Rhinitis (Nasenkatarrh)

1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars (1 Bewertungen, Durchschnitt: 4,00 Sterne von 5)

Nasenkatarrh, Schnupfen, Rhinitis

Grundsätzlich handelt es sich hier um eine akute Nasenschleimhauterkrankung. Die Dauer der unkomplizierten Erkrankung beträgt ca. 10 – 14 Tage. Allerdings ist das Flimmerepithel erst nach drei bis vier Wochen wieder voll funktionstüchtig. Das bedeutet, dass der Patient in dieser Zeit besonders anfällig für neue Infektionen ist.

Zu den Krankheitserregern zählen zu 30 % der Infekte die Rhinoviren, häufig sind auch RS-, Influenza-, Parainfluenza- und Adenoviren. Hauptinfektionsweg ist der Kontakt mit infiziertem Nasensekret, aber auch durch Tröpfcheninfektion bei Inhalation infektiöser Partikel wird die Krankheit übertragen.

Was passiert hier in meiner Nase?

Durch die Zunahme der Luftverschmutzung wird der natürliche Schutz der Nase beeinträchtigt. Des weiteren können Pollen von Bäumen, Gräsern und Kräutern eine allergische Rhinitis auslösen.Umwelteinflüsse. Rauchen die Eltern in den ersten Lebensjahren des Kindes, hat das einen großen Einfluss auf die Entstehung einer allergischen Rhinitis und des kindlichen Asthmas und gelten als häufigste Ursache der chronischen Rhinitis bei Kindern.Perenniale (ganzjährige) Symptome werden beispielsweise durch Hausstaub, Haustiere oder durch Berufs-Allergene wie Stäube, Farbstoffe und Metalle ausgelöst.

Bei der akuten Rhinitis — dem gewöhnlichen Schnupfen — handelt es sich in der Regel um einen harmlosen Infekt und damit um eine „infektiöse Rhinitis“ (auch Nasenkatarrh), die durch eine Vielzahl von Viren — vor allem Rhinoviren (eine Gattung des Picornavirus) und Adenoviren — ausgelöst werden kann. Hauptmerkmal ist eine laufende Nase und die Verstopfung der Nase durch die Anschwellung der Schleimhäute.

Es gibt über 200 verschiedene Schnupfenviren, die durch Tröpfcheninfektion (Niesen oder Sprechen einer erkrankten Person) oder über Hautkontakt von Mensch zu Mensch übertragen werden. Besonders leicht siedeln sich die Viren auf einer vorgeschädigten Nasenschleimhaut an, wie das z.B. bei trockener Raumluft oder bei Unterkühlung der Fall sein kann. In der Regel klingt der Schnupfen nach einigen Tagen von alleine wieder ab.

Im ungünstigen Fall jedoch, können sich die Viren von der Nasenschleimhaut auf Rachen, Hals, Bronchien, Stirn- und Nebenhöhlen und über den Nasen-Ohrenkanal in den Gehörgang ausbreiten. Außerdem können sich auf der durch Viren geschwächten Schleimhaut und durch den schlechteren Sekretabfluss leicht Bakterien ansiedeln. Oft wird aus einem Schnupfen eine Nebenhöhlenentzündung (Sinusitis) mit Druckgefühl oder Schmerzen in den Kieferhöhlen. Gefährlich ist die Ausbreitung in den Bereich der Stirnhöhlen. Besonders bei Kindern kommt es auch oft zu einer Mittelohrentzündung.

Auch eine Grippe kann mit einer Rhinitis beginnen, eine Tatsache, die manche Patienten dazu verleitet, jeden Schnupfen oder jede Erkältung fälschlicherweise als „Grippe“ zu bezeichnen. Die Rhinitis acuta verschwindet aber in der Regel nach einer Woche. Es gibt allerdings auch ein Sprichwort, welches besagt: „Ein Schnupfen kommt drei Tage, bleibt drei Tage und geht drei Tage.“

Behandlung

  • Viel trinken, um den Schleim zu verflüssigen.
  • Die Raumluft anfeuchten, damit die Schleimhäute nicht austrocknen.
  • Säuglingen helfen Nasentropfen aus physiologischer Kochsalzlösung oder pflanzliche ätherische Öle, die auf die Kleidung oder Bettwäsche getropft werden. (Achtung: für Säuglinge nur Präparate ohne Menthol verwenden). Bei stark verstopfter Nase Säuglingstropfen verabreichen, denn Säuglinge bekommen bei schlechter Nasenatmung Schwierigkeiten mit dem Trinken.
  • Ein Dampfbad mit Kamille, Mineralsalzen oder ätherischen Ölen befeuchtet die Schleimhaut und befreit die Nase. Günstig sind Inhalatoren mit einer Nasenmaske, damit die Augen nicht gereizt werden.
  • Gefäßverengende Nasentropfen oder Nasensprays bewirken ein rasches Abschwellen der Nasenschleimhaut. Es gibt sie in schwächeren Dosierungen auch schon für Säuglinge und Kleinkinder. Sie dürfen jedoch nur sparsam und nicht länger als eine Woche angewendet werden. Bei langfristigem Gebrauch kann es zu einem arzneimittelbedingten Anschwellen der Nasenschleimhaut kommen, was wiederum zum weiteren Gebrauch der Tropfen verleitet. Das kann zu einem regelrechten Teufelskreis Nasentropfenabhängigkeit führen.

Der Arzt kann die Ursache Ihrer Erkrankung feststellen, z.B. Nasenpolypen oder eine Nasenscheidewandverkrümmung. Nur wenn auch eine bakterielle Infektion vorliegt, werden Antibiotika verordnet.

Die allergische Rhinitis, auch als allergischer Schnupfen oder Heuschnupfen bezeichnet, beeinträchtigt die Lebensqualität erheblich. Sie ist durch eine Entzündung der Nasenschleimhaut charakterisiert, was zu Niesanfällen, Nasenrinnen, verstopfter Nase und tränenden Augen führt. Diese Form der Rhinitis wird mit entzündungshemmenden Medikamenten behandelt – meist mit Nasalsprays direkt in der Nase.

Linktipps

– Geheimnis Geruchssinn
– Betörende Düfte – die Welt der Gerüche
– Aufbau der Nase
– Erkältung oder Grippe? Der Unterschied zwischen grippalem Infekt und Influenza

Nasenerkrankungen

Schnarchen
Trockene Nase
Nasenbluten
Nasenpolypen

Rhinitis
Sinusitis
Heuschnupfen


Das könnte Sie auch interessieren...