Erstgeborene sind seltener krank

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Erstgeborene

Erstgeborene Kinder sind in den ersten Lebensmonaten seltener krank als Zweit- oder Drittgeborene. Das liegt daran, dass Erstgeborene sehr gut durch mütterliche Abwehrstoffe geschützt sind und kaum Kontakt zu anderen ansteckenden Menschen haben. Das ändert sich dann beim Zweit- oder Drittgeborenen insofern, dass die älteren Kinder automatisch Keime aus dem Kindergarten bringen.

Da die kleineren Geschwister somit wesentlich öfter und intensiver mit Viren und Keimen in Kontakt kommen, wird ihre Immunabwehr von Anfang an stärker beansprucht und sie sind daher öfter krank als Erstgeborene. Trotzdem entwickle sich ihr Immunsystem normal und der Körper produziere ausreichend Abwehrstoffe. Dies fand der Kinderarzt Andreas Busse (Tegernsee) heraus, wie die Apothekenzeitschrift „Baby und die ersten Lebensjahre“ in ihrer neuesten Ausgabe berichtete.

Doch auch bei Erstgeborenen gibt es keinen Grund zur Sorge: Auch ihr Immunsystem entwickelt sich durch die Auseinandersetzung mit Umweltkeimen normal und der Körper produziert ausreichend Abwehrstoffe. Ab dem zweiten Lebensjahr ist es aber sinnvoll, Kinder mit anderen Kindern, zum Beispiel in einer Spielgruppe, zusammenkommen zu lassen, um so die Immunabwehr zu trainieren und das Immunsystem zu stärken.

Die Sorge mancher Eltern, ihre Kinder produzierten nicht genügend Abwehrstoffe, sei unbegründet, schrieb Busse. Erstgeborene seien durch mütterliche Abwehrstoffe geschützt und hätten kaum Kontakt zu Menschen, die sie anstecken könnten. Dennoch könne sich das Immunsystem ausreichend mit Umweltkeimen auseinander setzen und seine Abwehr trainieren. Ab dem zweiten Lebensjahr sollten sie aber mit anderen Kindern in Kontakt kommen, um ihr Immunsystem zu stärken, riet der Kinderarzt.

Linktipp:

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