Wer sich über längere Zeit geistig anstrengen und viel Verantwortung tragen muß, fühlt sich bald ausgelaugt, müde und nicht mehr aufnahmefähig. Da die meisten von uns beruflich heute vorwiegend eine sitzende Tätigkeit mit Kopfarbeit statt körperlicher Anstrengung verrichten, sollten wir darauf auch bei unserer Ernährung achten.
Das Gehirn
Als Gehirn (Hirn, Cerebrum) bezeichnet man beim Menschen den im Kopf gelegenen Teil des Zentralnervensystems (ZNS). Es liegt geschützt in der Schädelhöhle und wird umhüllt von der Hirnhaut. Das Gehirn ist zweifelsfrei das faszinierendste Organ des Menschen. Seine Organisation übertrifft bei weitem die aufwendigsten Computersysteme. Es macht nur etwa 2 % des gesamten Körpergewichtes aus, beansprucht aber jeweils ca. 20 % des gesamten Stoffwechselgrundumsatzes und des Sauerstoffverbrauchs. Es enthält mehrere Milliarden Nervenzellen, wovon jede einzelne Zelle mit bis zu 10.000 anderen Nervenzellen in direkter Verbindung steht und Impulse erhält, verarbeitet und weitergibt.
Für die optimale Funktion und den richtigen Schutz braucht das Gehirn also eine ganze Reihe von Kraftstoffen.

Brainfood – Power für das Gehirn
Ob Sie lange konzentriert arbeiten können oder schnell müde werden, ob Sie gut oder schlecht gelaunt sind: All das hat eine Menge mit dem zu tun, was Sie essen. Nährstoffe, Vitamine und Mineralstoffe haben unmittelbaren Einfluss auf die Gehirnzellen und damit auf die Gehirnfunktion. Sie beeinflussen aber auch die Stimmung, die Konzentrations- und auch die Leistungsfähigkeit. Neben der kurzfristigen Verbesserung der Hirnleistungsfähigkeit sind vor allem auch die Gefäßsituation und somit die Durchblutung des Gehirns und auch der Hirnstoffwechsel über Jahre hinaus zu verbessern. Mit der richtigen Ernährung wird man zwar nicht klüger, man wird aber leistungsfähiger und schützt die Schaltzentrale des Körpers vor der Entstehung von Krankheiten.
Die richtige Nahrungsmittelauswahl hat einen entscheidenden Einfluss auf hormonelle Regelkreise, Neurotransmitterbildung und -wirkung, die Funktionstüchtigkeit der Zellwände und somit auf die geistig-nervliche Fitness. Spezielle “Gehirn-Lebensmittel” enthalten wichtige Vorstufen von Neurotransmittern oder Stoffen, die für eine effektive Synthese dieser Botenstoffe wichtig sind. Sie liefern die richtigen Energiequellen oder auch Stoffe, die für die Energieverwertung gebraucht werden, und enthalten spezielle Bau- und Schutzstoffe.
Kraftkur für das Gehirn
Die Ursache für ein geringfügiges, vorübergehendes Nachlassen der Gehirnfunktionen ist oft ein Mangel an Spurenelementen: allen voran Phosphor, Zink und Selen und Kalium. Mit Birnen und vor allem Nüsse etwa lassen sich diese wertvollen Substanzen schnell aufnehmen. Daneben zählen Brokkoli, Knoblauch, Erdbeeren, Spinat, Müsli (Rosinen!), Fische, Soja und Äpfel zu den wichtigsten Brain-Food-Vertretern.
Nüsse erhöhen aufgrund der enthaltenen mehrfach ungesättigten Fettsäuren, Vitamine E und B-Vitamine die Konzentration und Lernfähigkeit, stärken Gedächtnis und Nervenfunktion. Nüsse tragen dazu bei, daß man bis ins hohe Alter geistig jung bleibt – durch ihre wertvollen Fette, Vitamin E, das die Zellen schützt und wichtige Mineralstoffe. Da sie aber sehr kalorienreich sind, sollten sie nicht allzu oft und bloß in kleineren Mengen genossen werden. Als Snacks sind sie dennoch jedenfalls allemal besser geeignet als fette Chips oder ähnliches Knabbergebäck.
Alternative: 100 Gramm Birnen haben dagegen nur 55 Kalorien. Je saftiger die Birne, desto besser werden die Inhaltsstoffe vom Organismus aufgenommen und verwertet. Menschen, die geistig hochkonzentriert arbeiten müssen, sollten gerade in der kalten und düsteren Jahreszeit regelmäßig Birnen verzehren, um Erschöpfung und Nervosität vorzubeugen. Wer auf etwas knackigen Biss nicht verzichten will: Sie können auch aus Birnenstücken und gehackten Nüssen einen Obstsalat zubereiten!
Die 15 besten Nahrungsmittel für das Gehirn
1.) Birnen
6.) Brokkoli
11.) Dinkel
2.) Nüsse (Walnüsse, Mandeln usw.)
7.) Rosinen
12.) Fisch
3.) Äpfel
8.) Avocados
13.) Brombeeren
4.) Knoblauch
9.) Erdbeeren
14.) Hafer
5.) Dörrzwetschken
10.) Spinat
15.) Soja
Linktipps:
…. Ernährungsirrtümer
…. Ernährung & Haut
…. Ernährungspyramide
…. Entschlacken & Entgiften
…. Mineralstoffe & Spurenelemente
…. Ernährung nach TCM im Winter
…. Ernährung nach TCM im Frühjahr
…. Gesunde Ernährung gegen Schulstress
…. Brennessel: Heilpflanze, nicht Unkraut
…. Geriatrie: Herausforderung Altenpflege
…. Geschmacksverstärker: unnötig und nicht ganz ungefährlich
…. Pestizide, Geschmacksverstärker und Konservierungsmittel
Folgende Themen könnten Sie auch interessieren:
max. -8°C min. -12°C
max. -7°C min. -14°C
max. -9°C min. -11°C
max. -11°C min. -13°C
