Was Ästhetische Augenchirurgie leisten kann

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Ästhetische Augenchirurgie

Schlupflider, hängende Augenbrauen, Tränensäcke, Augenringe – gerade rund um unsere Augen kann der Alterungsprozess deutliche Spuren hinterlassen. Doch heutzutage gibt es Möglichkeiten den Zeichen der Zeit ein Schnippchen zu schlagen. Wir haben für Sie recherchiert, was ästhetische Augenchirurgie leisten kann und worauf Sie im Falle des Falles achten müssen.

Ästhetische Augenchirurgie – Artikelübersicht:

Die Augen als Schönheitsmerkmal

Die Augen zählen zu einem der wichtigsten Schönheitsmerkmalen des Menschen überhaupt. Abhängig vom Schönheitsideal einer Kultur oder Region werden dabei unterschiedliche Ausprägungen genannt, doch die Attribute groß, rund und ausdrucksstark werden fast überall als ideal genannt, während hingegen die ideale Augenfarbe und Augenform doch sehr stark von regionalen Vorlieben beeinflusst ist.

Gerade die empfindliche Haut rund um unsere Augenpartie spiegelt unsren Lebensstil meist deutlich wider und ist empfänglich für „Alltagssünden“ aller Art. Stress, Umwelteinflüsse und genetische Faktoren führen zu mehr oder weniger starkem Erschlaffen des Bindegewebes rund um unsere Augen – und das sieht man.

Unsere Augen verraten zudem sehr viel über unseren aktuellen Gemüts- und Gesundheitszustand. Egal ob wir müde, traurig oder glücklich sind – unsere gesamte Ausstrahlung ist ganz stark von unseren Augen geprägt. Auch erste Alterserscheinungen zeigen sich oft rund um die Augen.

Doch was als zartes Lachfältchen begonnen hat kann mit den Jahren unansehnlich werden. Manchmal trüben auch Schlupflider im wahrsten Wortsinn unseren Blick und lassen uns oft älter aussehen als wir sind.

Es ist also kein Wunder, dass auch Schönheitsoperationen an und um die Augen mittlerweile zum fixen Repertoire der Ästhetischen Medizin im Allgemeinen und der plastischen Chirurgie im besonderen zählen.

Ästhetische Augenchirurgie: Medizin oder Kosmetik?

Die meisten augenchirurgischen Eingriffe in Zusammenhang mit Schlupflid & Co. erfolgen aus kosmetischen Gründen. Betroffene leiden unter dem „Hängen“ der oberen oder unteren Lider. Diese Hänge- oder Schlupflider lassen uns müde und erschöpft aussehen. Und das lässt uns oft älter wirken als wir sind.

Zu einer über das Ästhetische hinausgehenden gesundheitlichen Beeinträchtigung kann es in zweierlei Fällen kommen. Einerseits, wenn die hängenden Augenlider beginnen, das Gesichtsfeld einzuschränken und andererseits, wenn Betroffene unter dieser Einschränkung und/oder ihrem Aussehen so leiden, dass es zu psychischen Problemen kommt.

In solchen Fällen raten Ärzte oft von sich aus zu Lidkorrekturen oder anderen augenchirurgischen Eingriffen.

Ästhetischen Beeinträchtigungen rund ums Auge

Natürlicher Alterungsprozess oder ausgiebiges Feiern: Unsere Augenpartie verrät sehr viel über uns und allzu häufige kurze Nächte. Aber auch die Augenbrauen sind sehr wichtig für unser Erscheinungsbild. Doch welche ästhetischen Beeinträchtigungen rund ums Auge gibt es eigentlich?

Schlupflider

Beim Schlupflid handelt es sich um einen ausgeprägten Hautüberschuss am Oberlid. In manchen Fällen gibt es auch noch in der Augenpartie eingelagerte Fettpölsterchen, die das Erscheinungsbild des oberen Lids zusätzlich beeinträchtigen.

Unterlider (Tränensäcke)

Das, was man umgangssprachlich als „Tränensäcke“ kennt, sind letztlich ebenso Bindegewebsschwächen wie Schlupflider – nur eben am unteren Augenlid.

Das Auge ruht in einem Fettpolster, der von einem feinen Band gestützt und nach hinten gehalten wird. Mit zunehmendem Alter und Elastizitätsverlusts der Haut kann es passieren, dass sich zunehmend Fettpölsterchen nach vorne wölben.

Dann entsteht eine Schwellung des Unterlids, was man umgangssprachlich häufig als „Tränensack“ bezeichnet. In manchen Fällen kann es sogar zu Bildung von richtigen Hautwülsten unter dem Auge kommen.

Abgesunkene Augenbrauen (Pseudodermatochalasis)

Mit fortschreitendem Alter sinken als Ergebnis der nachlassenden Hautspannung bei vielen Menschen die Augenbrauen ab. Dies führt dazu, dass der Hautüberschuss am Oberlid zunimmt und als Schlupflid (noch) sichtbarer wird.

