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Alfalfa (Luzerne) | Keime und Sprossen

Alfalfa (Luzerne) | Keime und Sprossen

Alfalfa (Luzerne)

Alfalfa-Sprossen zählen zu den beliebtesten Sprossen zum roh essen. Die Ursachen liegen auf der Hand: Alfalfa, bzw. Luzerne, wie das Kraut bei uns eigentlich heißt, keimt sehr einfach, ist pflegeleicht und schmeckt wunderbar frisch. Dazu ist es reich an Mineralstoffen (Calcium, Eisen, Kalium, Magnesium, Zink) und verfügt über einen hohen Anteil an sekundären Pflanzenstoffen, Antioxidantien und Chlorophyll. Bei uns wird die Luzerne auch häufig als Futterpflanze für Nutztiere angebaut, nicht nur wegen ihrer hohen Widerstandsfähigkeit gegen Dürreperioden, sondern auch wegen ihres hohen Eiweißgehalts.



Die Luzerne eine ausdauernde, krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von bis zu einem Meter. Sie besitzt ein tiefreichendes Wurzelsystem von bis zu fünf Metern Ausdehnung, was sie genügsam macht und auch ungünstige Witterungsverhältnisse und lange Dürreperioden überleben lässt. Diese langen Wurzeln sind auch für die Vitalität der auch als Alfalfa bekannten Pflanze verantwortlich, da sie so reichlich Mineralien und Spurenelemente aus den Tiefen des Bodens holen kann.

Die heutige Ernährungswissenschaft schätzt vor allem die vorbeugende Wirkung der in der Luzerne enthaltenen Antioxidantien, die sekundären Pflanzenstoffe sowie das enthaltene Chlorophyll. Dieses soll leberstärkend wirken und zur Entgiftung des Körpers beitragen. Wissenschaftler vermuten weiters einen positiv stimulierenden Effekt der genügsamen Hülsenfrüchte auf das Immunsystem.

Ursprünglich stammte die Pflanze aus Asien und kam während der Perserkriege über Griechenland nach Europa und die arabischen Länder. Ursprünglich als Futterpflanze eingesetzt, wurde sie später zur Gründüngung verwendet. Heute gehört Luzerne bzw. Alfalfa zu beliebtesten Sprossen überhaupt – ihr Nähr- und Heilwert wurde bereits durch verschiedene Studien untermauert.

Kenndaten

  • Wissenschaftlicher Name: Medicago sativa
  • Familie: Hülsenfrüchtler, bzw. Schmetterlingsgewächse = Fabaceae
  • Wuchshöhe: bis zu 1 m
  • Farbe der Blüten: Violett
  • Sammelzeit: Triebe: von April bis Juni; Blüten von Juni bis September
  • Vorkommen: nördliche Halbkugel
  • Standorte: Verwildert an mageren Standorten mit tiefgründigen mäßig nährstoff- und humusreichen Lehm- und Lössböden. Auch auf basenreichen Boden und halbtrockenen Wiesen anzutreffen.
  • Verwendete Pflanzenteile: Triebe, Blüten, Sprossen

Wie verwenden?

Der Grundgeschmack der Pflanze ist erbsenartig, die Triebe haben ein angenehm mildes Aroma. Die jungen Sprossen und Blätter werden als Salat gegessen oder zusammen mit Suppen und Spinatgerichten gekocht. Auch die Blüten finden in der Küche Verwendung: sie sind eine schöne und essbare Dekoration und machen sich auf süßen, wie salzigen Speisen hübsch.

Getrocknet werden die Blätter als Tee getrunken.

Speziell die Sprossen gelten als ‚Superfood‘ und ausgesprochen nahrstoffreiches Lebensmittel. Die meisten der wertvollen Inhaltsstoffe vervielfachen sich – und entsprechend ihre Wirkung – in den gesunden Keimlingen.

Synonyme

Saat-Luzerne, Alfalfa, Schneckenklee, Ewiger Klee,

Inhaltsstoffe

  • Protein (40%)
  • Vitamine: A, B1, B2, Niacin, B12, C, D, E, K, P, U
  • Mineralien: Phosphor, Kalzium, Aluminium, Silizium, Schwefel, Magnesium, Natriumcarbonat, Kobalt, Kalium
  • alle acht essentiellen Aminosäuren
  • Hormone

Heilwirksame Fähigkeiten und Anwendungsgebiete

  • Abführend
  • abschwellend und schmerzlindernd bei Rheuma
  • Akne
  • Appetitlosigkeit
  • Blutstillend
  • Cholesterinsenkend
  • Entgiftend
  • Entzündungshemmend
  • Fiebersenkend
  • Hämorrhoiden
  • Harntreibend
  • Hautpflegend
  • Magenbeschwerden
  • Menstruationsbeschwerden
  • Östrogene Wirkung
  • Wechselbeschwerden

Die traditionelle chinesische Medizin verwendet Alfalfa-Samen zudem zur Behandlung von Schwellungen, Wassereinlagerungen und Nierensteinen.

Herstellung und Züchtung

Die Anbaumethode von Sprossen ist denkbar einfach: Samen in eine Sprossenglas geben und (Ein Sprossenglas ist ein großes Glas mit einem Siebdeckel) kaltes Wasser dazugießen, das Sie dann gleich wieder abfließen lassen. Lassen Sie das Glas ein bisschen schräg stehen, damit auch der letzte Wasserrest abrinnt.

Sollten Sie kein Sprossenglas haben – kein Problem: nehmen Sie einfach ein Einweckglas oder ein altes gesäubertes(!) Gurkenglas und durchlöchern Sie den Deckel oder nehmen Sie einfach Gaze, Mull- oder Gardinenstoffe oder ein Stück Fliegengitter um das Wasser abrinnen zu lassen.

Wichtig: Stoff, Deckel oder Gitter müssen gründlichst gereinigt sein!

Bei Luzerne wird empfohlen die Samen am ersten Tag dreimal täglich zu spülen. Schon am nächsten Tag sehen Sie die ersten Keimlinge; nach sieben bis acht Tagen sind die Alfalfa-Keimlinge ‚genussfertig‘.

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Linktipps:

– Ernährung nach TCM
– Warum grüne Lebensmittel gesund sind
– Sommersalat Rezept mit Alfalfa
– Die Kraft der Kräuter nutzen