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So vermeiden Sie Augenschmerzen durch falsche Lichtverhältnisse

So vermeiden Sie Augenschmerzen durch falsche Lichtverhältnisse

Augenschmerzen durch falsche Lichtverhältnisse

Das Auge ist ein hochsensibles und empfindliches Organ, dem wir mitunter zu wenig Beachtung schenken. Künstliches Licht, Bildschirmarbeit und grelles Sonnenlicht sind eine ständige Belastung für unsere Augen. Als leicht verletzliche Teile unseres Körpers brauchen die Augen Schutz um das Sehvermögen zu bewahren und Beeinträchtigungen zu vermeiden. Dazu gehört auch eine wohl überlegte Lichtplanung mit innovativen Beleuchtungslösungen.

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Da der Sehsinn, bzw. Sehnerv ohne Licht nicht arbeitet, verwundert es nicht weiter, dass Licht und Auge eng miteinander verbunden sind. Leider auch im ungünstigen Sinne, denn bei unangenehmen Lichtverhältnissen leidet das Auge schnell darunter und Kopfschmerzen sowie Müdigkeit sind dann oft die Folge.

Wir haben uns daher die häufigsten Beschwerden, die mit der Beleuchtung in Zusammenhang gebracht werden etwas genauer angesehen und die wichtigsten Tipps zusammengefasst, damit Sie schnell und einfach die angenehmsten Lichtbedingungen für Ihre Augen schaffen.

Müde Augen aufgrund der falschen Beleuchtung

Müde Augen hat jede/r einmal, wenn man nur etwas zu lange am Computer gesessen, oder generell zu wenig Schlaf bekommen hat. Die Augen fühlen sich schwer an, müde eben, was sich zu trockenen, tränenden und schmerzenden Augen ausweiten kann. Ursache ist die Überbeanspruchung der Augen, die häufig auf schlechte Lichtverhältnissen zurückzuführen ist.

Vor allem häufige und langandauerne Computerarbeit kann zu tränenden Augen und Rötungen der Bindehaut führen.

Tipp: Brennende Augen vom Bildschirm abwenden

Zu lange, eintönige Bildschirmarbeit, ohne regelmäßig kurz vom Schirm wegzusehen, führt genau zu diesen müden Augen (auch Office Eye Syndrom genannt), die es zu vermeiden gilt. Dagegen hilft, von Zeit zu Zeit bewusst den Blick im Raum schweifen zu lassen und vermehrt kurze Pausen von der Bildschirmarbeit einzulegen.

Bildschirmarbeit: Blaulichtfilter, Tageslicht und Co.

Die Arbeit am Bildschirm ist eine häufige Ursache für Augen- und Kopfschmerzen, denn nur wenige achten darauf, die Bildschirmhelligkeit, bzw. -farbe zu optimieren, oder zu kontrollieren, ob die Deckenleuchte des Büros ein ordentliches Grundlicht wirft, ohne Spiegelungen und Reflexionen. Dabei wäre gerade am Arbeitsplatz eine ergonomische Beleuchtung von größter Wichtigkeit.

Tipp: Natürliche Lichtveränderungen simulieren

Ganz oft ist das prioritäre Problem das Bildschirmlicht. Es ist prinzipiell zu bläulich und passt sich nicht den Tageszeiten an, was logischerweise auch für Lampen gilt. Abhilfe schaffen da Blaulichtfilter, die man sich im Internet kostenlos downloaden kann. Das Programm ändert über den Tag verteilt kontinuierlich die Bildschirmfarbe. So strapaziert dieses Licht nicht so sehr die Augen und auch der Tagesrhythmus wird nicht so stark beeinträchtigt. Dieselbe Lösung gibt es im hochwertigen Leuchtenbereich (dynamisches Licht). Diese ist allerdings realtiv aufwändig und kostspielig. Wer allerdings viel Zeit vor dem Bildschirm verbringt, sollte auch diese Anpassung in Betracht ziehen.

Augenmigräne (ophthalmische Migräne) von zu hellem Licht

Stress, Schlafmangel, übermäßiger Alkoholkonsum und sehr helles Licht – alles Faktoren, die unter anderem Auslöser für einen Augenmigräneanfall sein können. Dabei kommt es zu Einschränkungen des Gesichtsfeldes (Skotom), Auftreten von Lichtblitzen, Lichtempfindlichkeit und allgemeinen Sehstörungen, dazu treten oftmals auch noch Augenschmerzen, Kopfschmerzen und Schwindelgefühle auf. Vor allem beim ersten Mal ist ein Augenmigräne-Anfall äußerst beängstigend, schließlich können Betroffene zeitweise kaum etwas sehen. Doch obwohl das bedrohlich wirkt, steckt in den meisten Fällen keine ernsthafte Erkrankung dahinter. Und wer die Auslöser kennt, kann die Augenmigräne-Attacken minimieren oder sogar verhindern.

Hinter den Attacken, die zumeist nur fünf bis zehn Minuten andauern, vermuten Mediziner eine Fehlregulation der Blutgefäße im Gehirn, die genauen Ursachen sind allerdings bislang unbekannt.

Tipp: Grelles Licht vermeiden

Damit es aber nicht dazu kommen muss, sollte man auf jeden Fall vermeiden in zu stechendes Licht zu blicken. Das gilt nicht nur für jene, die oft an Migräneanfällen leiden, sondern generell, denn nicht nur ophthalmische Migräne wird von blendendem Licht ausgelöst, sondern die Augen werden dadurch einfach grundsätzlich belastet.

