Exotische Früchte liefern Vitamine und Spurenelemente (Teil 2)

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Kumquats

Kumquat, Guave, Sternfrucht, Mangostin – die Auswahl an frisch erhältlichen exotischen Obstsorten nimmt ständig zu. Die Früchte überzeugen nicht nur durch ihr exotisches Erscheinungsbild und aufregende Farben, sie stecken zumeist auch voller wertvoller Vitamine, Spurenelemente und Ballaststoffe.

Zimtapfel, Curuba & Co. – die wohl letzten wahren Exoten im umfangreichen und vielfältigen Marktangebot unserer Breiten. Doch nicht mehr lang und auch sie werden Einzug in unseren Supermarkt-Regalen halten. Ein Umstand, den man nur herbeisehnen kann, denn die frischen Früchtchen schmecken nicht nur aufregend verführerisch, auch ihr gesundheitlicher Wert ist beachtlich. Grund genug einige der schmackhaften Exoten näher vorzustellen.

Kumquat

Anbauländer der Kumquat (auch Zwergorangen) sind China, Japan, Nord- und Südafrika, Nord- und Südamerika, Israel und Spanien. Sie sind eng verwandt mit den Zitruspflanzen, die ebenfalls zu den Rautengewächsen zählen. Die Früchte der Kumquat sind eiförmig und von höchstens 4 cm Länge mit gelb-orangefarbener Schale. Die Frucht wird in der Regel mit Schale und Kernen gegessen; die Schale schmeckt eher herb-süßlich, das Fruchtfleisch sauer.

Kumquat

Durch kurzes Rollen zwischen den Fingern oder in der Hand wird die Schale weicher und nimmt einen süßeren und weniger bitteren Geschmack an. Kumquats werden oft geschnitten in Fruchtsalaten, als Beilage zu Süßspeisen, sowie als Garnierung zu Wild- und Geflügelbraten verwendet. Feinschmecker schätzen die Kumquatfrucht – ob ihres fruchtig-herben Geschmacks – eher in Alkohol (z.B. Rum) eingelegt.

Kumquats sind reich an Kalzium und Vitamin A und C (35mg/100g). Nährwert: 100g haben 65 kcal/272 kJ.

Kaktusfeige

Die ursprüngliche Heimat des Feigenkaktus dürfte Mexiko gewesen sein, heute ist er in weiten Teilen der Tropen und Subtropen verbreitet und ist auch im Mittelmeerraum häufig anzutreffen. Wie der Name schon sagt, ist der Feigenkaktus (Opuntia ficus-indica) eine Kakteenart aus der Gattung Opuntien mit essbaren Früchten, den so genannten Kaktusfeigen. Die ovale Frucht ist circa 7 bis 10 cm lang und hat je nach Reifegrad eine grünliche, gelbliche oder rötliche bis braune Färbung. Auf der ledrigen Außenhaut sitzen kleine Stacheln, die büschelartig angeordnet sind. Verzehrt wird das Innere der Frucht mit den ebenfalls essbaren Kernen. Das, je nach Sorte, gelborange bis rote Fruchtfleisch hat einen süß-säuerlichen Geschmack, der leicht an Birnen erinnert. Dabei sollte die Frucht wegen der Dornen nur mit einer Gabel gehalten und die Schale mit Hilfe eines Messers vorsichtig entfernt werden. Oder man hält die Früchte mit einer dickeren Plastikfolie in der Hand, schneidet sie mit einem Messer in zwei Hälften und löffelt mit einem Teelöffel das Innere aus. Legt man die Früchte vorher für einige Zeit in kaltes Wasser, werden die Dornen weicher und man kann sie mit einer Bürste entfernen.

Kaktusfeige

Kaktusfeigen enthalten reichlich Zucker, Kalzium, Vitamine der B-Gruppe und Vitamin C. 100g Fruchtfleisch enthalten 25mg Vitamin C. Nährwert: 100g Fruchtfleisch haben 36 kcal/154 kJ. Hinweis: Der Genuss von Kaktusfeigen kann den Harn rot färben, dies ist jedoch unbedenklich und geht rasch vorbei.

