Die Schröpftherapie: einfach, aber wirkungsvoll

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Die Schröpftherapie: einfach, aber wirkungsvoll

Als Schröpfen bezeichnet man jenes Naturheilverfahren, bei dem zur Therapie Schröpfköpfe verwendet werden. Schröpfen zählt zu den traditionellen Heilmethoden, bei denen zwar keine Medikamente eingesetzt werden müssen, die aber trotzdem eine wirksame Waffe der Naturheilmedizin im Kampf gegen viele Beschwerden oder Störungen sind.

Wie funktioniert die Schröpftherapie?

Bei der Schröpftherapie wird mittels Schröpfgläsern, in denen ein Unterdruck erzeugt wird, eine Ausleitung von Schadstoffen über die Haut angestrebt. Deshalb wird es zu den Hautreizmethoden gerechnet.

Ziel des Schröpfens ist es, die Selbstheilungskräfte des Organismus zu stärken bzw. in Gang zu setzen. Man unterscheidet grundsätzlich drei Schröpfmethoden.

Dazu zählen:

  • das unblutige (trockene) Schröpfen
  • die Schröpfmassage
  • das blutige (nasse) Schröpfen

Ausleitende Verfahren bieten die Möglichkeit, direkt auf sogenannte Verschlackungen, d.h. Störungen der Reflexpunkte bzw. -areale einzuwirken und so die Selbstregulation des Körpers anzuregen. Schröpfzonen finden sich am Rücken und dienen sowohl der Diagnostik als auch der Therapie. Trockenes Schröpfen dient der Kräftigung einer Stoffwechselfunktion in Reflexzone und Haut sowie der Krampflösung. Beim blutigen Schröpfen werden an bestimmten schmerzhaften Stellen des Rückens kleine Mengen gestauten Blutes entzogen, was oft zur Behebung chronischer, therapieresistenter Rückenschmerzen führt. Diese Methode des Schröpfens darf nur in einer Arztpraxis durchgeführt werden.

Bei folgenden Beschwerden kann Schröpfen Linderung bringen:

  • Erkältung
  • Verdauungsprobleme
  • rheumatische Erkrankungen
  • Entzündung der Harnwege, Zyklusstörungen
  • Grippe, Asthma bronchiale, Bronchialkatharr
  • Halsschmerzen
  • Migräne und Kopfschmerzen
  • Kreislaufstörungen, Herz-Kreislauferkrankungen
  • Celullitis

Schröpfen richtig angewendet ist unschädlich und löst auch keine ungünstigen Nebenwirkungen aus. Die Erfolge sind beeindruckend und zeigen sich rasch, denn der Körper reagiert auf das Schröpfen am richtigen Ort innerhalb von Stunden.

Das Schröpfen ist keine alles heilende Therapie. Aber oft wird die gezielte Anwendung des Schröpfens allein ausreichen, die Störungen zur Norm zurückzuführen. In anderen Fällen kann das Schröpfen neben weiteren bewährten Methoden und dem Einsatz wirksamer Medikamente eine wesentliche unterstützende Rolle spielen oder den Verbrauch an Medikamenten reduzieren.

Auch wenn die Anwendung einfach ist, so gilt auch hier vorher auszuschließen, dass hinter den Beschwerden eine ernsthafte Krankheit steckt, die eventuell völlig anders therapiert werden muss. Deshalb gehört das Schröpfen, wie jede andere Heilmethode auch, in die Hände erfahrener Therapeuten. Man darf die Schröpfköpfe z. B. nicht über großen Gefäßen, wie der Halsschlagader ansetzen. Auch am Bauch direkt über den Eingeweiden ist Vorsicht geboten.

Unser Tipp: Es gibt Schröpfköpfe-Sets auch für den Heimgebrauch. Am besten geeignet sind Schröpfköpfe aus Glas mit einem Gummisaugball, denn sie können auch leicht gereinigt und desinfiziert werden, außerdem sind diese Schröpfköpfe meist wesentlich billiger als aufwändigere Vakuumpumpsysteme. Für die Verwendung von Schröpfköpfen ist es unerlässlich, die richtigen Setzpunkte am Körper zu kennen, holen Sie sich daher im Zweifelfall medizinischen Rat vom Arzt Ihres Vertrauens.

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