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Tipps für gesundes Grillen – Genuss ohne Reue

Tipps für gesundes Grillen – Genuss ohne Reue

Gesundes Grillen

Wer sich auf gegrillte Koteletts oder Würstchen freut, der lässt sich die Vorfreude nicht von Berichten über krebserregende Stoffe verleiden. Doch richtiges und gesundes Grillen ist gar nicht so schwierig, wenn man einfache Tipps beherzigt.



Kaum zu glauben, aber wahr: In unserer zivilisierten Welt haben wir uns einen Brauch erhalten, den schon unsere Ahnen in grauer Vorzeit praktiziert haben: ein Feuer zu entfachen, ein Stück rohes Fleisch auf einen Rost zu legen und über die Glut zu halten. Grillen nennt man das heutzutage, und es ist eines der beliebtesten Freizeitvergnügen im Sommer.

„Wenn wir heute mehr auf unsere Gesundheit achten und auf die Gefahren beim Grillen besser vorbereitet sind, dann heißt das nicht, dass der Spaß beim Grillen geringer ist“, sagt Mag. Andrea Lehner vom Österreichischen Roten Kreuz.

War es früher ungleich mühsamer, ein Feuer zu entfachen, so helfen heute spezielle Grillanzünder. „Verwenden Sie keinesfalls Spiritus oder Benzin zum Anzünden. Dutzende Personen bezahlen Jahr für Jahr diesen Versuch mit schweren Verbrennungen. Nehmen Sie zum Grillen nur Holzkohle, kein Papier oder Holz, auf dem noch Lackreste sind“, so Lehner. Der Griller selbst sollte auf ebener Fläche stehen und immer unter Aufsicht bleiben.

Am häufigsten kommt Fleisch auf den Rost. Es sollte möglichst kurz vor dem Grillfest gekauft werden und nicht zu dick sein. Lehner: „Verwenden Sie zum Transport eine kälteisolierende Tasche und lagern Sie das Fleisch im Kühlschrank. Unmittelbar vor dem Grillen sollte das Fleisch nur kurze Zeit ungekühlt sein. Decken Sie es mit einer Folie ab, damit es nicht verunreinigt wird oder Insekten sich darauf niederlassen.“

Die richtige Zeit zum Auflegen des Fleisches ist dann, wenn die Glut mit einer weißen Ascheschicht überzogen ist. Durch die große Hitze am Rost schließen sich die Poren gleich beim Auflegen, das Fleisch bleibt saftig. Grilltassen halten abtropfendes Fett zurück. Vorsicht ist geboten, wenn Fett in die Glut tropft, zum Beispiel, wenn man mit einer Gabel ins Fleisch sticht. Lehner: „Rauch steigt auf und kommt mit dem Fleisch in Berührung. So gelangen krebserregende Stoffe auf das Fleisch. Wenden Sie das Fleisch also nur mit einer Grillzange. Geräuchertes, gepökeltes oder fettes Fleisch sollte nicht gegrillt werden. Das beim Pökeln verwendete Salz kann Nitrosamine bilden. Diese Verbindungen zählen zu den am stärksten krebserregenden Substanzen.“

Geräucherten Speck und Würste sollte man daher nicht Grillen. Denn die Nitratsalze, mit denen sie hergestellt sind, werden in krebserregende Nitrosamine umgewandelt. Und wenn man hin und wieder dennoch Räucherware auf den Griller legt, dann sollte man entschärfende Maßnahmen setzen. Die sind einfacher als man denkt: Denn wer Ketchup oder heiße Paradeiser zur gegrillten Wurst isst, minimiert dieses Risiko, denn der in ihnen enthaltene rote Farbstoff verhindert die Umwandlung der Nitratsalze in schädliche Nitrosamine.

Schon lange wird nicht nur mehr Fleisch gegrillt. Gemüse, wie etwa Maiskolben, Zucchini, Champignons oder Tomaten, lässt sich ebenfalls bestens auf den Rost legen und gibt eine gesunde und schmackhafte Beilage.

Ein Beitrag von www.roteskreuz.at

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