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Ki-Do – Trendsportart aus Österreich

Ki-Do – Trendsportart aus Österreich

Ki-Do - neue Trendsportart aus Österreich

Bei „Ki-Do“ handelt es sich um ein ganzheitliches Bewegungs- und Selbstschutzsystem für geistige und körperliche Selbstverteidigung, zum Schutz vor Mobbing, Bullying und anderen physischen Attacken. Gewaltprävention steht dabei im Vordergrund – durch Selbstbewusstsein und eine friedliche Sprachkultur sollen Konflikte nach dem 1998 vom Österreicher Haris G. Janisch entwickelten System gewaltfrei gelöst werden. Bewegungskunst oder Trendsportart – die Verbindung von traditionellen östlichen (Kampf-)Techniken und modernem europäischem Verhaltensbewusstsein findet jedenfalls immer mehr Anhänger.

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„Ki-Do“ basiert auf der Bewegungskunst Won Hwa Do, die ab 1980 vom südkoreanischen Großmeister Songsenim Han Bon Ki entwickelt wurde. Durch mehrere Studienaufenthalte in Südkorea erlangte der österreichische Sportwissenschafter Mag. Haris G. Janisch ausgeprägte Kentnisse darüber und wollte diese aus Überzeugung auch der westlichen Welt zugänglich machen. Seine Weiterentwicklung „Ki-Do“ ist seit 1998 in Österreich zu erlernen.

Der Name „KI“ beschreibt die Lebensenergie, die nach östlicher aber auch westlicher Philosophie (Vitalenergie) in allen Erscheinungsformen des Universums pulsiert, der Begriff „DO“ ist dem östlichen Wertekodex entnommen und meint den „Weg“, der zu gehen ist, um die vielen Formen des KI’s in sich zu kultivieren.

„Ki-Do“ erhebt den Anspruch, ein ganzheitliches Bewegungs- und Gesundheitssystem zu sein und entspricht dem ganzheitlichen Wesen des Menschen in seinem Spannungsfeld der 4 menschlichen Dimensionen: Seele, Psyche, Körper und die umgebende Sozietät.

Ki-Do: Ablauf & Technik

Als Basis von KI-DO gilt die ganzheitliche Bewegungskunst Won Hwa Do, die seit 1980 vom südkoreanischen Großmeister HAN BONG KI entwickelt wurde und heute weltweit gelehrt wird.

Das Grundsystem bei Ki-Do beruht wie im Won Hwa Do auf Kreisbewegungen. Die Ausführungen der Technik sind also ebenfalls langsam oder schnell möglich. Wichtig ist dabei die Mobilisierung der Gelenke, eine ganzheitliche Stärkung der Muskeln, Training von Kondition, Intensives Dehnen, Meditation und weiters rhythmische Bewegungsabläufe zu Musik.

Was in Ki-Do als die ICH-STÄRKUNG oder Individuation bezeichnet wird, ist das moderne Gegenstück zu Erklärungsmodellen für menschliche Grundfragen, die in alten philosophischen Lehren wie Yoga (Joga) tief verankert sind.

Ki-Do: Anwendung als Konfliktbewältigungssystem

Im Gegensatz zu vielen anderen Kampfeskünsten herrschen im „Ki-Do“ keine Dogmen, was die Techniken angeht. Die Kreisbewegungen werden erlernt und trainiert, jedoch muss jeder einzelne für sich selbst herausfinden wie er sich am besten bewegt um an sein oder ihr Ziel zu kommen. Die Basis der Kreisbewegungen ist für jeden Teilnehmer individuell modifizierbar. Es soll kein vorhandenes System auswendig gelernt werden und der Trainer soll nicht wie in östlichen Kampfkunstkreisen das Maß aller Dinge darstellen und diktatorisch auf seine Schüler einwirken. Im „Ki-Do“ ist die Schüler-Lehrerbeziehung auf einen respektvollen und freundschaftlichen Umgang miteinander zurückzuführen.

Als Grundsäulen gelten:

– Lebensphilosophie
– Ganzheitliche Wege der Gesundheit
– Kampf- und Kriegskunst

Aufbauend auf diesen Säulen wurde das Konzept der 5 Wege zu den Quellen der Energie geschaffen, die auch symbolisch im Ki-Do Zeichen dargestellt sind:

– Soulcaring … der Kreis
– Empowering… das Tao Zeichen
– Moving…die beiden Wassertropfen
– Breathing… die gelbe Sinuswelle
– Centering… die drei konzentrischen Kreis

Ki-Do – Kurse

Seit 1998 bietet Haris G. Janisch auch Kurse an. Anfangs in Volkshochschulen, mitlerweile in über 10 Schulen in Wien. Je nach Kurs wird auf die verschiedenen Teilnehmer als Gruppe und auf die einzelnen Personen individuell eingegangen. Bei Kindern steht der respektvolle Umgang miteinander in Verbindung mit Spaß und Spielen. Bei Jugendlichen ist es üblich den freien Kampf gegen Ende des Trainings auszuüben um sowohl nach den erlernten Techniken, als auch instinktiv die Kampfeskunst zu perfektionieren.

Für Erwachsenen und Senioren stehen je nach Anprüchen meistens rhythmische und entspannende Techniken im Vordergrund. Seit Jahren finden neben den wöchentlichen Kursen jährliche Skikurse und Sommerlager von „Ki-Do“ statt, auch gibt es immer wieder spezielle Kurse für Frauen um zu lernen wie man sich gegen sexuellen Missbrauch wehrt.

Auch die Sicherheitsakademie des Innenministeriums ist bereits auf die innovative Kampfsportart aufmerksam geworden und bat Janisch sein kampfsportliches und zwischenmenschliches Wissen und die Erfahrung in die Schulung von Polizisten für die Gewaltpräventionsarbeit an Schulen einzubringen.

Bei einem Herbstfest für Kinder und einem Benefizfest für Marokko in Kooperation mit der Marokkanischen Botschaft in Wien wird am 8. September die Saison 2012/13 eingeleitet. >> Veranstaltungstipp

Linktipps:

– www.kido.at – Verein Ki-Do
– Jin Shin Jyutsu – Energieblockaden einfach lösen
– Won Hwa Do Deutschland

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