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Shiatsu im Wasser: Watsu

Shiatsu im Wasser: Watsu

Wassser Shiatsu

Wasser-Shiatsu, kurz „Watsu“, basiert auf dem Zen-Shiatsu (Druckpunktmassage und Dehnübungen). Es verbessert das Fließen der Lebensenergie (Chi). In 35 Grad warmem Wasser wird jede Person einzeln behandelt. Die Teilnehmerin oder der Teilnehmer liegt dabei entspannt im Wasser und wird von den Armen der Therapeutin oder des Therapeuten getragen.

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Die Wirbelsäule wird im Wasser vom Körpergewicht befreit. Die tiefe Entspannung und innere Ruhe können Energiestaus, Stress, Ängste und Blockaden spielerisch auflösen. „Watsu“ ist wie ein tiefes Durchatmen des Körpers, bei dem das Prinzip des Zen-Shiatsus „Sein und nicht Tun“ im Mittelpunkt steht.

Der richtige Fingerdruck

Shiatsu ist eine japanische Druckmassage, die aus der chinesischen Akupunktur abgeleitet wurde. Der Begriff Shiatsu setzt sich aus «shi» (Finger) und «atsu» (Druck) zusammen. Mit Hand- und Fingerdruck werden die Energiebahnen (Meridiane) harmonisiert. Blockaden und Stress können auf diese Weise abgebaut werden.

Daraus entwickelte der Amerikaner Harold Dull seit Anfang der achtziger Jahre das Wasser-Shiatsu, unter Eingeweihten kurz als „Watsu“ bezeichnet.

Watsu löst Blockaden und Verspannungen auf körperlicher, emotionaler und psychischer Ebene. Durch sanftes, sachgerechtes Dehnen, Drehen und Strecken, Meridianbehandlung sowie Mobilisieren aller Gelenke werden die Muskeln entspannt und die Organe gestärkt. Die Beweglichkeit wird verbessert und der Bewegungsradius erweitert.

Heilung bei vielen Leiden

Bei vielen Leiden des Halte- und Bewegungsapparates kann durch aquatische Körperarbeit geholfen werden. Aquatische Körperarbeit bietet mit ihrem ganzheitlichen Ansatz eine Möglichkeit, auf allen Ebenen Heilung zu fördern. Außerdem kann der Klient hier direkte Berührung erleben, die nachweislich wesentlich zur Besserung beiträgt.

Die Wirbelsäule, im Wasser vom Körpergewicht entlastet, kann in einer Weise bewegt werden, wie es an Land nicht möglich wäre. Rhythmische, harmonisch fließende Bewegungen bringen dem Körperbewusstsein neue Impulse und laden ein, alte Bewegungsmuster loszulassen. Die Atmung vertieft sich und der vollständige Atemrhythmus wird reaktiviert.

Zur Steigerung der inneren Harmonie

Wasser-Shiatsu soll den Fluss der Lebensenergie (Chi) harmonisieren. Ein gesteigertes Wohlbefinden und ein verbessertes Körperbewusstsein sind die natürlichen Folgen. Die Bewegungen des Praktizierenden sind dem Tai Chi ähnlich: Tänzerisch wird der Klient bewegt, wobei Spiralen, Bogen-, Pendel-, Wellen- und Kreisbewegungen durchgeführt werden.

Watsu ist eine ganzheitliche Methode. Es soll die Seele nähren, das Urvertrauen wachsen lassen und helfen, mit Ängsten umgehen zu lernen. Ein wesentliches Prinzip des Zen gilt auch hier: Mit dem anderen sein, nicht etwas tun.

Für wen eignet sich Watsu?

Watsu eignet sich für Menschen aller Altersgruppen. Vom Kind bis hin zum älteren Menschen kann jeder von dieser sanften und dennoch so intensiven Körperarbeit profitieren. Watsu eignet sich auch besonders für die Geburtsvorbereitung, nach Operationen, zur Wiederherstellung der Beweglichkeit sowie zur heilpädagogischen Arbeit mit behinderten Menschen. Die aquatische Körperarbeit wird individuell angewandt und kann sich so völlig nach den Bedürfnissen des einzelnen Menschen richten.

WATA

Neben dem Wasser Shiatsu gibt es noch eine zweite Form der Aquatischen Körperarbeit, das WasserTanzen, kurz WATA genannt. Es wurde 1987 von dem Psychologen Aman Peter Schröter und Arjana Claudia Brunschwiler konzipiert und ist für diejenigen geeignet, die bereits Erfahrung mit WATSU gemacht haben. WATA ist eine tänzerische Erweiterung des WATSU, seine Bewegungsformen erinnern an die des klassischen Balletts oder spielerisch schwimmender Delfine.

Es gibt sieben Grundbewegungsformen: Schlangen, Aikido, Rolle, Purzelbaum, Inversion, Freilassen und Umfangen. Der oder die KlientIn wird dabei, geschützt mit einer Nasenklemme, auch unter Wasser getaucht. Rhythmisch wechselt der Therapeut die Über- und Unterwassersequenzen ab, individuell an den Atemrhythmus des Klienten angepasst. Ziel ist, einen freien Bewegungsfluss in der Schwerelosigkeit unter Wasser zu erleben. Ungezwungenes Spiel und Hingabe an die Bewegung können wieder in das Bewusstsein gelangen und neu erlebte Gefühle zu mehr Harmonie und Entspannung im Alltag führen.

Anwendung

Die Aquatische Körperarbeit findet sowohl im Wellnessbereich, der Gesundheitsvorsorge wie auch der Körper- und Psychotherapie Anwendung. Bei der Geburtsvorbereitung, zur Stressbewältigung, bei psychosomatischen und psychischen Beschwerden, Trauma-Therapie, Paartherapie, Rebondingtherapien (Eltern-Kind-Beziehungen), Behindertenarbeit, Neurologie, Pädiatrie und Geriatrie kann es unterstützend wirken. Auch bei chronischen Erkrankungen wie Rheuma oder Krebs und in der Schmerztherapie wirkt WATSU entlastend.

Linktipps:

– Shiatsu
– Shiatsu am Arbeitsplatz
– Alternativmedizin
– WATSU.AT
– Hydrotherapie – Heilbehandlung durch Wasseranwendungen

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