Ganzjähriger Schutz: Tipps zum Kauf einer Sonnenbrille

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Tipps zum Kauf einer Sonnenbrille

Die meisten Menschen holen ihre Sonnenbrille zum Vorschein, wenn sich die Badesaison ankündigt. Dabei ist dieses Produkt mehr als ein Accessoire für den Sommer. Sonnenbrillen leisten das ganze Jahr einen wichtigen Beitrag zum Schutz der Augen. Besonders wichtig ist der UV-Filter, der die Augen vor ultravioletter Strahlung schützt. Die Farbe und der Tönungsgrad der Gläser sagt allerdings gar nichts über den UV-Schutz aus. Um Irrtümern vorzubeugen haben wir die besten Tipps zur Wahl einer passenden Sonnenbrille zusammengefasst.

Wenn die Temperaturen über die 20-Grad-Marke klettern und der Himmel nicht länger bewölkt ist, beginnt die Sonnenbrillensaison bei den meisten Menschen. Ein großes Problem, denn die Sonne strahlt ganzjährig UV-Strahlen aus, die unsere Augen beeinflussen. Aus diesem Grund sollten Sonnenbrillen nicht nur im Sommer getragen werden, sondern zu jedem Zeitpunkt, wenn die Sonne sich von ihrer strahlenden Seite zeigt.

Sonnenstrahlung auch im Winter nicht unterschätzen

Ausgerechnet im Winter sind die meisten Menschen ohne Sonnenbrille unterwegs. Dabei benötigen wir diesen Schutz insbesondere in der kalten Jahreszeit. Im Sommer wirken Blätter und Grasflächen wie ein Schutz gegen Lichtstrahlung, die reflektiert wird. Im Winter fehlt diese nicht nur, sondern Reflexionen werden durch Schnee, Eis, Nebel und Nässe sogar verstärkt. Gerade Wintersportler riskieren, an Schneeblindheit zu erkranken, wenn sie keine Sonnenbrille tragen.

Augen ohne den Schutz einer Sonnenbrille werden nicht nur geblendet, sondern auch ultravioletter Strahlung (UV-Strahlen) ausgesetzt. Um Augenschäden zu vermeiden, sollte man im Winter daher eine Sonnenbrille mit Blendschutz tragen. Als Faustregel gilt: Je dunkler die Tönung des Glases, desto besser der Blendschutz.

Die Farbe und die Tönung sagt aber nichts über den UV-Schutz aus. Sie reduziert lediglich das für das Auge sichtbare Licht. Laut dem Brillenhersteller Fielmann ist das CE-Zeichen, welches sich auf der Bügelinnenseite befindet, ein Indiz für UV-Schutz, belegt aber nur, dass die Sonnenbrille den grundlegenden Sicherheitsanforderungen von EU-Richtlinien entspricht.¹

Die Experten empfehlen jedenfalls einen UV-Schutz von 380 bis 400 Nanometern (nm); teurere Modelle sind auch in der Lage, den Blaulichtwellenlängenbereich (400–470 nm) zu absorbieren.

Hinweis: Tests in Laboren haben gezeigt, dass UV-Strahlung meist nur unter 360 Nanometer zu 100 Prozent absorbiert wird.² Deshalb ist beim Kauf von Sonnenbrillen auf hochwertige Modelle zu achten, die die versprochenen Werte erreichen.

Neben der Farbe und Tönung der Gläser, spielt auch die Größe der Gläser und die Passform eine wichtige Rolle. Vor allem bei Sonnenbrillen für den Sport ist sie ein wichtiges Kriterien für den Rundumschutz der Augen vor ultravioletter Strahlung. Schließlich kann das Licht kann auch von der Seite aufs Auge treffen, eine gute Passform kann dies verhindern und zudem auch vor Pollen und anderen Allergenen schützen, da Brillenmodelle mit leicht gebogenen Brillengläsern diesen weniger Angriffsfläche bei Allergien bieten und den Augenkontakt drastisch reduzieren.
Weitere Qualitätskriterien für Sonnenbrillen im Outdoorbereich sind Kratzresistenz, Bruchsicherheit und Flexibilität.

