Herbst auf der Zunge: die besten Rezepte für saisonale Lebensmittel

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Herbst auf der Zunge: die besten Tipps für saisonale Lebensmittel

Fotocredit: AdobeStock & Fotolia | Balázs Justin

Die Blätter verfärben sich, morgens zieht Nebel auf und die Luft ist klarer. Der Herbst ist da und wir befinden uns bereits auf der Zielgeraden in Richtung Jahresende.

Doch davor schöpfen wir noch einmal aus dem Vollen – vor allem in Sachen Gemüse und Obst. Denn kaum eine Jahreszeit bringt so viele abwechslungsreiche Früchte und Gemüsesorten hervor wie der Herbst.

Herbst auf der Zunge – Artikelübersicht:

Was uns genau in dieser Jahreszeit so alles blüht bzw. gedeiht und wie sich aus den saisonalen Lebensmitteln gesunde Gerichte zaubern lassen, verraten wir im folgenden Beitrag.

5 Gemüse- und Obstsorten, die im Herbst Saison haben

Herbstzeit ist Erntezeit – auch im eigenen Garten. Mit so manchem lässt sich nun die Vorratskammer befüllen, anderes eignet sich, um es gleich in den eigenen Speiseplan zu integrieren.

Eine Möglichkeit, wie sich allerlei Gartengemüse in ein köstliches Gericht verwandeln lässt, bietet die japanische Küche. Dort ist Tempurateig allgegenwärtig. Dieser einfache Teigmantel verhilft Gemüse zu einer knackig-krossen Hülle.

Der Vorteil: Ganz egal, ob Paprika, Zucchini, Karotten, Karfiol, Brokkoli oder eine andere Gemüseart – fast alles lässt sich mit diesem Teig überziehen. Einen Tempurateig kann man außerdem ganz einfach selbst herstellen und somit ein schnelles Gericht zaubern.

Weitere Rezepte für die wichtigsten Obst- und Gemüsesorten des Herbstes haben wir für Sie zusammengefasst:

Kürbis

Er ist der unangefochtene Star des Herbstes: der Kürbis. Denn: Wer an Herbst denkt, denkt automatisch an Kürbis. Das könnte man als ungeschriebenes Gesetz bezeichnen.

Und dabei ist der Kürbis auch noch äußerst vielseitig: Über 800 verschiedene Speise- und Zierkürbisse gibt es mittlerweile. Zu den bekanntesten und beliebtesten zählen Hokkaido, Butternut, Muskatkürbis und Jack be Little.

Doch ganz egal, welcher Kürbis letztendlich im Einkaufswagen landet, sie alle haben eines gemeinsam: Sie sind sehr gesund. Grund hierfür sind Inhaltsstoffe wie Kalium, Kalzium, Zink oder die Vitamine A, C, D und E.

Kürbiscremesuppe

Eine einfache und äußerst schmackhafte Möglichkeit, um Kürbis zu verwerten, ist eine Kürbiscremesuppe.

Zutaten:

  • ½ kg Kürbis
  • 1 Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 600 ml Gemüsesuppe
  • ev. 150 ml Schlagobers
  • Öl oder Butter
  • Salz, Pfeffer
  • Muskatnuss
  • Kürbiskernöl nach Belieben
  • Kürbiskerne nach Belieben

Zubereitung:

1. Den Kürbis in größere Würfel schneiden und einstweilen eine Gemüsesuppe zubereiten.
2. Zwiebel und Knoblauch klein hacken und in einem Topf in Öl oder Butter anschwitzen. Die Kürbisstücke kurz mitanbraten und die Suppe hinzufügen.
3. Mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss abschmecken. Wer möchte, kann auch etwas Ingwer beimengen. Köcheln lassen bis der Kürbis weich ist.
4. Mit einem Pürierstab mixen. Wer es cremiger mag, gibt noch 150 ml Schlagobers hinzu. Zum Schluss mit etwas Kürbiskernöl beträufeln und mit Kürbiskernen dekorieren.

