemüse mit Getreide oder eine schmackhafte Suppe. Auch die Getränke sollten im Winter bevorzugt warm oder heiß getrunken werden. Die Auswahl an schmackhaften Kräuter- und Früchtetees lässt kaum mehr Wünsche offen. So fantasievolle Mischungen wie Apfel-Zimt-Tee oder Gewürztee mit Ingwer oder Kardamom und ab und zu ein Glas Rotwein oder Glühwein sind die richtige Wahl bei regnerischem und kaltem Wetter.

„Wärmende“ Nahrungsmittel für den Winter und ihre Wirkung

Getreide:

Dinkel, Hafer, Langkornreis, Roggen
Eigenschaften: tonisieren Milz-Qi und Nerven, stärken die Mitte

Gemüse:

Fenchel, Frühlingszwiebel, Grünkohl, Rotkraut, Kürbis, Porree, Pastinake, Zwiebel, Rote Rüben

Eigenschaften: harmonisierend, reguliert das Qider scharfe Geschmack öffnet Lunge und Magenregulierend für Milz und MagenMilz/Magen/Blut reinigendnährt die Mitte, stärkt das Qibewegt das Qi, wärmt die Mitteregulierend für Magen/Darm/Lungebewegt das Qi, öffnend für den Magenregulieren Milz und Magen Qi

Fleisch:

Fasan, Hirsch, Huhn, Lamm

Eigenschaften: tonisierend für Blut und Qi, stärkend für Milz und Niere

Gewürze:

Knoblauch, Zimt, Nelken, Fenchelsamen, Lorbeer, Schnittlauch, Wacholderbeeren

Eigenschaften: bewegt das Qi, entschleimendvertreibt Kälte und Feuchtigkeitregt die Verdauung an, harntreibend

Hülsenfrüchte:

Rote Linsen, Linsen

Eigenschaften: stärken Herz und Niere, tonisieren Blut und Qi

Nüsse und Samen:

Haselnüsse, Walnüsse, Maroni

Eigenschaften: stärken Milz, Niere und Lunge

Trockenfrüchte:

Marillen, Datteln, Feigen, Rosinen

Eigenschaften: tonisieren die Körpersäfte, Qi und Blut, stärken die Mitte

Ein Beitrag von: Dr. Claudia Nichterl


Linktipps

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