Alles zum Thema Sauna und Dampfbad – Tipps zum Genießen

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Alles zum Thema Sauna und Dampfbad

Wer sich etwas Gutes tun will dem stressigen Alltag entfliehen möchte, der kann dies in der Sauna, im Dampfbad oder im Hamam tun. Die Wärme ist eine Wohltat und man fühlt sich danach wie nach einem kleinen Wellness-Urlaub. Doch nicht jeder verträgt Finnische Sauna oder Dampfbad gleichermaßen, darum muss individuell getestet werden, was einem persönlich gut tut. Doch wo ist der Unterschied, was muss man alles beachten? Und wie läuft so ein Saunagang eigentlich ab? Hier die besten Tipps für einen entspannten Aufenthalt in der Sauna und im Dampfbad.

Vom Alltag abschalten

Wenn es draußen kalt und schmuddelig ist und noch dazu wieder viel Stress und Druck bei der Arbeit auf uns lastet, wünscht man sich einfach nur ein paar warme Stunden, in denen man ruhig werden, die Gedanken anhalten und dem Körper etwas Erholung schenken kann. Dazu dienen Saunen, Dampfbäder und Hamam. Der kurze Ausstieg aus dem Alltag bringt Wärme, Entspannung und lädt uns wieder mit Energie auf. Schwitzen tut Körper und Seele gut.

Sauna ist pure Entspannung

Im Gegensatz zum Erlebnisbad, wo man mit der ganzen Familie und vor allem den Kindern actionreichen Spaß hat und eher die Aktivität im Vordergrund steht, geht es bei einem Saunabesuch rein um die Entspannung und das Runterfahren des Körpers.

Durch einen Saunagang wird die Durchblutung des Körpers aktiviert und das Schwitzen gefördert. Dabei werden Schlackenstoffe ausgeschieden und das ganze Herz-Kreislauf-System und der Stoffwechsel aktiviert. Anfänger sollten erst einmal mit kurzen Saunagängen anfangen, da der Kreislauf sich erst an die hohen Temperaturen gewöhnen muss.

Dampfbad

Im Gegensatz zur Sauna, wo trockene Hitze herrscht, ist es im Dampfbad weit weniger heiß, dafür umso feuchter. Die Luftfeuchtigkeit liegt zwischen 80-100% bei einer Temperatur zwischen 45 bis 50 Grad Celsius. Durch die Feuchtigkeitsübersättigung bilden sich in der Luft sichtbare Tröpfchen. Von der gesundheitlichen Wirkung sind Sauna und Dampfbad absolut miteinander vergleichbar, auch die optimale Verweildauer wird mit 10 bis 12 Minuten gleich angegeben.

In jedem Fall ist im Anschluss ein Wechselbad mit kaltem und warmen Wasser empfohlen. Grundsätzlich sollte die Prozedur drei Mal wiederholt werden. Viele Menschen (vor allem Senioren und Kinder) ziehen das Dampfbad der Sauna vor weil es nicht so sehr den Kreislauf belastet. Das Dampfbad wird daher vor allem für Menschen empfohlen, die aufgrund von Kreislaufproblemen eine Sauna nicht besuchen können.

Verschiedene Saunen, verschiedene Temperaturen

Blockhaus- oder Teufelssauna versprechen eine hohe Temperatur von 90 bis 110 Grad, die wirklich nur fortgeschrittenen Saunagängern zu empfehlen ist. Für alle anderen gibt es verschiedene Saunatypen, die eine niedrigere Temperatur haben. Das Caldarium oder die Biosauna haben eine Temperatur zwischen 50 und 60 Grad, was ein Durchatmen ohne Probleme verspricht, was in den heißen Saunen schon eher problematisch wird, wenn man diese nicht gewöhnt ist. Bei den niedrigen Temperaturen in der Biosauna oder dem Caldarium dauert die Öffnung der Poren und damit das Schwitzen zwar länger, allerdings lässt es sich in ihnen auch längere Zeit aushalten und die Wärme ist angenehmer als in den sehr heißen Saunen.

Schwitzen in der Sauna

Das Klima in der Sauna ist vor allem für die Haut der Anfänger gewöhnungsbedürftig und nicht jeder fängt sofort an zu schwitzen.

