Nasenbluten

1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars (7 Bewertungen, Durchschnitt: 3,29 Sterne von 5)

Nasenbluten

Nicht immer ein harmloser Notfall. Da blutet sie also. Und wenn nicht gerade „höhere Gewalt“ im Spiel ist, Sie gestürzt sind oder hingebungsvoll gebohrt haben, ist das Rätselraten bezüglich der Ursachen groß. Meistens ist Nasenbluten (Epistaxis) harmlos, gelegentlich aber das erste Symptom einer Allgemeinerkrankung.

Die meisten Menschen machen sich nur Gedanken um ihre Nase, wenn sie ihnen optisch nicht gefällt und wenn sie blutet. Blutungen der dünnen Schleimhaut sind weder ungewöhnlich noch selten. Denn die Nase, das „Tor zu den Atemwegen“, braucht zur Erfüllung ihrer Aufgaben (täglich 10.000 Liter Atemluft wärmen, befeuchten und filtern sowie Krankheitserreger abwehren) eine mit besonders vielen Gefäßen versorgte Schleimhaut. Zudem reagieren gerade die kleinen Verästelungen am Naseneingang bei Einwirkung von außen hochsensibel. Dennoch gibt es Unterschiede – zwischen lokal bedingtem und symptomatischem Nasenbluten. Sofern es dank Erster Hilfe nach wenigen Minuten zum Stillstand kommt, brauchen Sie sich nicht zu sorgen. Erweist sich das Nasenbluten jedoch als unstillbar oder wiederholt sich aus nicht eindeutigen Gründen, sollten Sie einen Arzt aufsuchen.

Ursachen

Lokal bedingtes Nasenbluten

ist die klassische Folge von leichten oder schweren mechanischen Einwirkungen (wie z .B. Prellungen, Frakturen etc.), von Schleimhautrissen nach starkem Schnäuzen oder dem Entfernen von Borken. Weitere Auslöser können sein: trockene Luft, krankhafte Veränderungen im vorderen Nasenbereich (z B. Gefäßerweiterungen, Krampfäderchen) sowie Schnupfen oder Nasenpolypen.

Symptomatisches Nasenbluten

kann das erste Warnsignal für verschiedene Erkrankungen sein: Bluthochdruck, Atherosklerose, Virusinfektionen (wie Masern, Scharlach, Pfeiffer-Drüsenfieber, Influenza), Gerinnungsstörungen, Diabetes und einer genetisch bedingten Gefäßerkrankung: der Osler-Rendu-Weber-Krankheit. Keine Krankheiten, aber ebenfalls denkbare Auslöser fürs Nasenbluten sind Menstruation, Schwangerschaft sowie die Einnahme von Acetylsalicylsäure: Eine US-Studie mit 326 über 50-jährigen Patienten hat ergeben, dass Personen, die seit 50 beziehungsweise 100 Tagen Acetylsalicylsäure eingenommen hatten, doppelt so oft wegen Nasenbluten ins Krankhaus eingewiesen wurden wie Patienten aus Kontrollgruppen.

Bleibt die Ursache unklar, können gutartige Tumore wie das Nasenrachenfibrom oder Karzinome in den Nebenhöhlen dafür verantwortlich sein.

Erste Hilfe bei leichtem Nasenbluten

  • Oberkörper hochlagern oder aufrecht, nach vorn geneigt sitzen – Mund leicht öffnen.
    In jedem Fall: Ruhe bewahren.
  • Blut, das den Rachen runterfließt, nicht schlucken, sondern möglichst ausspucken.
  • Die Nasenflügel einige Male fest zusammendrücken.
  • Falls dann noch etwas Blut fließt, einen Tampon aus Gazestreifen oder Mull drehen und vorsichtig ins Nasenloch schieben.
  • Nacken und Stirn kühlen (mittels Eispackung, Waschlappen oder kalter Kompressen) um die Durchblutung der Nasenschleimhaut zu verringern.
  • Nach erfolgreicher Blutstillung einige Stunden nicht schnäuzen.

Ein Beitrag von almeda.de

Nasenerkrankungen

Schnarchen
Trockene Nase
Nasenbluten
Nasenpolypen

Rhinitis
Sinusitis
Heuschnupfen
Erste Hilfe bei kleinen Wehwehchen


Das könnte Dich auch interessieren …