Köstliche Weihnachten: Festtagskarpfen serbisch mit Kräuterbutter
1.) Die Karpfenfilets unter fließendem, kaltem Wasser waschen und die Haut mehrmals einschneiden. Anschließend die Filets in einer Marinade aus Knoblauch, etwas Öl, 1/2 TL Paprika, Salz und Pfeffer mindestens zwei Stunden im Kühlschrank beizen.
2.) Danach werden die Filets erst in Paprika, anschließend in Mehl gewendet und mit der Hautseite zuerst nach oben im Öl ca. 8 Minuten knusprig gebraten; anschließend gewendet.
3.) Für die Kräuterbutte den Knoblauch durch eine Presse drücken, die Kräuter fein hacken, mit dem Zitronensaft beträufeln und alles unter die weiche Butter rühren und mit Salz abschmecken. Zum Erhärten nochmals ca. 1 Std. in den Kühlschrank. Vor dem Anrichten die Kräuterbutter auf die Filets geben.
Tipp: Dazu serviert man Petersil-, Salz-, oder Bratkartoffel und Krautsalat.
Zubereitungszeit: 2,5 Std. gesamt (davon 2 Std. zum Marinieren)
Ernährungsinfos: Der schlechte Ruf, der dem Karpfen als Speisefisch vorauseilt, ist übrigens falsch. Er dürfte aus der Nachkriegszeit stammen, in der der Fisch besonders fett und mit üppigen Beilagen aufgetragen wurde. Aktuelle Studien über den Einfluss des Verzehrs von Karpfen auf den menschlichen Organismus bescheinigt dem Fisch hingegen durchaus positive Wirkungen. Der Cholesterinspiegel im menschlichen Körper wird nicht erhöht, außerdem entfaltet ein erhöhter Serumspiegel der Fettsäuren eine schützende Wirkung auf die Gefäße und somit auf das gesamte Herz-Kreislaufsystem. Gemeint sind die “guten” Omega-3 Fettsäuren, Omega-6, Eicosapentasäure und Docosahexaensäure.
In vielen Regionen ist die Teichwirtschaft traditionell verankert – in Österreich vor allem in der Südweststeiermark und im Waldviertel (Niderösterreich). So wurden bereits im Mittelalter Karpfen von Mönchen gezüchtet. Mittlerweile ist auch die ökologische Karpfenhaltung – und dies gilt für die gesamte biologische Aquakultur – allmählich im Kommen. Dabei bieten Karpfenteiche vielseitige Lebensräume und fügen sich gut in die Natur ein. Biokarpfen suchen sich ihr Futter in großen Teichen überwiegend selbst; dies hält sie schlank. Sie entwickeln dabei ein festes Fleisch und schmecken keineswegs fett.
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