Curuba

Die Curuba ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Passionsblumen (Passiflora), der artenreichsten Gattung in der Familie der Passionsblumengewächse und zählt wie die Liane zu den Schlingpflanzen, trägt dem Weinlaub ähnelnde Blätter und hat lange rosafarbene oder weinrote Blüten, aus denen sich die länglichen Früchte bilden. Sie stammt ursprünglich aus Amerika, wird heute aber hauptsächlich aus Kolumbien importiert. Sie wird auf Grund ihrer Ähnlichkeit zur Banane auch als Bananenpassionsfrucht bezeichnet. Curubas sind ca 10 cm lang, mit einer weichen, gelben Schale. Das orange, geleeartige Fleisch hat einen säuerlichen, leicht apfelähnlichen Geschmack. Reife Früchte haben eine gleichmäßig gelb oder rot gefärbte Schale, die mit der Zeit zu schrumpfen beginnt. Überreife Früchte schmecken unangenehm säuerlich; unreife Früchte haben eine grünliche Schale. Die Schale lässt sich wie bei einer Banane abziehen.

Curuba

Das Fleisch der Curubafrucht kann einfach roh ausgelöffelt werden. Curubas passen in einem Fruchtsalat aber auch gut zu anderen Tropenfrüchten. Besonders gut schmeckt das Fruchtfleisch zu Eis, Pudding oder Cremes. Die Früchte enthalten Vitamin A und C und viele Ballaststoffe. Nährwert: 100g enthalten rund 40 kcal/167 kJ.

Rambutan

Rambutan ist eine tropische Baumart aus der Familie der Seifenbaumgewächse, die mit dem Litschibaum verwandt ist. Der Name der Pflanze leitet sich vom malaiischen Wort rambut ab, das „Haar“ bedeutet und verweist auf die dicht mit Borsten besetzte Frucht. Die Heimat der Rambutans ist Malaysien und aufgrund ihrer Verwandtschaft und Ähnlichkeit im Geschmack, werden sie auch „haarige Litchis“ genannt. Die etwa 5 Zentimeter großen rundlich-ovalen Früchte hängen lose zu 10 bis 20 in einer Rispe. Sie sind von einer rosafarbenen bis leuchtend-roten, ledrigen, dicht mit grünlich-gelben Borsten besetzten Schale umgeben, die das süß-aromatisch schmeckende, milchig-weiße, geleeähnliche Fruchtfleisch schützt. Der mandelähnliche Samen hängt fest am Fruchtfleisch und ist nicht genießbar.

Frische Rambutan öffnet man am besten, indem man die Schale mit einem Messer leicht ritzt, die beiden Seitenhälften auseinander klappt und das Fruchtfleisch vom Kern löst. Gut gekühlt und roh schmeckt die Rambutan am besten. Auch gemeinsam mit Vanille-, Amaretto-, Mokka- oder Pistazieneis schmeckt die Frucht sehr gut. Mit ihrem süßen und leichtsäuerlichen Geschmack eignet sich die Rambutan auch hervorragend zu verschiedenen Weichkäsesorten sowie zu Fleisch. Eine ungewöhnliche aber schmackhafte Variante sind Rambutans, die in Schinken gewickelt und auf kleine Stäbchen aufgespießt werden.

Rambutan

100 g Rambutan weisen einen Brennwert von etwa 270 kJoule auf und enthalten etwa 81 g Wasser, 1 g Eiweiß, 0,1 g Fett, 16,5 g Kohlenhydrate und 1,1 g Ballaststoffe. An Mineralien und Vitaminen sind etwa 20 mg Kalzium, 1,9 mg Eisen, 1 mg Natrium und 53 mg Vitamin C enthalten. Der ursprüng

Guave

Guave (auch Guava) gehören zu den Beerenfrüchten und wachsen auf einem immergrünen Strauch bzw. Baum, der bis zu 6 m hoch werden kann. Guavas stammen ursprünglich aus Südamerika werden heute aber auch in Mexiko, Südafrika, Indien und in einigen Mittelmeerländern kultiviert. ie Frucht ist rundlich bis leicht birnenförmig und kann einen Durchmesser von 2,5 bis 10 cm haben. Die wachsartige Schale ist blassgrün und wird bei der Reifung gelb. Das Fruchtfleisch ist gelb oder weiß-grünlich, saftig und enthält oft auch einige verholzte Kerne. Die zahlreichen Samen können mitgegessen werden. Beim Mitkochen verfärbt sich das Fruchtfleisch lachsrosa. Die Frucht duftet intensiv, schmeckt süss-säuerlich und erinnert an eine Kombination von Quitte, Birne und Feige. Die Früchte werden in Dosen konserviert sowie zu Gelee, Marmeladen (in Brasilien Goiabada), Sirups oder herzhaften Chutneys verarbeitet. Durch Pressen gewinnt man den Guavensaft, der als Guavennektar im Verkauf angeboten wird und vielen Multivitaminsäften beigemischt ist.

