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Wie Sie Badeunfälle von Kindern vermeiden

Wie Sie Badeunfälle von Kindern vermeiden

Baden - Sicherheitstipps für Kinder

Kinder ertrinken nicht nur beim Schwimmen, sondern auch beim Planschen, in der Badewanne, im Swimmingpool oder in einer Regentonne. Bis zu 150 Kinder erleiden pro Jahr einen Ertrinkungsunfall, Grund genug auf einige wichtige Verhaltensregeln am Wasser aufmerksam zu machen.



Immer wieder zeigt sich eines: Es passiert binnen Sekunden. Ein kurzer Moment der Unachtsamkeit und plötzlich ist das Kind verschwunden. Doch es lassen sich eine Reihe von Maßnahmen treffen, um Unfälle am oder im Wasser zu vermeiden.

Was Sie beim Baden mit Kindern beachten sollten:

  • Lassen Sie Ihr Kind in der Nähe von Wasser nie unbeaufsichtigt, die Aufmerksamkeit der Eltern ist besonders gefragt!
  • Schaffen Sie sich einen Überblick über eventuelle Gefahrenstellen!
  • Erkundigen Sie sich, wo Sie im Notfall Hilfe bekommen können (Bademeister, Notrufmöglichkeit/Telefon)!
  • Wo gibt es eine Erste-Hilfe-Station oder zumindest Erste-Hilfe-Material?
  • Swimmingpools, Planschbecken oder Gartenteiche können durch Zäune, Regentonnen mit einem verschließbaren Deckel gesichert sein.
  • Schon wenige Zentimeter Wasser reichen, um ein Kind ertrinken zu lassen. Tipp: Halten Sie ein Handy bereit, um im Notfall rasch Hilfe holen zu können. Fehlt ein Kind, suchen Sie zuerst am Wasser, denn es kommt auf jede Minute an.

Sicherheitstipps beim Baden mit Kindern:

  • An das Alter des Kindes angepasste Schwimmflügel mit Sicherheitsventilen sind die einzig wahre Schwimmhilfe.
  • Luftmatratzen, Autoreifen oder aufblasbare Gummitiere sind keine Schwimmhilfen. Das Kind kann heraus- oder abrutschen.
  • Rechnen Sie auch nie damit, dass Kinder in gefährlichen Situationen schwimmen.
  • Lassen Sie Kinder so früh wie möglich schwimmen lernen und legen Sie ihnen auf Booten Schwimmwesten an.
  • Zum Baden gehört auch die Kenntnis der Baderegeln. Denn die meisten Badeunfälle passieren dadurch, dass Menschen etwa in unbekannte Gewässer köpfeln und sich Wirbel brechen oder mit vollem Bauch in den See springen und an Herz- oder Kreislaufversagen sterben. Tipp: Machen Sie Ihre Kinder rechtzeitig mit den Baderegeln vertraut. Sie sollten wissen, dass das Schwimmen bei Gewittern oder in der Nähe von Schleusen lebensgefährlich ist.

Erste Hilfe: Im Notfall kommt es auf jede Minute an

  • Bleiben Sie ruhig.
  • Alarmieren Sie den Bademeister und andere Badegäste!
  • Schwimmen Sie nie ohne Rettungsmittel zum Verunfallten (Eigenschutz)!
  • Schonende Bergung aus dem Wasser bei Verdacht auf Verletzungen der (Hals-)Wirbelsäule (Kopfsprung ins seichte Wasser)!
  • War der Verunfallte unter Wasser, muss er unbedingt zum Arzt, auch wenn es ihm nach der Bergung wieder gut geht („Beinahe-Ertrinken“ à sekundäres Ertrinken)!
  • Achten Sie auf die Körpertemperatur (Unterkühlung)!
  • Versuchen Sie nicht, Wasser aus dem Magen oder den Lungen des Kindes zu entfernen.
    Das kostet nur Zeit und hat keinen Nutzen für das Kind.
  • Kontrollieren Sie die Lebensfunktionen und führen Sie die entsprechenden Erste-Hilfe-Maßnahmen durch.

Erste Hilfe bei Ertrinken

  • Bei Atemstillstand sofort mit Mund-zu-Nase-Beatmung beginnen – am besten schon während der Bergung im Wasser.
  • Bei Herzstillstand gleichzeitiger Beginn mit Herzmassage.
  • Verlassen Sie das Kind nicht und lassen Sie durch eine zweite Person den Notarzt verständigen

Erste-Hilfe-Kenntnisse können Leben retten. Nicht nur Eltern können leicht in eine derartige Situation kommen. Ein Urlaubstag, der Auffrischung der Erste-Hilfe-Kenntnisse in einem der zahlreichen Kurse des Roten Kreuzes gewidmet, kann so Beruhigung für das ganze Jahr bringen.

Linktipps:

– Kinder-Corner: Vorsicht am Wasser
– Notrufnummern
– Quallenstich: Erste Hilfe bei Kontakt mit Quallen
– Unfallgefahren beim Spielen
– Kinder-Corner: Kindersicherheit