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Mungobohnensprossen | Keime und Sprossen

Mungobohnensprossen | Keime und Sprossen

Mungobohnensprossen

‚Sojasprossen‘ haben im Zuge der Internationalisierung der Küchen auch in die europäischen Haushalte Einzug gehalten. Was viele jedoch nicht wissen ist, dass die Sojasprossen keine Keimlinge der Sojabohne, sondern der Mungobohne sind. Die Mungobohne ist jedoch mit der Sojabohne verwandt und wird manchmal auch „Grüne Sojabohne“ genannt. Bei uns werden die Mungobohnen fälschlicherweise als Sojasprossen angeboten – die sprachliche Verwirrung ist also groß!



Die Mungobohne gehört der Familie der Schmetterlingsblütler an. Sie ist, wie alle Bohnenarten, eine Hülsenfrucht. Sie hat zunächst einen frischen, süßlichen Geschmack, schmeckt aber bei fortschreitendem Reifegrad herber. Die grüne Bohne selbst ist etwa so groß wie eine Erbse, hat aber eine eher länglich ovale Form.

Die Mungobohne ist neben der Sojabohne auch mit der Adzukibohne verwandt. Sie stammt ursprünglich aus Indien und China und so manch legendäre Geschichten ranken sich um die Verbreitung der gesunden, unkomplizierten und nahrhaften Pflanze.


Aufgrund des hohen Vitamingehalts, der während der Keimung noch deutlich zunimmt, ist die Mungobohne generell ein sehr gesundes Nahrungsmittel. Aufgrund des hohen Vitamin E Gehalts wird Mungobohnen ein Anti-Aging Effekt zugeschrieben.

Auch sagt man ihnen nach, dass sie, ähnlich wie Sojabohnen, bestimmt Krebsarten verhindern können und die Heilung von Entzündungen unterstützen. Ebenfalls wertgeschätzt wird die Mungobohne wegen ihrer generell lindernden Wirkung z.B. bei Wechselbeschwerden. Der hohe Eiweißgehalt pusht und spendet Energie, Cholesterin und Blutfettwerte können gesenkt werden und der hohe Anteil an Ballaststoffen wirkt sanft verdauungsunterstützend. Im Gegensatz zur europäischen Gartenbohne sind Munbgobohnen aber bekömmlicher und verursachen keine Blähungen.

Kenndaten

  • Wissenschaftlicher Name: Vigna radiata
  • Familie: Schmetterlingsblütler (Faboideae) innerhalb der Familie der Hülsenfrüchtler
  • Wuchshöhe: 30 bis zu 150 cm, es gibt aber auch sich windende bzw. kriechende Sorten
  • Blütenfarbe: hellgelb, grünlich, bis fahl-gelb
  • Samenfarbe: grün, manchmal auch gelb oder fast schwarz
  • Vorkommen: Südostasien, Irak, mittlerweile auch USA und Ostafrika
  • Standorte: Kräftige, schwere Böden werden für den Anbau bevorzugt, sie dürfen jedoch nicht zu Staunässe neigen
  • Verwendete Pflanzenteile: gekeimte Bohnen, Bohnensprossen, frische Hülsen

Wie verwenden?

Die Verwendungsmöglichkeiten für die Sprossen sind vielfältig, jedoch lassen sich nicht nur die gekeimten Bohnen verwenden: ebenso in der Küche Verwendung finden die Bohnensprossen, die frischen Hülsen und die getrockneten Bohnen.

Der typische, durchdringende Geschmack sorgt dafür, dass Mungobohnen-Sprossen sich sehr gut für Salate und Suppen eignen – weitere Gewürze sind oft gar nicht nötig. Die Sprossen sind Klassiker in WOK Gerichten, aber auch zu gekochtem Gemüse und Kartoffeln bieten sie eine abwechslungsreiche Beilage.

Die in der asiatischen Küche so beliebten Glasnudeln werden ebenfalls (aus der Stärke) der Mungobohne hergestellt und in Indien dienen die Mungobohnen auch mal als Snack für zwischendurch: sie werden zunächst in Wasser eingeweicht und anschließend getrocknet bevor sie in heißem Öl frittiert werden.

Synonyme

Mungbohne, Jerusalembohne, Lunjabohne bekannt, grüne Sojabohne, Mung Dal, Mung Daal

Inhaltsstoffe

Mungobohnen enthalten im Samen 25% Protein und sehr wenig Fett. Mit fast 60% Kohlehydratanteil sind sie überaus nahrhaft. Mungobohnen beinhalten die Vitamine A, B1, B2 Niacin, B 12, C und E; sie sind mineralienhaltig (viel Kalium und Phosphor, sowie Kalzium Eisen und Magnesium) und enthalten Enzyme und Hormone.

Während der Wandlung von Samen zu Sprosse verändern sich die Inhaltsstoffe: Der Flüssigkeitsgehalt nimmt stark zu und steigt von 10% auf fast 89%, und die enthaltenen Proteine wandeln sind in anteilig essenzielle Aminosäuren um.

Eine Tasse Mungosprossen enthält in etwa soviel Vitamin A wie eine Limone, Vitamin B1 wie eine Avocado, Vitamin B2 wie ein Apfel und Vitamin C wie eine Ananas. Auch der Cholingehalt wächst innerhalb von nur vier Tagen um fast 20% an.

  • Protein (25%)
  • Fett (1,2%)
  • Vitamine: A, B1, B2, Niacin, Folsäure, B12, C und E
  • Mineralien: Phosphor, Kalium, Eisen, Kalzium, Magnesium
  • Enzyme
  • Hormone
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Heilwirksame Fähigkeiten und Anwendungsgebiete

  • Anti-Aging Effekt
  • Bluttfettwertsenkend
  • Cholesterinsenkend
  • Darmreinigend
  • Entzündungsheilend
  • Entschlackend
  • Krebsvorbeugend
  • Verdauungsunterstützend
  • Wechselbeschwerden

Herstellung und Züchtung

Mungobohnenkeimlinge sind sehr einfach zu ziehen: Die Samen zunächst 12 Stunden in reichlich (!) Wasser einweichen – die Samen können bis zum Keimling das mehrfache ihres Trockenvolumen erreichen und aus einer Tasse Samen ergeben sich fünf bis sieben Tassen Sprossen.

Verwenden Sie ein Glas oder ein Keimgerät und wässern Sie die Sprossen zwei- bis dreimal täglich bei einer Umgebungstemperatur von 18 bis 22°C. Am dritte Tag sind die Keimlinge bereit für die Ernte; essbar sind sie jedoch auch noch nach dem vierten Tag. Allerdings verfärben sich die Samen dann blasslila, verlieren ihre Zartheit und werden herber im Geschmack.

Linktipps:

– Senfsprossen – Keime und Sprossen
– Alfalfa/Luzerne – Keime und Sprossen
– Sojabohne | Heilpflanzenlexikon
– Rezept: Sommersalat mit Sprossen
– Ernährung nach TCM