Alles über Impfungen (Teil 2)

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Impfungen im Überblick
Inhaltsverzeichnis:
Standardimpfungen
Schutzimpfungen bei besonderer Gefährdung

Impfstellen Österreich (Schweinegrippe – H1N1)

SCHUTZIMPFUNGEN BEI BESONDERER GEFÄHRDUNG:

FSME – FRÜHSOMMER-MENINGOENZEPHALITIS

Das FSME-Virus kommt hauptsächlich in Ungarn, Tschechien, der Slowakei, Südosteuropa, Osteuropa und den baltischen Staaten sowie in Südschweden und österreich vor. In Deutschland sind vor allem Baden Württemberg und Bayern betroffen. Die Krankheit wird durch den Stich einer mit dem FSME-Virus infizierten Zecke auf den Menschen übertragen. Gefährdet sind alle Personen in FSME-Gebieten, die sich beruflich oder in ihrer Freizeit häufig in Wäldern aufhalten, sowie Reisende in Gebieten mit hohem FSME-Vorkommen.

Zur Verhinderung der Frühsommer-Meningoenzephalitis steht seit einigen Jahren ein sehr gut verträglicher und wirksamer Impfstoff zur Verfügung Die Schutzdauer der Impfung beträgt mindestens drei Jahre. Es gibt auch einen Impfstoff, mit dem noch innerhalb von drei Wochen vor der Abreise ein vollständiger Schutz aufgebaut werden kann, der dann bis zu einem Jahr anhält. Danach ist eine Wiederimpfung nötig. Neu ist ein FSME-Impfstoff speziell für Kinder.

INFLUENZA (VIRUSGRIPPE)

Die Influenza kann leicht und mit nur geringen Krankheitszeichen verlaufen und wird haufig mit einfachen Erkältungen verwechselt. Das typische Krankheitsbild ist jedoch gekennzeichnet durch das plötzliche Eintreten von hohem Fieber und schwerem Krankheitsgefühl, Kopf- und Gliederschmerzen, Halsschmerzen und Husten. Die einzige Möglichkeit sich zu schützen, ist die Impfung. Die Grippeschutzimpfung – „Influenza-Impfung“ – ist gut verträglich.

Sie wird besonders älteren Menschen sowie Erwachsenen und Kindern empfohlen, die wegen bestimmter Grundleiden durch eine Influenza stark gefährdet sind. Dazu gehören Personen mit Herz-Kreislauferkrankungen, mit chronischen Erkrankungen im Bereich der Atemwege, mit Zuckerkrankheit und mit Abwehrschwäche. Darüber hinaus ist die Influenza-Impfung sinnvoll für Personen mit mit hoher Infektionsgefährdung, z.B. Arzte, Pflegepersonal und andere Berufsgruppen, die häufig in Kontakt mit vielen Menschen stehen. Die Impfung muss jährlich wiederholt werden.

TOLLWUT

Die Tollwut befällt das Nervensystem und führt ausnahmslos zum Tod, wenn nicht umgehend nach dem Kontakt mit einem tollwütigen Tier eine Impfung durchgeführt wird. Gegen die einmal ausgebrochene Erkrankung gibt es keine Medikamente, was die Bedeutung der Schutzimpfung unterstreicht.

Tollwut wird durch Bisse und Kratzverletzungen von infizierten Tieren übertragen. überträger sind hierzulande meist Füchse, seltener auch Hunde und Katzen. Es ist wichtig, darauf zu achten, dass Haustiere, besonders Hunde und Katzen, gegen Tollwut geimpft werden. Tote Tiere in Tollwutgebieten sollten nicht berührt werden. In tropischen Ländern sind vor allem Hunde überträger der Tollwut. Vorsicht also in diesen Gebieten auch im Umgang mit Haustieren und streunenden Hunden! Sind Sie durch Beruf oder Hobby besonders infektionsgefährdet, lassen Sie sich vorsorglich impfen. Die Impfung besitzt eine gute Wirksamkeit und Verträglichkeit. Die Tollwutimpfung kann aber nicht nur vorbeugend angewendet werden. Auch nach Kontakt mit einem tollwütigen Tier wird der Ausbruch der Krankheit verhindert, wenn schnellstmöglich geimpft wird.

