Warum Schlaf so wichtig ist

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Ausreichend Erholung findet man nun mit ausreichend Schlaf

Schlaf ist lebensnotwendig! Während wir schlafen erholt sich unser Körper und Gehirn, um Neues aufnehmen zu können und bereits Erlebtes zu verarbeiten. Guter Schlaf ist Grundlage unseres Wohlbefindens, Basis für eine optimale Leistung am Tag und eine gute Lebensqualität insgesamt. Permanenter Schlafmangel macht krank und kann schwerwiegende Folgen mit sich bringen.

Unser Schlafverhalten wird von unserer „inneren Uhr“ gesteuert. Der innere Taktgeber ist dafür verantwortlich, dass wir uns zu bestimmten Zeiten besonders leistungsfähig oder eben besonders müde fühlen. Ein natürliches Schlaf- Wach- Verhalten ist in uns vorprogrammiert. Jedoch gerät dieser Mechanismus leicht wieder durcheinander. Die Gründe hierfür sind unterschiedlich. Vor allem aber sind Stress, innere Unruhe, Ängste, Sorgen sowie allgemeines körperliches Unbehagen häufige Faktoren, die zu Schlafbeschwerden führen. Die Folge: Ein- und Durchschlafstörungen die uns auf Dauer krank machen.

Melatonin: Das Schlafhormon

Melatonin ist ein Hormon, das bei Dunkelheit von der Zirbeldrüse, einem Teil des Zwischenhirns, produziert wird und den Tag- Nacht -Rhythmus des menschlichen Körpers steuert. Das sogenannte Schlafhormon, hat schlafanstoßende Wirkung und sorgt dafür, dass wir nachts einschlafen. Bei Einfall von Tageslicht wird die Produktion des Hormons gehemmt und in der Nacht wird Melatonin vermehrt ins Blut abgegeben und wirkt schlaffördernd.

Länger anhaltender Lichtmangel (in Winter zB) hat daher zur Folge, dass der Melatoninspiegel erhöht ist und wir uns permanent müde fühlen. Aber auch ein zu niedriger Melatoninspiegel kann mit Schlafstörungen einhergehen. Mit zunehmendem Alter nimmt die durchschnittliche Schlafdauer ab und Schlafprobleme treten gehäuft auf. Grund: der Körper produziert weniger Melatonin. Beim sogenannten Jetlag- Syndrom kann der Melatoninhaushalt durch die Zeitumstellung gestört werden, so z.B. bei Schichtarbeit und bei Fernreisen.

Was passiert mit uns beim Schlafen ?

Um mit den täglichen Belastungen fertig zu werden, ist der nächtliche Schlaf unentbehrlich. Wir brauchen unseren täglichen Schlaf, um uns zu erholen und um Energie zu sparen. Der Körper schaltet nun auf eine andere Funktionsweise um, in der die Körperteile die wir tagsüber beanspruchen nicht mehr oder anders zum Einsatz kommen. Im Schlaf speichern wir nicht nur Bewältigungsstrategien auf die der Körper in bestimmten Situationen wie Stress, Konflikten und die Abwehr von Krankheitserreger zurückgreift, sondern auch unser Gehirn wird während des Schlafes „aufgeräumt“ und am Vortag Gelerntes, wird dauerhaft abgespeichert und unwichtige Informationen wieder gelöscht. Schlafen ist somit harte Arbeit für Teile des Gehirns.

Schlafstadien

Zwar hat jeder Mensch einen unterschiedlichen Schlafbedarf, doch die Struktur des Schlafes ist immer gleich. Er besteht aus vier bis sechs Schlafzyklen pro Nacht, wobei sich die verschiedenen Schlafphasen nacheinander abwechseln:

  • Leichtschlaf-
  • Tiefschlaf- und
  • Traumschlaf (paradoxer Schlaf) oder REM-Schlafphase

Fast 90% der Traumaktivität ereignet sich während der REM-Schlafphase – diese gilt als aktiver Teil des Schlafs. Erlebnisse und Informationen die während des Tages erlebt wurden, werden nun mental verarbeitet. Die REM-Phase („Rapid Eye Movement“) dauert für etwa 20 Minuten an. Die Anzahl der Herzschläge nimmt zu, die Atmung steigt und kann dabei ungleichmäßig werden. Finger, Beine und Gesicht beginnen eventuell zu zucken. Während der REM-Phase träumen wir zudem am intensivsten.

Tipps für einen erholsamen Schlaf

Schlaf lässt sich nicht erzwingen. Je mehr man schlafen will, desto unwahrscheinlicher stellt sich der Schlaf ein. Jedoch sollten folgende Tipps für einen erholsamen Schlaf berücksichtigt werden.

  • auf regelmäßige Schlafzeiten achten
  • nicht wach im Bett liegen (ins Bett sollte man nur um zu Schlafen)
  • nicht auf die Uhr schauen
  • versuchen vollkommen abzuschalten ( sich bewußt entspannen und unangenehme Gedanken durch schöne Gedanken austauschen)
  • zu seinem persönlichen Einschlafritual finden (z.B. Lesen, Musik hören..)
  • selbst für eine „gesunde Schlafumgebung“ sorgen (Frische Luft, gute Matratze etc.)
  • ausreichend Bewegung am Tag machen (Gesunder Schlaf beginnt bereits am Tag! In Form von Spazieren an der frischer Luft zB)
  • Abends nur wenig und leicht verdauliches essen:
    Ein allzu voller Bauch ist für die Nachtruhe ungünstig, ebenso wie ein knurrender Magen. Wirksames Hausmittel bei Einschlafproblemen sind Bananen. Das in der Banane enthaltene Tryptophan erhöht den körpereigenen Serotoninspiegel, welches sich wiederum stimmungsaufhellend, spannungslösend und somit positiv auf den Schlaf auswirkt
  • nicht Rauchen (Koffeinhaltige Getränke und Nikotin erhöhen Blutdruck und Puls, steigern die Aktivität und erschweren somit das Einschlafen)
  • nur in genußvollen Mengen Alkohol zu sich nehmen (Abends ein Glas Rotwein zu trinken, wirkt beruhigend und unterstützend gegen
    Anspannungszustände, die häufige Ursache für Schlafprobleme sind.

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Linktipps

– Schlafstörungen: Schlafräume gesund und schlafgerecht einrichten
– Ich kann nicht schlafen – 10 einfache Schlafregeln
– Studie: Schlafdefizit im Alter führt zu Abbau der Denkleistung
– Einschlafen bei Kindern
– Alpträume bei Kindern
– Melatonin Mangel erkennen und behandeln
– Bruxismus (Zähneknirschen im Schlaf)

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