Die Farben der Gläser (Tönungen)

Wenngleich die Farben der Gläser keinen Aufschluß über den UV-Schutz geben, so haben sie doch eine unterschiedliche Wirkung auf das Auge und die Wahrnehmung. Braune, graue und grüne Gläser sind am häufigsten, da sie den den Farbeindruck aber am wenigsten verfälschen. Gelb getönte Brillengläser wiederum erhöhen den Kontrast, was beim Skifahren bei trüber Sicht und nachts beim Autofahren praktisch ist, da Farbabstufungen, Verkehrsschilder und Konturen anderer Fahrzeuge besser erkannt werden können. Nachteil: Sie lassen viel UV-Licht durch und sind daher als Sonnenbrillen, die über einen längeren Zeitraum getragen werden weniger gut geeignet.

Orangefarbene Gläsern sind hingegen auch am Tag gut tragbar, denn sie bieten ausreichen UV-Schutz, verstärken Kontraste und lassen die Umgebung dreidimensionaler erscheinen. Sie eignen sich daher wunderbar für Aktivitäten im Freien, zum Beispiel Wanderungen oder Klettertouren. Durch die kontrastverstärkende Wirkung werden orange getönte Brillengläser häufig bei Skibrillen verarbeitet.

Sonnenbrillen für verschiedene Einsatzbereiche

Universelle Sonnenbrillen für jeden Zweck gibt es nicht. Beliebt sind durchaus Modelle für den Alltag. Spätestens, wenn man aber Winter- oder Sommersport betreiben möchte, sind spezielle Brillen notwendig.³ Einer Studie der European Sunglass Association zufolge besitzen immerhin zwei Drittel aller Europäer eine Sonnenbrille; nur 16 Prozent der Verbraucher besitzen zwei Modelle.

Folgende Einsatzbereiche gibt es für Sonnenbrillen:

  • Zum Autofahren oder Angeln sind grüne, graue oder braune Gläser geeignet. Sie verfälschen die Farbwahrnehmung kaum. Autofahrer sollten sich zudem für polarisierende Gläser entscheiden, die Reflexionen reduzieren.
  • Mountainbiker und Golfer benötigen eine Brille mit Schutz gegen Steinchen, Fahrtwind sowie Insekten. Golfsportler wählen häufig kontraststeigernde Gläser, die Konturen schneller erkennbar machen.
  • Zum Skifahren und Bergsteigen eignen sich Gläser mit farbigen Beschichtungen in Gold oder Silber. Diese Brillen können aufgrund der entspiegelten Innenseite für Ermüdung sorgen, sodass sie nicht zu lange getragen werden sollten.

Optische Sonnenbrille mit Sehstärke

Brillenträger wollen zu jeder Zeit an jedem Ort ungestört ihren Hobbys nachgehen, ohne ihre Augen der Sonne auszusetzen oder geblendet zu werden. Für diesen Zweck gibt es spezielle Sonnenbrillen mit Sehstärke. Optiker passen die Gläser der Sonnenbrille der Lese- oder Fernstärke an. Je größer die Sehbehinderung, desto höher sind im Regelfall die Kosten für das Material.

Sonnenbrillen mit Sehstärke sind, genauso wie normale Sonnenschutzbrillen, in verschiedenen Formen und Farben erhältlich. Erneut sollten die Brillen für den passenden Einsatzzweck gewählt werden, damit sie optimalen Schutz und maximalen Komfort bieten.

Sonnenbrille für Kontaktlinsenträger und Kinder

Kontaktlinsenträger sollten auf eine Sonnenbrille nicht verzichten. Zwar gibt es inzwischen Modelle mit integriertem UV-Schutz, jedoch schützt er nur den Augenbereich, den die Linse verdeckt. Eine Sonnenbrille hat den Vorteil, dass sie gegen seitliche Blendung, Wind und Zugluft sowie Insekten schützt. Wichtig ist, dass die Sonnenbrille in Kombination mit den Kontaktlinsen die Sicht nicht verzerrt.

Sonnenbrillen für Kinder müssen besonders viele Anforderungen erfüllen, denn die Kleinen befinden sich noch in vollem Wachstum; ihre Augen sind deshalb besonders empfindlich und durchlässiger für Sonnenlicht. Da die Kleinen mit ihren Sonnenbrillen nicht immer zimperlich umgehen, sollten Eltern sich für bruchfeste Kunststoffmaterialien entscheiden.

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Quellen:

¹ Brillenhersteller Fielmann: Sonnenbrillen
² UV-Schutz von Sonnenbrillen
³ TÜV Rheinland AG testet Sonnenbrillen auf Ihren UV-Schutz

Linktipps

– Optische Skibrillen – neue Optionen für Brillenträger
– Computer, Fernsehen & Co.: Bewährungsprobe für die Augen
– Sehschwächen korrigieren – Durchblick mit der richtigen Brille
– Schneeblindheit

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