VIRUSHEPATITIS A

Die Hepatitis A ist eine Leberentzündung, verursacht durch ein Virus, das durch Schmierinfektion und durch den Verzehr von verunreinigten Lebensmitteln übertragen wird. In Ländern mit niedrigem hygienischen Standard ist die Häufigkeit der Virushepatitis A wesentlich größer als bei uns.

Eine Impfung gegen Hepatitis A ist seit kurzem verfügbar. Die Grundimmunisierung besteht aus drei Impfungen und bietet Schutz für fünf bis zehn Jahre. Ein Schutz vor Ansteckung kann jedoch für einen Zeitraum von etwa drei bis vier Monaten auch durch Immunglobuline erreicht werden. Dabei werden dem Körper bereits fertige Abwehrstoffe zugeführt, deren Schutzwirkung sofort einsetzt. Diese Maßnahme ist vor allem für diejenigen wichtig, die sich kurzfristig zu einer Reise entschließen und sich nicht mehr impfen lassen können. In diesen Fällen können die Immunglobuline auch mit der 1. Impfung kombiniert werden.

VIRUSHEPATITIS B

Die Hepatitis B ist wie die Hepatitis A eine Leberentzündung, die durch ein spezielles Virus ausgelöst wird. Die übertragung der Virushepatitis B erfolgt durch den Kontakt mit dem Blut infizierter Personen. Hepatitis-B-positive Mütter können während der Geburt ihr Kind infizieren durch engen körperlichen und vor allem intimen Kontakt ist eine übertragung möglich. Die sehr gut verträgliche Impfung gegen Hep wurde bisher nur sogenannten Risikogruppen empfohlen, z.B. medizinischem und zahnmedizinisches Personal, Patienten, denen häufig Blut oder Blutbestandteile übertragen werden, Personen mit eng zu Hepatitis-B-Virus-positiven Menschen, Drogenabhängige und Personen mit häufigem Wechsel der Sexualpartner sowie für alle, die für längere Zeit in Länder mit hohem Hepatitis-B-Vorkommen reisen oder dort im Entwicklungsdienst arbeiten werden. Neugeborene von Hepatitis-B-Virusträgerinnen sollten sofort gegen Hepatitis B geimpft werden. Bei Kindern, die sich während der Geburt anstecken, besteht nämlich ein Risiko von 90 Prozent, eine chronische Hepatitis zu entwickeln, wenn sie nicht umgehend geimpft werden. Bei Erwachsenen liegt das Risiko einer chronischen Hepatitis „nur“ bei 10 Prozent.

Seit kurzem hat die Ständige Impfkommission die Impfung jedoch nicht nur für Risikopersonen, sondern für alle Kinder und Jugendlichen empfohlen (s. Impfplan). Der Grund dafür ist, dass 3/4 aller Hepatitis-B-Fälle nicht bei Risikogruppen, sondern in der „Normalbevölkerung“ auftreten. Durch die Impfung der Kinder und Jugendlichen kann die Erkrankung völlig ausgerottet werden. Dieses Ziel strebt die Weltgesundheitsorganisation an und hat allen Industrienationen ans Herz gelegt, bis 1997 die Impfung gegen Hepatitis B in die Impfkalender für Kinder aufzunehmen. Die STIKO ist mit ihrer Empfehlung diesem Vorschlag der WHO gefolgt.

WER BERÄT UND FÜHRT DIE IMPFUNG DURCH ?

Gesundheitsämter und niedergelassene ärzte/ärztinnen beraten und informieren. Viele der hier genannten Impfungen führen die Gesundheitsämter zu festgesetzten Impfterminen kostenlos durch. Auch die niedergelassenen ärzte/ärztinnen können alle durchführen. Welche Impfungen direkt über die Krankenversichertenkarte abgerechnet werden können und in welchen Fällen eine Kostenbeteiligung möglich ist, sagt Ihnen Ihre Krankenkasse. Impfungen nach den Vorschriften des Arbeitsschutzes und nach den Unfallverhütungsvorschriften, zum Beispiel für Jäger zum Schutz gegen die Tollwut oder medizinsches/ zahnmedizinisches Personal zum Schutz gegen Hepatitis B, fallen in die Zuständigkeit des jeweiligen Arbeitgebers.

Linktipps

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Vorsorgeimpfungen
Österreichisches Impfkomitee
Impfstelle für Auslandsreisende
Zeckenschutz
www.meningokokken.at