Was Teebaumöl kann – und was nicht

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Was Teebaumöl kann - und was nicht

Fotocredit: Chelsea Shapouri | Unsplash

Teebaumöl ist ein natürliches Destillat und ein echtes Allroundmittel. Wegen seiner desinfizierenden, wundheilenden und juckreizhemmenden Wirkung ist es ein beliebtes Hausmittel bei diversen Beschwerden und wird in Form von Inhalationen, Mundspülungen oder Fußbädern eingesetzt.

Auch in der Aromatherapie, als Konservierungsmittel in selbstgemachten Kosmetika und als Putzmittel gegen Schimmelbildung wird es oft verwendet. Dennoch gilt es bei der Anwendung gewisse Punkte zu beachten und zuvor die Verträglichkeit zu prüfen um Hautirritationen oder Kontaktallergien zu vermeiden.

Was Teebaumöl kann – Artikelübersicht:

Heutzutage greifen wir schnell zu chemischen Putzmitteln oder lassen uns vom Arzt Medikamente verschreiben. Doch unsere Großmütter schenkten ihr Vertrauen allerlei natürlichen Hausmitteln, die uns auch heute noch mit ihrer Effektivität überzeugen: Latschenkiefernöl etwa, stoppt Husten und Erkältungen und Zwiebeln sind nicht nur eine würzige Zutat im Essen, sondern sie helfen auch gegen Ohrenschmerzen.

Ein weiteres altbekanntes Hausmittel, das seinen Weg von Australien nach Europa gefunden hat, ist Teebaumöl. Das ätherische Öl ist ein reines Naturprodukt und wird durch Wasserdampfdestillation der Blätter und Zweige des australischen Teebaumes gewonnen.

Positive Wirkung von Teebaumöl

Das beliebte Hausmittel stammt aus Teebäumen, die in Australien beheimatet sind. Mit der Hilfe von Wasserdampf wird ein ölhaltiges Destillat aus den Blättern und Zweigspitzen gewonnen. Dieses besteht hauptsächlich aus Terpinen und Cineol. Diesen einzigartigen Inhaltsstoffen haben wir es auch zu verdanken, dass Teebaumöl so vielseitig einsetzbar ist.

So wirkt das Öl beispielsweise entzündungshemmend und antibakteriell und wird aus diesem Grund häufig bei Hautproblemen verwendet. Nur wenige Tropfen reichen bereits aus, um Warzen, Hautunreinheiten und Furunkeln den Garaus zu machen. Das liegt in der außergewöhnlichen Zusammensetzung des Öls begründet.

Weiterhin ist es aber auch sehr effektiv gegen Pilzinfektionen – sowohl im Intimbereich als auch an den Fußnägeln – und kann auch die Wundheilung fördern.

Anwendungsmöglichkeiten von Teebaumöl

Wie bereits angesprochen, ist das Teebaumöl ein wahres Allroundmittel, das in vielen Bereichen Anwendung findet. Neben dem Einsatz im gesundheitlichen und medizinischen Sektor hat sich das Teebaumöl mittlerweile auch als kosmetisches Produkt und als Putzmittel etablieren können.

Teebaumöl in der Kosmetik

Das ätherische Öl ist besonders für die Haarpflege geeignet. Denn trotz intensiver Hege können wir es nicht vermeiden, dass unsere Talgdrüsen und Poren verstopfen. Dies liegt häufig an Hautschuppen, Schweiß oder Überbleibseln von Pflegeprodukten. Dadurch bedingt können Schuppen, Hautreizungen und fettige Haare auftreten.

Probleme wie diese sind nicht nur unangenehm, sondern können Menschen auch in tiefe Scham versetzen. Anstatt erneut zu chemischen Pflegeprodukten zu greifen, bietet es sich an, Teebaumöl verdünnt (!) in die Kopfhaut einzumassieren. Nach nur wenigen Tagen werden sich schon die ersten Erfolge bemerkbar machen.

Weiterhin eignet sich das Teebaumöl auch für die Aufrechterhaltung der Mundhygiene. Als verdünnte Mundspülung können Karies, Zahnstein und Zahnfleischentzündungen der Kampf angesagt werden.

Durch die antibakterielle Wirkung ist auch die Konservierung von Kosmetika mit Teebaumöl möglich, so können selbstgemachte Pflegeprodukte länger haltbar gemacht werden.

Teebaumöl im Haushalt

Auch im Haushalt ist das australische Wundermittel nicht mehr wegzudenken. Die deutschen Hausfrauen verwenden das Teebaumöl mittlerweile zum entfernen von sämtlichen Schmutz und Dreck. Es eignet sich dementsprechend für Feinarbeiten wie Fensterputzen oder dem Polieren von Wasserhähnen. Darüber hinaus merzt es allerdings auch hartnäckigen Schimmel aus. Es bietet sich außerdem an, Teebaumöl bereits zur Schimmelvorbeugung einzusetzen.

Worauf ist beim Kauf zu achten?

Die Herstellung des Teebaumöls ist ziemlich kostenintensiv und aufwendig. Aus diesem Grund wird die kostbare Flüssigkeit häufig zur Streckung mit anderen Ölen vermischt. Diese Produkte zeichnen sich oftmals durch minderwertige Qualität aus und können allergische Reaktionen oder Hautreizungen hervorrufen.

Bevor man sich also für ein Produkt entscheidet, sollten die Inhaltsstoffe sorgfältig geprüft werden. Im Erzeugnis sollte Terpinen-4-ol zu mindestens 40 % enthalten sein. Das Pendant dazu – 1,8-Cineol – darf hingegen nicht die 15 % überschreiten. Wer sicher gehen möchte, verlässt sich auf Anbieter wie australian-bodycare.de, die mit ihrem Namen für Qualität stehen.

Wie verwendet man Teebaumöl richtig?

Teebaumöl ist ein stark konzentriertes Öl, das nicht jeder verträgt. Es wird deswegen geraten, das natürliche Destillat vor der Anwendung auszutesten. Hierfür das Teebaumöl unbedingt mit einem anderen Öl oder Wasser vermengen und auf eine gesunde Hautpartie auftragen.

Sollte keine Rötung oder ein Juckreiz auftreten, kann das Produkt ohne Bedenken verwendet werden.

Wichtig ist, dass Teebaumöl niemals unverdünnt auf die Haut aufgetragen wird. Es ist außerdem hauptsächlich zur äußerlichen Anwendung bestimmt. Dementsprechend sollte es stets mit anderen Pflegeprodukten, Wasser oder ähnlichen Ölen – zum Beispiel Jojoba, Arganöl oder Kokosnussöl – vermengt werden.

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Quellen:

¹ A review of applications of tea tree oil in dermatology. (Pazyar N, Yaghoobi R, Bagherani N, Kazerouni A. in International Journal of Dermatology; 2013 Jul;52(7):784-90) PMID: 22998411
² Tea tree oil: contact allergy and chemical composition (de Groot AC, Schmidt E. in Contact Dermatitis. 2016 Sep;75(3):129-43.) PMID: 27173437
³ Teebaumöl – ein wirksames Naturprodukt gegen Hautprobleme (Australian bodycare)

Fotohinweis: sofern nicht extra anders angegeben, Fotocredit by Fotolia.com (bzw. Adobe Stock)

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