Augenchirurgische Behandlungen: Augenlidkorrektur, Lidstraffung, Tränensäcke & Augenschatten

Die Augenlidkorrektur (Ober- und Unterlidstraffung) zählt neben der Brustvergrößerung und der Fettabsaugung mittlerweile zu den häufigsten Schönheitsoperationen bei Frauen in Österreich und Deutschland. Zu den die häufigsten Augen Schönheits-OP’s zählen lidplastische Operationen wie Augenlidkorrektur, Lidstraffung und Faltenbehandlungen im Augenbereich mit Botox (Botulinum) und Hyaluronsäure. Weitere häufige Behandlungen sind Maßnahmen gegen verstärkte Tränensäcke, sowie Augenringe und Augenschatten.

Oberes Schlupflid

Bei Operationen gegen Schlupflider werden in der Lidfurche kleine Schnitte gesetzt, durch die zunächst das Fettgewebe – soweit vorhanden – entfernt wird. In Folge wird die überschüssige Haut weggeschnitten, und die Wunde dann – ein wenig straff – zusammengenäht.

Unterlider (Tränensäcke)

Auch hier werden im Zuge der Operation Fett und überschüssige Haut entfernt und die Lidhaut wird gestrafft.

Good to know: Die Straffung der Augenlider nennt man auch Blepharoplastrik.

Augenbrauen

Ziel dieses Eingriffes ist eine stabile Anhebung der Augenbraue. Dies kann vom Oberlid aus, oberhalb der Braue, von der Schläfe aus oder sogar vom Haaransatz her durchgeführt werden.

Obwohl bei dem Eingriff nur wenige Millimeter Haut angehoben werden, ist der Effekt unübersehbar. Der Blick wirkt nach der Behandlung wacher und offener – und damit nicht zuletzt sympathischer, was sich auch wieder psychisch positiv auswirkt.

Was gilt es für den Patienten zu beachten?

Einfache augenchirurgische Eingriffe, die primär ästhetische Gründe haben, sind meist unkompliziert. Sie werden in der Regel ambulant durchgeführt, die Heilungsphase ist kurz und im Allgemeinen gibt es keine Komplikationen.

Hier die wichtigsten Facts:

  • OP- Dauer: ca. 1 Stunde (max. 3 Stunden), Nahtentfernung nach ca. 1 Woche
  • Narkoseart: meist örtliche Betäubung, selten Dämmerschlaf oder Vollnarkose
  • Nachwirkungen: Schwellungen, Blutergüsse und leichte Schmerzen sind möglich
  • Risiken: Infektionen, Nachblutungen, Narbenbildung, Narkoserisiko

Voll ‚gesellschaftsfähig‘ ist ein Patient nach einem augenchirurgischen Eingriff nach ein bis zwei Wochen. In diesem Zeitraum sollte man sich keinesfalls übermäßig anstrengen geschweige denn Sport betreiben. Auch Sonnenlicht ist in jedem Fall zu meiden und generell ein gesunder Lebensstil angeraten (ausreichend schlafen, Augen nicht überanstrengen).

Wenn man sich an diese Regeln hält, kann das Ergebnis eines ästhetischen augenchirurgischen Eingriffs oft jahrelang vorhalten, ohne dass weitere Eingriffe notwendig sind.

Ästhetische Augenoperationen gehören mittlerweile zu den häufigsten „Schönheits – OPs“. Bemerkenswert ist zudem, dass bei Frauen häufiger eine Oberlidkorrektur – oft in Kombination mit einem Stirnlifting – vorgenommen wird, bei Männern sind hingegen die Unterlider und Tränensäcke die am häufigsten operierte Problemzone.

Ästhetische Operationen am Auge werden übrigens in der Regel von Augenärzten durchgeführt, aber auch plastische Chirurgen bieten entsprechende Eingriffe an. Wir empfehlen: Vertrauen Sie Ihrem Instinkt und gehen Sie zu dem Arzt, wo Sie sich am Wohlsten fühlen. Vorausgesetzt natürlich, dass er über die entsprechende Qualifikation verfügt.

Risiken

Es kann nicht oft genug betont werden, dass – wie bei jeder Operation – trotz größter Sorgfalt während und nach dem operativen Eingriff vereinzelt Komplikationen auftreten könenn. Dazu zählen vor allem Reaktionen auf das Betäubungsmittel (Narkoserisiko), Einblutungen in der Haut, vorübergehende Reizung der Bindehaut und/oder Hornhaut. Auch Schwellungen, Pigmentstörungen, Blutergüsse, entzündliche Reaktionen der Narben und Wunden, sowie Störungen des Lidschlusses oder Tränenflusses sind bei Über- bzw. Unterkorrektur möglich.

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Quelle: ¹ Oculus guide – Tränenwegs Operation

Fotohinweis: sofern nicht extra anders angegeben, Fotocredit by Fotolia.com

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