Neue Foodtrends

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Neue Foodtrends

Während in anderen Weltgegenden die Menschen an Hunger leiden, wird Essen in der westlichen Hemisphäre zumindest für jene, die es sich leisten können immer mehr zum Lifestyle, für manche gar zur Religion. Vegetarismus und Veganismus sind weiterhin auf dem Vormarsch, gleichzeitig wird soviel Fleisch wie noch nie zuvor in der Geschichte der Menschheit verzehrt. Vielen dämmert mittlerweile, dass es so wie es derzeit läuft, nicht mehr lange weiter gehen kann. Vergiftetete Böden, verschmutzte Luft, enormer Wasserverbrauch drohen unseren Planeten zu zerstören. Doch worum kümmern sich Lebensmittelindustire und Medien? Richtig, neue Foodtrends.

Letztlich sind wir Konsumenten diejenigen die neue Trends setzen – auch Food Trends. Immer mehr Menschen wissen heute mehr als jemals zuvor über gesunde Lebensmittel Bescheid, über nachhaltige Produktion, Nährstoffe und wie das alles mit unserer Gesundheit und unserem Wohlbefinden zusammenhängt. Authentisches Essen ist eine gute Möglichkeit, um sich auf alte, ehrliche Werte zu besinnen.

Überblick neue Foodtrends

Man kann zu Recht behaupten, dass eine neue Rückbesinnung auf das Ursprüngliche um sich greift. Wissen und Bewusstsein, dass Nachhaltigkeit und Fairness Voraussetzungen für das Überleben dieses Planeten sind, nehmen zu. Immer mehr Menschen versuchen nach nachhaltigen Prinzipien zu handeln – auch und vor allem was ihre Ernährung betrifft.

Wir haben jene Foodtrends, die diesem Lebensgefühl Ausdruck verleihen in drei Themengruppen zusammengefasst. Zunächst widmen wir uns dem Thema ‚Nachhaltigkeit‘, dann ‚neuen Foodtrends‘ und zum Schluss geht’s noch um Trends beim Trinken.

Nachhaltigkeit

Urban farming, eine neue sharing Kultur, re-und upcycling…„Sharing ist caring“! Auf der ganzen Welt vernetzen sich Menschen mittels Apps und Tauschprogrammen und auch vor der kulinarischen Welt hat dieser Trend nicht Halt gemacht. Einige Beispiele:

„EatWith“ ist eine App die gemeinsame Mahlzeiten unter Fremden ermöglicht. Ähnlich wie bei Airbnb sucht sich ein potentieller Gast seinen ihm nicht bekannten Gastgeber aus und bucht Zeitpunkt und Menü online. Beim gemeinsamen Essen mit und bei Fremden ergeben sich nicht nur genussvolle Abende sondern auch langanhaltende Freundschaften

Probieren Sie es einfach mal in Ihrer Umgebung aus – als Gast oder Gastgeber. Wenn Sie Gefallen daran finden, buchen Sie doch auch bei Ihrer nächsten Urlaubsreise ein EatWith! Nicht nur kulinarisch spannende Abende sind Ihnen gewiss!

„Etsy for food“ ist ein weiteres App rund ums Foodsharing. Etsy for food hilft Ihnen selbst Produziertes an den Mann zu bringen oder selbst Produziertes zu erwerben. Hier gibt es Backwaren und Eingekochtes, selbstgemachte Nudeln und Schokolade, Hundekekse und Gewürzmischungen, Chutneys und Marmeladen und und und…

Sie können entweder für den Alltag bestellen, oder auch ein großes Fest via Catering ausrichten lassen. Auch eigene Kaffee- und Teekreationen sind bestell- und personalisiert abfüllbar. Eine tolle Idee z.B. auch für ein persönliches und individuelles Geschenk.

No-Waste-Cooking: Bei diesem besonders sympathischen Food-Trend werden – nomen est omen – Lebensmittel möglichst vollständig verarbeitet und verzehrt. Schuppen und Gräten vom Fisch werden zu einem Fischfonds verarbeitet, Gemüsereste zu einem Gemüsesud, etc… Vor allem bei Fleisch wird darauf geachtet, dass möglichst das ganze Tier verarbeitet wird.

„From nose to tail“ oder „vom Stängel bis zum Kern“. Dieser Gegentrend zur Wegwerfkultur oder auch schlichtweg Restlverwertung genannt ist in jeder Hinsicht positiv zu bewerten! Einkaufskollektive helfen diesen Trend zu unterstützen und sorgen zudem dafür, dass weniger Verpackung und kürzere Transportwege anfallen.

Neue Foodtrends

Lila

Lila Erdäpfel und purple Karotten waren erst der Anfang, jetzt gibt’s schon lila Salat- und Krautköpfe und kürzlich haben wir einen violetten Karfiol gesichtet. Auch Kohlrabi und nicht zuletzt die Yamswurzel Ube sind in der Trendfarbe erhältlich.