Lichtempfindlichkeit (Photophobie) – Ursachen und Gegenmittel

Lichtempfindlichkeit ist Begleiterscheinung ganz vieler Beeinträchtigungen rund ums Auge: trockene Augen (Sicca-Syndrom), Entzündungen des Auginneren (Uveitis), Hornhautentzündung (Keratitis), etc. Daher sind auch die Behandlungsmöglichkeiten ganz unterschiedlich. Die Lichtempfindlichkeit kann sozusagen als Abwehrreaktion des Auges gesehen werden, damit das Auge tendenziell geschlossen bleibt und geschont wird.

Sie wird auch bei starkem künstlichen Licht, bei mangelnder Augenhygiene, Stress oder mangelndem Schlaf ausgelöst. Der Augapfelnerv sendet dann verstärkte Lichtimpulse ans Gehirn, das dann sozusagen die Information zurückgibt, dass das Licht heller sei, als es eigentlich ist und das verursacht beim Blick in das eigentlich gewöhnlich helle Licht stechende Schmerzen am Augapfel und häufig zusätzlich Kopfschmerzen.

Tipp: Auf die Augen hören und Lichtempfindlichkeit nicht ignorieren

Lichtempfindlichkeit sollte man nicht einfach so umgehen, denn mit der Empfindlichkeit zeigt der Körper eigentlich, dass er gerade kein Licht verträgt. Helle Räume sollte man also meiden, oder eine Sonnenbrille tragen. Am besten sind dann natürlich diffus, indirekt beleuchtete Räume, eventuell mit einer Lampe mit Dimmer. Halten die Beschwerden länger an, ist ein Besuch beim Arzt angebracht.

Verblitzung – überangestrengte Augen durch UV-B-Strahlung

Verblitzung ist unter vielen Namen bekannt: Schneeblindheit, Sonnendbrand auf dem Auge, Photoconjunctivitis, oder -keratitis. Sie entsteht, wenn man sich im Schnee, oder am Strand aufhält, ohne einen UV-Augenschutz zu tragen. Das Sonnenlicht inklusive UV-B-Strahlen wird über die hellen Flächen nämlich reflektiert und trifft die Augen fast genauso, als schaue man direkt in die Sonne.

Die Strahlung greift dann die Hornhaut an und kann Erosionen verursachen, was in weiterer Folge sogar zu Entzündungen, oder Geschwüren werden kann. Für gewöhnlich kann man sich aber gegebenenfalls mit einer Augensalbe helfen, wenn die Beschwerden nicht sogar von alleine vergehen.

Bei Verblitzung spürt man nach einigen Stunden starke beidseitige Augenschmerzen, man hat ein Fremdkörpergefühl im Auge und leidet auch hier unter Lichtempfindlichkeit und tränenden Augen.

So geht’s: Zu viel des Guten unbedingt vermeiden

Sonnenbrillen dürfen nicht nur deshalb getragen werden, weil sie gut aussehen. Sie schützen auch die Augen, eben beispielsweise vor Verblitzung. Allerdings ist man auch im Innenraum nicht vor zu viel Licht gefeit. Eine gesunde Beleuchtung umfasst auch, dass man Spiegelungen meidet. Das bedeutet, dass man Sonnenlicht meiden sollte, das von spiegelnden Flächen gebündelt weitergegeben wird. Auch so wird das Auge überstrapaziert, wodurch der übliche Druck oder ein Brennen der Augen verursacht werden können.

Resümee

Flimmern vor den Augen, stechender Schmerz beim Bewegen der Augen, oder Sehbeeinträchtigung: All das kann mit der falschen Beleuchtung zusammenhängen. Zu helles Licht, oder die falsche Lichtfarbe wirkt sich allgemein auf unseren Organismus aus und sind oft direkt für Schmerzen, zumeist der Augen, verantwortlich – sind diese doch das Sinnesorgan, das das Licht aufnimmt.

Zum Glück kann man dem mit veränderten Lichtverhältnissen entgegenwirken, denn auf das Kunstlicht hat man fast uneingeschränkten Einfluss. Und ist einmal das Tageslicht zu hell, ist eine Sonnenbrille mit UV-Filter zum Schutz der Augen unerlässlich.

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Philip Platino

Autor:

Philip Platino leitet mit viel Engagement das Südtiroler Beleuchtungsunternehmen Platinlux. Mit langjähriger Erfahrung und großer Zuverlässigkeit hat sich das italienische Familienunternehmen am Beleuchtungsmarkt einen Namen gemacht. Philip Platino legt als Unternehmer größten Wert auf den guten Umgang mit Kunden sowie auf eine professionelle Beratung.

Quellen:

¹ Platinlux Deckenleuchten
² Augenmigräne: Wenn man seinen Augen nicht mehr trauen kann

Linktipps:

– Computer, Fernsehen & Co.: Bewährungsprobe für die Augen
– Wie gesund ist ihr Arbeitsplatz?
– Ergonomie am Arbeitsplatz – die „richtige“ Büroeinrichtung
– Sehschwächen korrigieren – Durchblick mit der richtigen Brille
– Ganzjähriger Schutz: Tipps zum Kauf einer Sonnenbrille

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Kave Atefie





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