Guave

Die Guave ist eine der Vitamin C-reichsten Obstarten (200 – 400mg, bei vollreifen Früchten bis zu 900mg/100g). Sie wird daher als „Vitaminbombe“ bezeichnet. Weiters sind noch Pektin, Provitamin A, Vitamin B, Eisen, Kalium und Kalzium in größeren Mengen enthalten. Aufgrund des hohen Vitamingehaltes wirken Guavas vorbeugend gegen Erkältungskrankheiten. Nährwert: 100g Fruchtfleisch haben 34kcal/144 kJ.

Jackfruit

Die Jackfrucht, auch Jackbaumfrucht, Jakobsfrucht, im brasilianischen Portugiesisch Jaca, ist die Frucht des Jackfruchtbaumes aus der Familie der Maulbeergewächse, einem Verwandten des afrikanischen Brotfruchtbaumes. Verbreitet ist der Jackfrucht-Baum in allen tropischen Weltgegenden, hauptsächlich Malysien, Thailand und Brasilien. Jackfrüchte gehören zu den größten Früchten überhaupt, sie können bis zu 100 cm lang, 50 cm dick und 25 kg schwer sein. Die Früchte wachsen direkt am Stamm und weisen viele unterschiedliche Formen auf. Die gelbgrüne bis bräunliche, 5 bis 10 mm dicke und feste Schale ist mit Pickeln übersät, die wie kleine Stacheln aussehen.

Das Fruchtfleisch ist gelblichweiß bis orange und hat einen süßlichen, eigentümlichen Geschmack sowie einen etwas unangenehmen Geruch (deshalb ist sie in unsren Breiten auch als Stinkefrucht bekannt); in den kleinen Kammern des Fruchtfleisches liegen die bis zu 500 harten, großen, braunen Samen. Die Früchte wachsen am Stamm, sind unterschiedlich groß bis etwa zur doppelten Größe eines Menschenkopfes und von einer gelblich-grünlichen harten Schale mit kleinen Noppen umgeben. Das faserige Fruchtfleisch ist süß-saftig, von gelber bis hell-violetter Farbe mit einem Geschmack wie von Bananen und in etwa handtellergroße taschenartige Spalten unterteilt. Die in großer Zahl darin verteilten Samenkerne schmecken nach Kastanien und werden roh, gekocht oder getrocknet verspeist.

Jackfrucht

Jackfrüchte werden am besten mit einem Brotmesser in zentimeterdicke Scheiben geschnitten und dann entweder roh gegessen, für Fruchtsalate, Eis oder in Chutneys verwendet. 100 g Jackfrucht weisen einen Brennwert von etwa 390 kJoule auf und enthalten etwa 72 g Wasser, 1,5 g Eiweiß, 0,3 g Fett, 24 g Kohlenhydrate und 1,6 g Ballaststoffe. An Mineralien und Vitaminen sind etwa 34 mg Kalzium, 0,6 mg Eisen, 3 mg Natrium, 29,7 RE Vitamin A und 6,7 mg Vitamin C enthalten.

Karambole / Sternfrucht

Karambolen gehören zur Familie der Sauerkleegewächse (Oxalidaceae) und gedeihen auf 5 – 15 m hohen, buschartigen, immergrünen Bäumen. Die wichtigsten Anbauländer sind Malaysia, Sri Lanka, China, Thailand, Indonesien, Brasilien, Kolumbien, USA und Israel. Die Bäume bringen mehrmals pro Jahr kleine, wohlriechende, pink- bis lavendelfarbene Blüten hervor aus denen sich die Früchte entwickeln. Die Früchte sind oval bis ellipsoid, 6 – 13 cm lang bei einem Durchmesser von 3 – 6 cm und haben üblicherweise 5 (selten auch 4 oder 6) stark ausgeprägte, längsförmige Rippen. Die Haut ist dünn und glatt, hell- bis dunkelgelb gefärbt und weist eine Wachsschicht auf.

