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Wie Sie Kopfläuse rasch wieder loswerden

Wie Sie Kopfläuse rasch wieder loswerden

Kopfläuse rasch loswerden

Besonders im Herbst und im Frühling haben Kopfläuse Hochsaison. Tausende Schul- und Kindergartenkinder sind Jahr für Jahr betroffen, oft sogar mehrmals. Kopfläuse treten trotz bester hygienischer Bedingungen auf. Sie leben rund einen Monat lang, stechen alle 2-3 Stunden zu und saugen Blut. Wer Kopfläuse bekämpfen muss, wünscht sich oft nichts mehr, als die lästigen Tierchen schnell loszuwerden. Österreichs Schulärztinnen und Schulärzte haben uns die besten Tipps verraten, wie Sie die Plagegeister schnell und nachhaltig loswerden.



Wie Sie Kopfläuse rasch wieder loswerden – Artikelübersicht:

Besonders in der Altersgruppe der 5-12-Jährigen sind Läuse häufig. In diesem Alter werden die Köpfe beim Spielen oft eng zusammengesteckt und die 0,2-3 mm großen Läuse krabbeln von Kopf zu Kopf. „Die Tierchen sind zwar nicht gefährlich, aber ungemein lästig. Sobald bei Ihrem Kind, in seinem Freundeskreis oder bei Schul- und Spielkameraden Läuse entdeckt werden, gilt es schnell zu reagieren“, so Dr. Glazer: „Ein Kind kann wieder in die Schule gehen, sobald es sorgfältig mit Anti-Läuse-Mittel behandelt wurde. Auch danach sollten Eltern die Kopfhaut allerdings regelmäßig kontrollieren“.


Lausige Irrtümer – neue Erkenntnisse

„Läuse werden immer noch mit mangelnder Hygiene in Verbindung gebracht. Das ist ein Irrtum – auch auf dem saubersten Kopf fühlen sich Läuse wohl“, erklärt Glazer. Auch ist eine Übertragung durch Polstermöbel, Kopfkissen, Autositze oder Plüschtiere entgegen häufiger Befürchtung äußerst unwahrscheinlich, da die Läuse abseits des Kopfes und ohne regelmäßige Blutmahlzeiten schon innerhalb weniger Stunden vertrocknen. Eine aufwendige Reinigung der gesamten Umgebung ist nicht nötig!

Auch das früher oft empfohlene Einfrieren von Kuscheltieren und Wollkleidung oder das einwöchige Aufbewahren in verschlossenen Plastikbeuteln muss nicht sein, da die Läuse oder Nissen auch ohne diese aufwendige Prozedur rasch absterben. Durch Bürsten oder Kämme können Läuse allerdings unmittelbar von Kopf zu Kopf übertragen werden. Diese sollten daher gründlich von Haaren befreit und gereinigt werden.

„Viele veraltete Ratschläge, wie z.B. das Einfrieren von Stofftieren oder ein gesamter Wohnungsputz, halten sich hartnäckig und bedeuten für die Familie viel Stress“, weiß Dr. Judith Glazer, Präsidentin der Gesellschaft der Schulärztinnen und Schulärzte Österreichs, aus vielen Anfragen verzweifelter Eltern. „Dieser Aufwand ist nach heutigem Wissensstand aber gar nicht nötig“.

Ab sofort steht aktuelles Schulmaterial zum Thema Läuse zur Verfügung, das von Schulen österreichweit kostenlos online angefordert werden kann unter www.schulaerzte.at.


Tipps & Tricks zur schnellen Kopflausbekämpfung

  • Wenn Sie bei Ihrem Kind Läuse entdecken, behandeln Sie es umgehend mit einem Anti-Läuse-Mittel.
  • Kinderfreundlich sind insektizidfreie Mittel auf physikalischer Basis mit kurzen Einwirkzeiten (15 Minuten). Fragen Sie in Ihrer Apotheke nach.
  • Kontrollieren Sie auch alle anderen Familienmitglieder sorgfältig auf Lausbefall und behandeln Sie betroffene Familienmitglieder ebenfalls umgehend – am besten am selben Tag.
  • Die nach einer Behandlung in den Haaren verbleibenden Nissen (Eier) sind in der Regel abgestorben. Sie können mit einem Nissenkamm entfernt werden.
  • Durch die gemeinsame Verwendung von Haarbürsten oder Kämmen können Läuse direkt von Kopf zu Kopf weitergegeben werden. Entfernen Sie alle Haare aus Kämmen und Bürsten und reinigen Sie diese gründlich.
  • Kontrollieren Sie danach weiterhin regelmäßig die Kopfhaut. Führen Sie, wenn nötig, nach etwa einer Woche eine neuerliche Behandlung durch.
  • Benachrichtigen Sie alle engen Kontaktpersonen (Freunde, Betreuungspersonen u. a.) bzw. Schule, Kindergarten etc., damit auch diese rechtzeitig Maßnahmen ergreifen können.
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  • Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Bei allem Ärgernis, den ein Lausbefall mit sich bringt: bleiben Sie ruhig und schießen Sie nicht mit Kanonen auf Spatzen. Da keine Methode mit 100%iger Garantie wirkt, sollten verschiedene Behandlungen unbedingt kombiniert und über einen längeren Zeitraum hinweg angewendet werden.

In Apotheken und Drogerien gibt es zahlreiche Shampoos, Sprays, Lösungen oder Lotionen. Die meisten enthalten allerdings chemische Insektizide wie Malathion, Permethrin und andere Pyrethroide oder sogar Lindan. Diese Wirkstoffe reizen Augen und Schleimhaut, können Allergien auslösen und bei empfindlichen Personen auch Asthma- oder Krampfanfälle oder Nervenschädigungen hervorrufen; bei Läusen dagegen wurden schon Resistenzen beobachtet.

Sie sollten diese Mittel mit Bedacht auf die eigene Gesundheit – wenn überhaupt – nur vorsichtig und in gut belüfteten Räumen verwendet werden. Sprays sind grundsätzlich abzulehnen, weil die Wirkstoffe unkontrolliert verteilt und eingeatmet werden.

Möbelstücke wie Sofas und Teppiche sollten mit einem Staubsauger gründlich abgesaugt werden. Übertriebener Aktionismus, wie der Einsatz von Insektiziden oder Desinfektionsmitteln ist auch hier überflüssig und schadet mehr als es hilft.

ACHTUNG: Behalten Sie im Hinterkopf, dass eine erfolgreiche Behandlung nicht vor einer neuerlicher Ansteckung schützt!

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Quellen:

– Gesellschaft der Schulärztinnen und Schulärzte Österreichs
– www.umweltberatung.at

Linktipps:

– Kopfläuse bei Kindern: kein Grund zur Panik!
– Kleiderläuse
– Filzläuse