Rote Rübe

Als rot-violette Wunderknolle könnte man die Rote Rübe, auch Rote Beete genannt, bezeichnen, denn sie hat es in sich: So enthält sie viel Kalzium, Magnesium und Eisen, B-Vitamine und Vitamin C sowie Folsäure.

Sie wirkt zudem antioxidativ und kann Entzündungen einbremsen. Daneben ist die Rote Beete, genauso wie der Kürbis, kulinarisch vielseitig und macht nicht nur in einer Suppe eine gute Figur, sondern auch im Salat oder im Burger.

Rote-Rüben-Carpaccio mit Ziegenkäse

Es muss nicht immer das klassische Carpaccio mit Fleisch sein – wie wäre es mit einer vegetarischen Variante mit roten Rüben und Äpfeln?

Zutaten:

  • 250 g oder ca. 2 rote Rüben
  • 1 säuerlicher Apfel
  • 100 g Ziegencamembert
  • 2 EL Walnüsse
  • 4 EL Dinkelflocken
  • 4 EL Honig
  • Olivenöl
  • Salz, Pfeffer
  • Apfelessig
  • Thymian
  • ev. ein paar Scheiben Baguette oder Schwarzbrot

Zubereitung:

1. Walnüsse klein hacken und mit etwas Thymian, den Dinkelflocken, dem Honig und einer Prise Salz vermischen, um ein knuspriges Topping herzustellen.
2. Ziegenkäse in Scheiben schneiden oder direkt Ziegenkäsetaler besorgen. Diese auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und das Topping darauf verteilen.
3. Im vorgeheizten Backofen bei ca. 200 Grad ca. 10 bis 15 Minuten backen. Äpfel und rote Rüben in feine Scheiben schneiden und auf einem Teller verteilen.
4. Aus Olivenöl, Apfelessig, Salz und Pfeffer ein Dressing herstellen. Damit die Scheiben beträufeln und zum Schluss den Ziegenkäse und das knusprige Topping darüber geben.
Dazu passen ein paar Scheiben Baguette oder Schwarzbrot.

Apfel

Der Apfel ist das beliebteste Obst der Österreicher. Kein Wunder, denn pro Jahr werden hierzulande über 470.000 Tonnen erzeugt – die meisten davon in der Steiermark.

Dann, wenn die Tage kürzer werden, holt man sie von den Bäumen herab und erfreut sich an ihren Inhaltsstoffen.

Und die können sich sehen lassen: So sind Äpfel reich an Kalium, Kalzium, Vitamin B, E, C und haben ein antioxidative Wirkung.

Egal, ob im beliebten Strudel oder als Mus – Möglichkeiten, um Äpfel zu genießen, gibt es jede Menge.

Bratapfel

Ein Rezept-Klassiker für die kalte Jahreszeit sind Bratäpfel. Hierfür braucht es nicht viel und schon hält der Duft des Herbstes Einzug in die Küche.

Zutaten:

  • 6 Äpfel
  • 150 g gemahlene Mandeln
  • 3 EL Zucker
  • 1 Packung Vanillezucker
  • 1 Zitrone
  • 5 EL Milch
  • 2 EL Butter
  • etwas Apfelsaft

Zubereitung:

1. Das Kerngehäuse der Äpfel entfernen und die Schale länglich einschneiden.
2. Für die Fülle die Mandeln ohne Zugabe von Fett in einer Pfanne kurz anrösten.
3. Zucker, Vanillezucker, Milch, etwas abgeriebene Zitronenschale und den Saft einer halben Zitrone vermischen und die Äpfel damit füllen. Wer möchte kann hierfür einen Spritzsack verwenden, es geht aber auch mit einem einfachen Löffel.
4. Zum Schluss das Obst mit etwas Butter einstreichen und mit Zucker bestreuen, der im Ofen karamellisieren darf.
5. Äpfel in eine Form stellen und diese mit dem Apfelsaft füllen. Für ein optimales Ergebnis sollte das Obst zirka bis zur Hälfte vom Saft bedeckt sein. 20 Minuten bei 220 Grad backen bis die Äpfel schön weich sind.

