Klassische Akupunktur

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Akupunktur

Die ersten schriftlichen Aufzeichnungen über Akupunktur sind ungefähr 3000 Jahre alt. Im 17. Jahrhundert nach Europa verbreitet und unserer Medizin zugänglich gemacht, erleben wir durch die Akupunktur die Heilung chronischer Krankheiten und Schmerzen.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) gibt Indikationen für Akupunktur u.a. in folgenden Bereichen an:

  • Erkrankungen des Atmungssystems (z.B. akute Nasennebenhöhlenentzündung)
  • gastrointestinale Störungen (z.B. chronischen Magengeschwüren)
  • Bronchialasthma
  • neurologische Störungen (z.B. nach Schlaganfällen)
  • Augenerkrankungen (z.B. zentrale Retinitis)
  • muskuloskeletale Erkrankungen (z.B. Zervikobrachial-Syndrom)
  • Erkrankungen im Mundbereich (z.B. Gingivitis)

Wer besser nicht akupunktiert werden sollte

  • Menschen mit Erkrankungen der Haut
    (Ekzeme, Nesselsucht, Dermatitis usw.)
  • Menschen mit bestimmten Nervenkrankheiten und Sensibilitätsstörungen der Haut (zum Beispiel Polyneuropathien mit eingeschränktem Schmerzempfinden an den lokal betroffenen Stellen)
  • Menschen mit schweren psychischen Störungen (zum Beispiel Schizophrenie, Manie, Wahn)
  • Epileptiker (wegen der Gefahr eines epileptischen Anfalls)
  • Menschen mit bestimmten Tumorarten
  • Menschen mit einem schlechten Allgemeinzustand
  • Babys und kleine Kinder

Ob mit Nadel oder Laser, die Wirkung ist oft verblüffend. Schon Säuglinge können mit Laserakupunktur behandelt werden, da diese Therapie völlig schmerzfrei ist. Der Wirkungsmechanismus der Akupunktur erklärt sich unter anderem dadurch, dass ein Reiz an der Körperoberfläche – das Setzen einer Nadel oder des Lasers an einem Akupunktur-Punkt – reflektorisch eine Wirkung im Inneren oder einer anderen Stelle des Körpers hervorruft. Diese Wirkungen sind bereits wissenschaftlich erforscht und nachgewiesen. Ursprünglich wurde die Akupunktur-Behandlung nur an wenigen Körperstellen vorgenommen. Heute spricht man von Meridianen, welche – ähnlich den Breiten- und Längengraden der Weltkugel – den Menschen wie ein Netz umgeben und auf denen mehrere hundert Akupunktur-Punkte liegen. Die Traditionelle Chinesische Medizin (kurz TCM genannt) ermöglicht es mit Puls- und Zungendiagnose Aussagen über den energetischen Zustand der Meridiane und dadurch des jeweiligen Patienten zu machen. Diese Diagnosen sind Kriterium für die Auswahl der Akupunktur-Punkte. Nach der Vorstellung der Chinesen soll so der in den Organen gestörte Energiefluß im Sinne von Yin und Yang normalisiert werden.

Ursprünglich wurde die Akupunktur-Behandlung nur an wenigen Körperstellen vorgenommen. Heute spricht man von Meridianen, welche – ähnlich den Breiten- und Längengraden der Weltkugel – den Menschen wie ein Netz umgeben und auf denen mehrere hundert Akupunktur-Punkte liegen. Die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) ermöglicht es mit Puls- und Zungendiagnose Aussagen über den energetischen Zustand der Meridiane und dadurch des jeweiligen Patienten zu machen.

Die meisten der über 700 Akupunkturpunkte sind entlang der Meridiane angeordnet. Es gibt zwölf Hauptmeridiane, die jeweils spiegelverkehrt auf beiden Körperseiten paarig angelegt sind, 8 Extrameridiane und eine Reihe von so genannten Extrapunkten. Nach Meinung der Anhänger der Traditionellen Chinesischen Medizin wird durch das Einstechen der Nadeln der Fluss des Qi beeinflusst.

Eine eigenständige Spezialform ist mittlerweile auch die Ohr-Akupunktur. Bei dieser muss man sich den gesamten Körper – ähnlich wie bei den Fußreflexzonen – auf das Ohr projeziert vorstellen. Auch hier können jedes Organ und viele Störungen therapiert werden. Die chinesische Medizin hilft jedoch nicht nur bei bereits bestehenden Schmerzen. Sie beugt Krankheiten auch ganz im Sinne unserer Vorsorgemedizin vor. So können durch die rechtzeitige Kenntnis selbst geringer Befindlichkeitsstörungen Krankheiten am Entstehen gehindert werden.

Einsatzbereiche

Als mittlerweile anerkannte Hauptindikation für eine Akupunkturbehandlung gelten (chronische) Schmerzen, wenn kein morphologischer (z.B. Tumor) Befund vorliegt. Aber auch die Linderung von Beschwerden bei Pollinosis (Heuschnupfen) und die Anwendung in der Gynäkologie zur Geburtsvorbereitung, bei Schwangerschaftserbrechen und Regelbeschwerden sind erfolgversprechende Indikationen.

Die Akupunktur-Therapie hilft also bei chronischen Erkrankungen und Schmerzzuständen, wie z.B. Neuralgien, Migräne, Magen- und Darmerkrankungen, chronischen Nasennebenhöhlenentzündungen und Rückenschmerzen. Ebenso bietet die Akupunktur auch Unterstützung bei der Rauchentwöhnung und Gewichtsreduktion.

Weiters gilt laut US-Organisation National Institutes of Health die Wirksamkeit von Akupunktur in folgenden Bereichen als gut belegt:

  • Übelkeit nach Chemotherapie
  • Übelkeit während der Schwangerschaft
  • Übelkeit nach Operationen
  • Zahnschmerz

Menschen mit niedrigem Blutdruck bzw. Kollapsneigung sollten während der Akupunkturbehandlung liegen und sich danach eine Weile ausruhen.

Sowohl Befürworter als auch Gegner der Akupunktur warnen davor, bei schwerwiegenden Erkrankungen wie Krebs, Multiple Sklerose, Schlaganfall Akupunktur anzuwenden, da dies Kontraindikationen sind und die Krankheit durch die fördernde Wirkung der Akupunktur noch verschlimmern können.

Die Übernahme der Kosten für die Akupunkturbehandlung seitens der gesetzlichen Krankenkassen ist in Österreich je nach Bundesland unterschiedlich.

AKUPUNKTEURE IN ÖSTERREICH

Über diesen Link finden Sie die Namen der geprüften Ärztinnen und Ärzte, welche nach Prüfung durch die Österreichische Wissenschaftliche
Ärztegesellschaft für Akupunktur Diplom für Akupunktur besitzen.

Informationsstellen:
Österreichische Akupunktur-Gesellschaft
Kaiserin Elisabeth-Spital
Huglgasse 1-3, A-1150 WIEN
Tel.: 43-1-98104-5758 Fax.: 43-1-98104-57590

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