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Ernährung nach TCM (Traditionelle Chinesische Medizin)

Ernährung nach TCM (Traditionelle Chinesische Medizin)

Ernährung nach TCM

Die Ernährung nach der TCM (Traditionelle Chinesische Medizin) – auch Fünf Elemente Ernährung genannt – legt Wert auf regionale und saisonale Nahrungsmittel, im Idealfall aus biologischen Anbau. Mit der Vielfalt der bei uns vorhandenen Wintergemüse und der richtigen Zubereitung können Sie einen wertvollen Beitrag für Ihre Gesundheit im Winter und in der Übergangszeit leisten und Ihr Immunsystem stärken.



Konsumenten möchten wissen, was in ihrem Essen ist. Aus einer Vielzahl von Gründen können sie sich wünschen, bestimmte Zutaten zu vermeiden. In Europa müssen nahegehend alle abgepackten Lebensmittel gemäß EU-Recht gekennzeichnet sein. Dennoch dürfte die Terminologie der Inhaltsstoffkennzeichnung für Verbraucher nicht immer offensichtlich sein. Für manche Konsumenten ist es auch ein Problem, die benannten Zutaten zu interpretieren.

Zur Geschichte der TCM Ernährung

Seit mehr als 3000 Jahren bedient sich die Traditionelle Chinesische Medizin eines ganzheitlichen Ernährungssystems, um die Gesundheit des Menschen zu erhalten. In der TCM wird der energetische Zustand eines Organismus durch Begriffe wie Qi, Yin oder Yang beschrieben. Qi – die Lebenskraft – lässt sich am ehesten mit unserer modernen Vorstellung von Energie verbinden. Qi hält das Universum in Bewegung und fließt durch unseren Körper. Durch die Einteilung der Nahrungsmittel nach ihrer thermischen Qualität (heiß, warm, neutral, erfrischend, kalt), nach dem Geschmack und der Wirkrichtung kann Ernährung individuell an konstitutionelle, gesundheitliche und bioklimatische Bedingungen angepasst werden. Im Sommer empfehlen sich nach dieser sogenannten Fünf Elemente Ernährung mehr erfrischende und kalte Nahrungsmittel und im Winter wird eine wärmende, nährende Auswahl getroffen.

In der kalten Jahreszeit den Körper wärmen

Gerade im Winter hat die Ernährung eine vorbeugende und die Gesundheit erhaltende Funktion, vor allem auch zum Ausgleich von klimatischen Einflüssen wie Wind, Kälte und Feuchtigkeit. Sicher haben Sie schon einmal bemerkt, dass Ihnen nach dem Genuss von Rotkraut, einem Glas Rotwein oder einem Lamm-Ragout ziemlich warm wurde. Es gibt also Lebensmittel, die in unserem Körper Wärme abgeben und uns dadurch „erwärmen“.

Zu den wärmenden Nahrungsmitteln zählen durchwegs unsere traditionellen Wintergemüse wie z.B. Porree, Kraut, Kürbis, und Fleisch von einheimischen Wildarten, wie zB. Hirsch und Fasan. Aber auch Walnüsse, Maroni und nicht zu vergessen die Auswahl an Trockenfrüchten.

Weniger Rohkost – mehr gekochte Nahrung

Stellen Sie Ihre Ernährung auf die kalte Jahreszeit ein. Häufige Rohkost- und Obstmahlzeiten und auch die heißgeliebten Zitrusfrüchte sind aufgrund ihrer thermischen Wirkung für den Körper sehr kalt und damit in der kühlen Jahreszeit belastend. Kennen Sie das? Immer kalte Hände und Füße, frösteln Sie häufig? Beginnen Sie den Tag mit einem warmen Frühstück und spüren Sie den Unterschied! Ein gekochter Getreidebrei aus gerösteten Haferflocken oder Dinkelgrieß, verfeinert mit geriebenen Mandeln oder gehackten Walnüssen und einem Apfel- oder Birnenkompott ist ein guter Start in den Tag.

