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Tamarillo – eine Beerenfrucht namens Baumtomate

Tamarillo – eine Beerenfrucht namens Baumtomate

Tamarillo, Baumtomate

Der Tamarillo ist mit der Tomate verwandt, unterscheidet sich aber optisch deutlich. Die Tamarillo Pflanze ist ein immergrüner Baum, der eine Wuchshöhe von 7 m erreichen kann, an seinem Stamm kleine Härchen zeigen, die Trichomen genannt werden und ein wenig an Papier erinnern. Die Größen dieser Blätter können stark variieren. Die Blütenstände der Pflanze entwickeln bist du 50 Blüten, die zwischen drei und 15 cm groß werden können. Die Früchte des Tamarillo Baumes entstehen aus den Blüten, sobald der Baum etwa 1 m Höhe erreicht hat.



Ähnlich wie bei der Tomate entstehen im Tamarillo zwei Kammern, die neben einem klassischen rot auch violett, gelbld oder orange werden können. Beim Tamarillo wird aus rein biologischer Sicht von einer Obstsorte gesprochen. Der Geschmack des Tamarillo ist herb-süßlich und jede Frucht wiegt etwa 50 g. Tamarillo kann in unseren Breitengraden als Kübelpflanze angebaut werden, ist aber nicht winterhart.

Hinweis: Der Geschmack des Tamarillo ist herb-süßlich und jede Frucht wiegt etwa 50 g.

Was ist dran an Tamarillo?

In erster Linie ist unter den Inhaltsstoffen das Vitamin C zu nennen, welches einen hohen Gehalt aufweist. Dazu kommen Vitamin E, sowie die B Vitamine und das Provitamin A. Ebenfalls enthalten sind Calcium, Magnesium, Eisen, Calcium und Phosphor. Der Vitamin C Gehalt ist recht hoch und liegt noch über dem einer Tomate.

Hinweis: In erster Linie ist unter den Inhaltsstoffen das Vitamin C zu nennen, welches einen hohen Gehalt aufweist.

Auch wenn es zahlreiche Medien auf der Suche nach neuen Powerfrüchten in letzter Zeit etwas übertreiben, so ist die Baumtomate durchaus eine Frucht mit hoher biologischer Wertigkeit, ein Superfood ist sie aber nicht. In kalten Wintermonaten hebt sie dennoch mit ihrem temperamentvollen südlichen Geschmack die Laune, und bringt zudem auch das Immunsystem auf trapp.

Wo kommt Tamarillo her?

Die Tamarillo stammt aus Peru und wurde dort schon seit Jahrhunderten von den Indios kultiviert und angebaut. Heute sind die Anbaugebiete auch in Chile, Kolumbien, Ecuador, Venezuela, Brasilien, Kalifornien, Sri Lanka, Kenia und Neuseeland sowie Indien und Portugal zu finden. Der Name Tamarillo stammt aus dem neuseeländischen und ist einzig als Handelsbezeichnung zu verstehen. Der Name an sich trägt keinerlei weitere Bedeutung.

Eher bekannt ist die Bezeichnung Baumtomate, die aus dem „tree tomato“ entstanden ist. Als Nachschattengewächse gehört es aber in die selbe Gruppe wie Paradeiser (Tomate), die Melanzani (Aubergine), Paprika und Kartoffeln.

Wo kann man Tamarillo kaufen? Frische Tamarillo gibt es bei uns in größeren Mengen vor allem in den Wintermonaten, Herkunftsland ist meist Kolumbien. Im Rest des Jahres ist das Angebot eher bescheiden. Wie auch bei anderen exotischen Früchten, werden Tamarillöo auch unreif geerntet und transportiert. Reife Tamarillos sollten schnell verzehrt und jedenfalls im Kühlschrank aufbewahrt werden, da sie schnell überreif werden und austrocknen. Als Konserve bekommt man Tamarillos aber in gut sortierten Supermärkten.

Nährwerte und Inhaltsstoffe

Nährwerte pro 100g
Eiweiß: 1.5g
Fett: 1.2g
Kohlenhydrate: 10.0g
davon Zucker: 8.0g
Ballaststoffe: 1.5g
Alkohol: 0.0g

Kalorien: 60 kcal / 251 KJ
Energiedichte: 0.6 kcal/g

Tamarillo in der Küche

Die Frage wie Tamarillo eigentlich schmeckt ist nicht ganz einfach zu beantworten. Trotzdem Tamarillos zum Obst gezählt wird, erinnert sie mit ihrem herb-süßlichen Geschmack eher an Tomaten als an eine Frucht. Oft weisen die Baumtomaten auch einen leicht bitteren Geschmack auf.

Die Zubereitung ist ähnlich einfach wie bei Tomaten, mit dem Unterschied, dass man der Tamarillo nach dem Waschen die Schale abziehen muss – sie ist zwar dünn, aber extrem zäh und bitter und deshalb nicht für den Verzehr geeignet. Die Baumtomate ist sehr universell in der Küche einsetzbar, sie ist in der kalten Küche genauso daheim wie in der warmen, kann für süße wie für pikante Gerichte verwendet werden.

Wie isst man Tamarillo?

Das Vorbereiten von Tamarillos ist ähnlich wie bei Tomaten, mit dem Unterschied, dass nach dem Waschen die Schale abgezogen werden muss – sie ist zwar dünn, aber extrem zäh und darum nicht genießbar. Die Frucht kann pur genossen werden, pikant mit etwas Salz und Pfeffer, oder aber auch süß mit ein wenig Zucker. Üblicherweise wird die Frucht einfach halbiert und kann dann wie eine Kiwi ausgelöffelt werden.

Sie schmeckt im Chutney und in Marmelade ebenso wie in einem frischen Obstsalat, die Tamarillos passen aber auch in pikanten Salaten und werden gerne zu gebratenem Fleisch serviert.

Die Früchte sind nicht lange lagerfähig, denn sie verlieren schnell an Geschmack und werden trocken. Bewahren sie sie daher nur wenige Tage im Gemüsefach des Kühlschranks auf.

Tamarillomarmelade | Rezept

Wir haben ein schönes Rezept für eine exotische Marmelade gefunden, das wir Ihnen nicht vorenthalten wollen.

1 kg Tamarillos (Baumtomaten, Tree Tomato)
1 EL Mandelaroma
25 g Gelierzucker, 1 : 3
350 g Zucker
1 EL Zimt

1. Das Fruchtfleisch entnehmen und pürieren. Anschließend eventuell sieben, das ist jedoch nicht nötig, da die Kerne der Tree Tomato sehr weich sind. Nun den Zimt und das Mandelaroma hinzufügen. Die Fruchtmasse aufkochen lassen. Den Gelierzucker mit dem Zucker vermengen und unter ständigem Rühren in die kochende Masse geben. Ca. 5 Minuten gut kochen lassen.

2. Die Marmelade randvoll in die vorbereiteten Gläser füllen. Diese gut verschließen und auf den Kopf stellen.

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Quelle:

¹ Tamarillo – exotische Baumtomate aus Südamerika“

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