Kohlsprossen

Bei Kohlsprossen, auch Rosenkohl genannt, scheiden sich die Geister: Die einen lieben sie für ihren besonderen, leicht bitteren Geschmack, die anderen meiden sie genau deswegen.
Fakt ist jedenfalls, dass die kleinen Rösschen sehr gesund sind.

Vitamin C, B, Kalium, Zink und Vitamin K sind nur ein paar der wichtigsten Inhaltsstoffe, die dieses Gemüse zu bieten hat. Daneben enthalten Kohlsprossen viele Ballaststoffe.

Kohlsprossen-Salat mit Räucherlachs

Kohlsprossen machen sich besonders gut mit einem weiteren Herbst-Klassiker: Maroni. Aber auch Lachs gesellt sich gerne zu den kleinen Knollen.

Zutaten:

  • 800 g Kohlsprossen
  • 250 g Räucherlachs
  • 2 EL Öl
  • 1 Zwiebel
  • Kren nach Belieben
  • 1 EL Zitronensaft
  • Salz
  • Dill

Zubereitung:

1. Die Kohlsprossen waschen, verdorbene Blätter entfernen und die Stielansätze kreuzweise einschneiden. In kochendem Salzwasser etwa 10 Minuten garkochen.
2. Zwiebel in feine Ringe schneiden. Öl in einer Pfanne erhitzen – hervorragend hierfür eignet sich Traubenkernöl, es kann aber auch jedes weitere Speiseöl verwendet werden.
3. Die Kohlsprossen kurz darin anbraten. Eine Salatschüssel mit den Kohlsprossen füllen, Lachs und Zwiebelringe dazugeben und mit Dill, geriebenem Krenn, Zitronensaft und Salz abschmecken.

Maroni

Auch sie sind ein Indiz, dass die Adventzeit naht: Maroni. Die Esskastanien enthalten wichtige Nährstoffe wie B-Vitamine, Vitamin C, Kalium oder Magnesium.

Sie bestehen fast ausschließlich aus Kohlenhydraten und Wasser und enthalten gleichzeitig nur sehr wenig Fett.

Maronikuchen

Ein Rezept für Naschkatzen ist der feine Maronikuchen, der im Handumdrehen gelingt. Sein Geheimnis: schmackhaftes Maronipüree.

Zutaten:

  • 320 g geriebene Mandeln
  • 1,5 EL Kakao
  • 1 Packung Vanillezucker
  • 6 Eier
  • 220 g Staubzucker
  • 320 g Butter
  • 400 g gekochte, essfertige Maroni
  • 80 ml Wasser
  • 80 g Staubzucker
  • 2 TL Kirschwasser (Obstbrand)
  • etwas Butter und Mehl für die Form
  • etwas Staubzucker zum Bestreuen

Zubereitung:

1. Aus Maroni, Staubzucker, Wasser und dem Obstbrand wird zunächst mittels eines Pürierstabes ein Maronipüree hergestellt.
2. Danach die Eier trennen. Das Eiweiß zu einem festen Schnee schlagen, aus den Eidotter, Butter, Zucker, Vanillezucker, Kakao und Mandeln einen Grundteig herstellen.
3. Den Schnee und das Maronipüree nun abwechselnd unterheben und zu einer homogenen Masse vermischen.
4. Eine Springform (26 cm) mit Butter einfetten und mit Mehl bestäuben.
5. Die Teigmasse einfüllen und im vorgeheizten Backofen ca. 60-70 Minuten bei 180 Grad backen. Zum Schluss je nach Belieben mit Staubzucker bestäuben.

Saisonkalender Obst & Gemüse

Jänner Mai September
Februar Juni Oktober
März Juli November
April August Dezember


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Quellen:

¹ Herbstliche Rezeptideen: Gartengemüse in Tempurateig
² WWF: Eskastanien & Maronen

Fotohinweis: sofern nicht extra anders angegeben, Fotocredit by Fotolia.com (bzw. Adobe Stock)

Linktipps

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– Obst und Gemüse: alles zu seiner Zeit
– Hagebutten – Wildobst für die Herbstküche
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– Ernährung nach TCM im Winter
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