Das Fruchtfleisch ist hellgelb bis gelb, transparent, sehr saftig mit stark saurem bis mild süßlichem, allerdings nicht sehr intensiven Geschmack und hat je nach Sorte keine bis einige Kerne. Quer geschnittene Scheiben haben eine sehr typische Sternform. Sobald sich die Schale an den Kanten bräunlich zu verfärben beginnt, hat die Karambole ihren besten Reifegrad erreicht und sollte verzehrt werden. Das Fruchtfleisch ist dann auch intensiver gelb gefärbt, knackig, saftig und duftet nach Jasmin. Die Karambole wird mit der Schale meist roh gegessen, als Garnierung verwendet und schmeckt vorzüglich in Salaten mit Essig und Öl.

Karambole

Die Früchte bestehen zu über 93 % aus Wasser und enthalten neben 0,5 % Protein, 0,2 % Fette und 4,8 % Kohlenhydrate einen hohen Anteil an Vitamin A und C sowie Calcium und Eisen. In der chinesischen Medizin gilt die zerstoßene Frucht als gutes Wundheilmittel und der Saft soll fiebersenkend und vor allem durstlöschend sein.

Mangostin

Die zur Familie der Johanniskrautgewächse gehörende Mangostan ist ein 6 – 25 m hoher, sehr langsam wachsender, immergrüner Baum. Die rundliche Frucht ist 4 – 8 cm groß und hat eine 6 – 10 mm dicke, dunkelrot bis purpurrot gefärbte Schale, an deren einem Ende sich deutlich erkennbar eine verholzte Narbe befindet und an deren anderem Ende meist die 4 Kelchblätter eingetrocknet vorhanden sind. Unter der Schale befindet sich das schneeweiße, sahnig saftige, weiche Fruchtfleisch in 4 – 8 dreieckigen Segmenten, deren Anzahl sich an der verholzten Narbe bereits von außen erkennen lässt. Das Fruchtfleisch ist entweder samenlos oder enthält einige länglich eiförmige, 1,5 – 2,5 cm lange, gelblichgrüne, essbare Samenkörner. Das Fruchfleisch wird als Obst verzehrt. Der Geschmack ist mild säuerlich und wird als außerordentlich delikat, an Zitronen und Pfirsiche erinnernd, beschrieben. Mangostan werden in den Sommermonaten, etwa von Mai bis September, aus südostasiatischen Anbaugebieten in Thailand, Indonesien und Malaysia in kleineren Mengen angeboten.

Mangostin

100 g Mangostan weisen einen Brennwert von etwa 240 kJoule auf und enthalten etwa 79 g Wasser, 0,5 g Eiweiß, 0,3 g Fett, 14,7 g Kohlenhydrate und 5 g Ballaststoffe. An Mineralien und Vitaminen sind etwa 10 mg Kalzium, 0,5 mg Eisen, 1 mg Natrium und 4 mg Vitamin C enthalten.

Zimtapfel

Der Zimtapfel ist, wie auch die Cherimoya, eine Annonenfrucht und bei uns – wenn überhaupt – in Asia-Geschäften zu bekommen. Kultiviert wird die Frucht in Florida, auf Hawaii, in Ägypten, Indien, Südchina und im gesamten südostasiatischen Raum. Der Strauch oder Baum erreicht eine Höhe von ca. 6 bis 8 m, die Blätter weisen eine Länge von bis zu 17 cm auf. Der sehr dekorative Zimtapfel kommt sowohl mit grüner als auch rosafarbener Schale vor.

Die Frucht ist rund oder oval, hat einen Durchmesser von 6 bis 10 cm und wiegt 100 bis 230 g. Die Konsistenz ist cremig weich und erinnert geschmacklich an Vanille-Creme mit einem Hauch von Zimt. Der Geschmack wird erst bei sehr reifen, weichen Früchten voll entfaltet. Das Fruchtfleisch platzt dann förmlich aus der Schale heraus. Zimtapfel gilt nicht umsonst als Delikatesse, allerdings sind die 12 bis 18mm langen Samen giftig.

Zimtapfel

Zimtäpfel sind sehr konzentriert, d.h. sie enthalten für eine Frucht nur wenig Wasser. Mit 384kJ/100g (92kcal/100g) ist der Nährwert relativ hoch, vergleichsweise einer Banane.

Linktipps

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