Ein gekochtes Mittagessen ist jedenfalls besser als die Wurst- oder Käsesemmel zwischendurch. Mit einem gut gewärmten Gefühl im Bauch sind Sie nicht so anfällig für Erkältungskrankheiten. Vitamine und Mineralstoffe bekommen Sie aus so wertvollen Zutaten wie Kürbis, Sauerkraut, Rotkraut, Karotten und Kartoffeln. Ergänzt mit hochwertigen kaltgepressten Ölen (Leinöl, Walnussöl, Haselnussöl, Kürbiskernöl), Nüssen und Samen sind Sie für einen kalten Winter bestens gerüstet.

Als Abendessen empfiehlt sich ein Gemüseeintopf aus Wurzelgemüse mit Getreide oder eine schmackhafte Suppe. Auch die Getränke sollten im Winter bevorzugt warm oder heiß getrunken werden. Die Auswahl an schmackhaften Kräuter- und Früchtetees lässt kaum mehr Wünsche offen. So fantasievolle Mischungen wie Apfel-Zimt-Tee oder Gewürztee mit Ingwer oder Kardamom und ab und zu ein Glas Rotwein oder Glühwein sind die richtige Wahl bei regnerischem und kaltem Wetter.

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„Wärmende“ Nahrungsmittel für den Winter und ihre Wirkung

Getreide:

Dinkel, Hafer, Langkornreis, Roggen

tonisieren Milz-Qi und Nerven, stärken die Mitte

Gemüse:

Fenchel, Frühlingszwiebel, Grünkohl, Rotkraut, Kürbis, Porree, Pastinake, Zwiebel, Rote Rüben

harmonisierend, reguliert das Qider scharfe Geschmack öffnet Lunge und Magenregulierend für Milz und MagenMilz/Magen/Blut reinigendnährt die Mitte, stärkt das Qibewegt das Qi, wärmt die Mitteregulierend für Magen/Darm/Lungebewegt das Qi, öffnend für den Magenregulieren Milz und Magen Qi

Fleisch:

Fasan, Hirsch, Huhn, Lamm

tonisierend für Blut und Qi, stärkend für Milz und Niere

Gewürze:

Knoblauch, Zimt, Nelken, Fenchelsamen, Lorbeer, Schnittlauch, Wacholderbeeren

bewegt das Qi, entschleimendvertreibt Kälte und Feuchtigkeitregt die Verdauung an, harntreibend

Hülsenfrüchte:

Rote Linsen, Linsen

stärken Herz und Niere, tonisieren Blut und Qi

Nüsse und Samen:

Haselnüsse, Walnüsse, Maroni

stärken Milz, Niere und Lunge

Trockenfrüchte:

Marillen, Datteln, Feigen, Rosinen

tonisieren die Körpersäfte, Qi und Blut, stärken die Mitte

Hirsefrühstück mit Birnenkompott

In einem Topf 2 Tassen Wasser erhitzen und 1 Tasse Hirse einstreuen. Mit Rosinen (oder kleingeschnittenem Trockenobst), geriebenen Walnüssen oder Mandeln, etwas Zimt, 1 TL geriebenen Ingwer, Saft einer halben Zitrone würzen. Mit geschlossenem Deckel 20-30 min. quellen lassen.

Dazu passt Birnenkompott:

süße Birnen, Wasser, ev. roter Traubensaft, Gerstenmalz, Vanillepulver, Koriander, Salz, Zitrone, Kakao, Zimt

1 Tasse Wasser (evtl. gemischt mit Trauben- oder Apfelsaft) erhitzen, 3 kleingeschnittene Birnen dazugeben. Mit Vanille, einer Prise Zimt würzen und mit 1 EL Honig süßen. Mit einer Prise Kardamom, Salz, Zitronensaft, einer kleinen Prise Kakao abschmecken und zugedeckt köcheln bis das Obst weich ist. In einer ½ Tasse kaltem Wasser 1 TL Kuzu oder Pfeilwurzelmehl anrühren und das Kompott damit eindicken. Das Kompott kann heiß in Schraubgläser abgefüllt werden und hält so im Kühlschrank 1-2 Wochen – so ist immer rasch ein wohlschmeckendes und gesundes Frühstück verfügbar.

Ein Beitrag von: Dr. Claudia Nichterl, www.essenz.at


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