Das freut nicht nur das Auge, sondern ist auch gesund. Fakt ist, dass lila Lebensmittel über einen hohen Anteil an Anthozyanen verfügen. Diese natürlichen blau-roten Pflanzenfarbstoffe enthalten wertvolle Antioxidantien und sind der Gesundheit überaus zuträglich. Sie sind übrigens auch in den äußeren Zellen von Rotkohl (auch als Blau- oder Rotkraut bekannt), Heidelbeeren, Roten Rüben und Kirschen zu finden.

Übrigens: viele lila Trends sind letztlich eine Rückbesinnung auf alte Sorten. “Violetta“ z.B. waren eine bis ins 19. Jahrhundert weit verbreitete Erdäpfelsorte, verloren aber zugunsten von robusteren – gelbfleischigen – Züchtungen an Bedeutung.

Algen

Was in Asien schon seit Jahrtausenden auf die Teller kommt, erobert nun auch die europäischen Küchen. Algen bieten eine unglaubliche geschmackliche Vielfalt und Ernährungsexperten schwören auf ihre gesunde Zusammensetzung: pflanzliches Eiweiß, wenig Fett kaum Kalorien. Den Einsatzmöglichkeiten sind dabei kaum Grenzen gesetzt: egal ob in Salaten, in Sushis und Makis, in Suppen oder als Nudelersatz – Algen erobern europäische Küchen und das ist gut und gesund!

Nudeln

Klar – Nudelvarianten gab’ schon immer: Hörnchen, Spaghetti, Spiralen, Mascherln oder Fleckerln… Doch letztlich diente da immer der gleiche Nudelteilteig als Basis.

Nudeln kann man aber auch aus Reis, Sojabohnen, Hirse-, und Buchweizen machen, auch aus Hülsenfrüchten wie Linsen oder Bohnen, ebenso aus der Konjakpflanze oder aus Emmer.

Egal ob japanischer Ramen, vietnamesische Pho, thailändisches Pad Thai oder Nudelgerichte aus alten europäischen Getreidesorten – Nudeln sind voll im Trend!

Getränketrends

Mocktails

Gut, Capirinhas werden wir vielleicht immer gerne schlürfen und auch der ‚weiße Spritzer‘ hat bekanntlich immer Saison‘ aber immer mehr vor allem junge Leute schwören auf Mocktails. Das aus „Cocktail“ und „to mock“, zusammengesetzte Wort steht für antialkoholische Cocktails. Die gibt‘s zwar schon länger, das spannende ist aber, dass sie in jeder Saison mit vielen neuen Geschmacksrichtungen überraschen und auch die ‚Mocktailbasis‘ sich verändert.

Soda tritt als Basis zunehmend in den Hintergrund, exquisite Trinkessige oder extravagante Teesorten verfeinert mit gehackten Kräutern oder zartem Fruchtmus nehmen immer öfter den Platz des banalen Sprudelwassers ein. Die neuen Mocktails überzeugen nicht nur geschmacklich, sie sind zudem auch noch gesund!

Ciders

Cider sind schon seit einiger Zeit ‚in’, dürften sich aber von einer ‚Sternschnuppenerscheinung‘ zu einem Dauerbrenner entwickeln. Das fruchtige Getränk aus Apfel kann auf eine lange Geschichte zurückblicken.

Die Anfänge des fruchtigen Getränks vermutet man vor 5.000 Jahren; gesichert ist jedenfalls, dass die antiken Hebräer, Griechen und Römer bereits vor mehr als 2000 Jahren über den Trank aus vergorenen Äpfeln Bescheid wussten. Im 16. Jahrhundert war das Getränk in Frankreich schließlich beliebter als Wein, im 18. Jahrhundert waren die Briten ganz hin und weg vom Cider und nun erobert er nachhaltig den deutschsprachigen Raum.

Trink dich fit!

Wir wollen bewusster leben, eine Arbeit, die uns Spaß macht und erfüllt, Freunde, die uns verstehen, gesundes Essen – und natürlich auch gesund trinken! Der Trend hin zu einem gesunden und fitten Lifestyle beeinflusst auch unseren Getränkekonsum. Das bedeutet konkret: weniger Zucker und Kohlensäure und mehr Proteine und Natürlichkeit.

Wer auf sich schaut lässt die Finger von Softdrinks der bekannten Marken und greift statt dessen zu kleinen, regionalen Anbietern mit gesunden Inhaltsstoffen und kurzen Produktions- und Lieferwegen.

Auch Tee als Basis wird im Getränkesegment immer beliebter – hier geht der Trend allerdings ebenfalls weg von den großen Markennamen hin zum Selbermachen – oder den heimischen Anbietern.
Dem gesundheitsbewussten Konsumenten ist vor allem eines wichtig: wenig bis gar kein Zucker. Natürliche Alternativen wie Agavensaft oder Kokosblütenzucker sind eine Variante, immer mehr Genießer entscheiden sich aber auch für die herberen gänzlich ungesüßten Varianten.

Süß sind wir schließlich selbst und unser Leben wird um so süßer, je mehr wir auf uns schauen! In diesem Sinn: viel Spaß mit den neuen Foodtrends – ganz egal ob Sie selbst produzieren oder nur konsumieren!

Linktipps

– Fünf Elemente Ernährung
– Sprossen und Keime
– Tee und seine Wirkung
– Brainfood: Nahrung für das Gehirn

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