Bei einigen dauert es etwas länger bis der Schweiß aus den Poren strömt, das ist aber ganz normal. Jedoch schwitzen sportliche Menschen und solche, die sich regelmäßig bewegen schneller als Bewegungsmuffel. Das spürt man schon nach ein paar Saunadurchgängen; wenn die Haut noch immer nicht zu Schwitzen anfängt, wäre es gut, ein bisschen mehr Bewegung in den Alltag zu bringen.

Licht- und Farbenspiele in der Sauna

In fast allen Saunalandschaften gibt es eine Licht- oder Farbsauna. Während des Saunaganges wechseln die Leuchtröhren ihre Farben und sollen damit bestimmte Gefühle anregen. Zur Anregung dient dabei rotes Licht, zur Beruhigung soll blaues Licht gut sein und gelbes Licht sorgt für Stimmungsaufhellung. Bei guter Qualität der Leuchtröhren ist die Wirkung schnell fühlbar. Hauteigenes Kollagen wird in seinem Aufbau durch rotes Licht im Spektralbereich von 630 Nanometer aktiviert. So tut man während des Saunabesuches noch etwas für die Gesundheit der Haut.

Abkühlen nach dem Saunagang muss sein

Zur Förderung der Durchblutung und Aktivierung des Herz-Kreislauf-Systems sollte nach jedem heißen Saunagang der Körper unbedingt abgekühlt werden.

Und zwar durch kaltes Duschen oder kurzes Abtauchen im Eisbecken. Je heißer die Temperaturen in der Sauna waren, desto kälter sollte das anschließende Abkühlen sein. Eine Gänsehaut am ganzen Körper sollte schon kurz auftreten, dann hat man den richtigen Effekt erzielt, um die Temperatur im Körper wieder auszugleichen.

Ausruhen nach der Sauna ist Pflicht

Das Entspannende bei einem Saunabesuch ist das Ausruhen nach dem heißen Saunagang. Gesundheitsberater bezeichnen diese Phase als leistungserhaltend. Um das Immunsystem zu stärken, das im Winter gegen viele Krankheitserreger bestehen muss, ist die Ruhephase nach den einzelnen Saunagängen sehr wichtig.

Sauna ist gut für die Gesundheit

Medizinisch gesehen ist der regelmäßige Gang in die Sauna eine gute Vorbeugungsmaßnahme gegen Krankheiten. Der Blutdruck wird dadurch gesenkt, die Blutgefäße trainiert und somit Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorgebeugt. Zudem erreicht man dadurch eine Stärkung des Abwehrsystems und ganz nebenbei bekommt man eine rosige Gesichtsfarbe statt des blassen Winter-Teints.

Tabu ist die Sauna allerdings bei akuten Virus- oder bakteriellen Infektionen, insbesondere bei echter Grippe. Auch akute, entzündlichen Erkrankungen von Organen, Gefäßen und des Herzens sowie vegetative Störungen mit hochgradiger Kreislauflabilität sind unter anderem absolute Ausschlussgründe für einen Sauna- oder Dampfbadbesuch.

Weiters sollten Menschen die unter Krampfadern, Neurodermitis, Diabetes oder auch einem Glaukom (Grüner Star) leiden zuvor Rücksprache mit dem Hausarzt halten, ob ein Besuch von Sauna oder Dampfbad für sie unbedenklich ist.

Etikette in der Sauna nicht vergessen

Auch wenn man in der Sauna natürlich unbekleidet ist, ziemt es sich nicht, seine Körpermitte demonstrativ auszustellen. Ein Handtuch um gewisse Stellen zu binden ist da eher angebracht. Die Holzbänke sollten keine Schwitzflecken von den Besuchern abbekommen, darum legt jeder sein Handtuch unter die Stelle auf der er sitzt oder liegt. Auch sollte der Saunabereich der Ruhe und Entspannung dienen, weswegen von lauten Gesprächen, lautem Lachen, Singen oder Pfeifen abgesehen werden sollte, um andere in ihrer Erholung nicht zu stören. Um die Abflüsse nicht zu verunreinigen ist es meist untersagt, eine Ganzkörperrasur in der Dusche der Sauna durchzuführen, dies sollte schon zuvor Zuhause erledigt werden.

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Quelle:

¹ Datenbank für wissenschaftliche Fachliteratur zum Saunabad (Deutscher Sauna-Bund)

Linktipps

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