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Datteln – die Wüstenfrucht des Lichts

Datteln – die Wüstenfrucht des Lichts

Datteln

Wer schon einmal frische Datteln vom Baum gegessen hat, wird es bestätigen: diese Frucht ist göttlich! Die Dattelfrucht zählt eigentlich zu den Beerenfrüchten und ihr weicher, honigartig süßer Geschmack ist einzigartig. Datteln sind nicht nur köstlich und das ganze Jahr über verfügbar – sie sind auch noch überaus gesund und nahrhaft.



Bei uns werden gerade rund um den Nikolo viele getrocknete Früchte verkauft, dabei gibt es die süße Beerenfrucht mittlerweile auch ganzjährig frisch. Wir haben für Sie alles Wissenswerte rund um die Dattel recherchiert.


Frisch oder getrocknet?

Frische Datteln – bei uns von September bis Jänner erhältlich – sollten möglichst innerhalb einer Woche verzehrt werden. ‚Frische‘ Datteln gelangen aber meistens nicht ‚frisch‘, sondern in gefrorenem Zustand in den Handel. Sie halten sich dann ca. sieben Tage, wenn sie im Kühlschrank aufbewahrt werden.

Beim Kauf frischer Datteln achten sie darauf, dass die Frucht zwar weich, aber keinesfalls matschig ist. Frische Datteln weisen viermal soviel Wasser auf wie getrocknete Früchte und drei- bis fünfmal weniger Zucker.

Im Inneren der Frucht sitzt ein harter, walzenförmiger Samenkern, von außen schützt eine ledrige Schale. Die meisten essen die Datteln mit Schale, doch so mancher Feinspitz schält die Frucht. Doch Achtung: nach dem Schälen unbedingt rasch Hände waschen, denn die braune Farbe lässt sich sonst nur sehr schwer entfernen.

Zur Trocknung vorgesehene Beeren werden schon halbreif geerntet. Sonne oder künstliche Wärme entzieht ihnen das Wasser, und die Trockenfrüchte halten dann sehr lange, bis zu über einem Jahr. Bei sehr langer Lagerung kristallisieren Datteln manchmal sogar, was sie noch süßer werden lässt und ihnen obendrein eine krokantartige, fast knackige Konsistenz verleiht.

Wollen Sie lange gelagerte Datteln lieber wieder weich genießen: einfach in einem Sieb über Wasserdampf hängen, bis sie die gewünschte Konsistenz erreichet haben.


Wie und wo wachsen Datteln?

Die über 1500 verschiedenen Dattelsorten wachsen als Beerenfrüchte auf bis zu 30 m hohen Palmen. Eine Palme trägt bis zu 1000 Früchte im Jahr, rund 200 Früchte haben auf einem herabhängenden Furchtständer Platz. Ein Baum kann bis zu 100 Kilogramm Früchte liefern, trägt aber nur alle zwei Jahre.

Die länglich-ovalen Beeren sind zwei bis sieben Zentimeter lang. Das Fruchtfleisch ist zunächst grün, im Lauf der Reifungszeit ändert sich die Farbe immer mehr ins Gold- bzw. Rötlichbraune.

Traditionelle Anbauländer sind im Nahen Osten und in Nordafrika; mitllerweile wird die Pflanze aber auch in China und im Westen der USA kultiviert.

Die bekanntesten Dattelsorten

Für den kommerziellen Anbau eignen sich nur wenige Dattelpalmen. Die bekanntesten sind

  • Berber Datteln
  • Medjool Datteln
  • Deglet Nour

Die getrockneten Sorten Medjoul und Deglet Nour sind 100% Rohkostprodukte und werden allein durch Sonneneinstrahlung und ohne Zusätze von Glucose oder Konservierungsstoffe veredelt.

Deglet Nour heißt übersetzt „Finger des Lichts“ – passend zur Legende, dass Gott den Menschen aus Lehm geschaffen hat – und mit dem Rest ein Kamel und eine Dattel.


Brot der Wüste

In den ursprünglichen Anbauländern gehören Datteln zu den Grundnahrungsmitteln. Wenn Beduinen von Datteln als dem „Brot der Wüste“ sprechen, wird deutlich, was für eine Bedeutung diese nahrhaften Früchte im Speiseplan der Wüsentvölker haben.

Extrem stärkehältige Sorten werden im arabischen Raum gepresst und tatsächlich wie Brot gegessen. Die Früchte eigen sich aber auch für die Produktion von Sirup, Mehl, Wein, Essig, Wein und Schnaps – ja sogar Pasta und Eis kann man aus ihnen herstellen.

Das sogenannte „Brot der Wüste“ trifft man vor allem in der nordafrikanischen Küche des Maghreb sowie in der orientalischen Küche häufig an. Datteln werden für süße und pikante Gerichte verwendet, auch in der veganen Küche wird die Dattel gerne eingesetzt. Bei uns werden die Früchte je nach Sorte in Salaten verarbeitet oder mit Käse, Nüssen und Schinken verzehrt. Sehr bekannt sind auch die mit Speck umwickelten Datteln, die ursprünglich aus der spanischen Tapas Küche kommen.


Datteln als natürliches Schlafmittel?

Die Dattel wird im arabische Raum auch wegen ihrer Wirkung als natürliches Schlafmittel sehr geschätzt: einer alten Tradition zufolge sollte man vor dem zu Bett gehen fünf Datteln essen, um eine geruhsame Nacht mit süßen Träumen zu genießen. Der Gehalt der Aminosäure Tryptophan ist dafür verantwortlich, zumindest wird das vermutet.

Denn aus Tryptophan entsteht im Körper der stimmungsaufhellende Botenstoff Serotonin und in weiterer Folge Melatonin, das eine wichtige Rolle bei der Regulierung des Schlaf-Wach-Rhythmus spielt. Tatsächlich passiert Tryptophan bei der Aufnahme mit Nahrung die sogenannte Blut-Hirn-Schranke wodurch die Nervenzellen im Gehirn ihr eigenes Serotonin herstellen können. Ob die mit der Nahrung aufgenommenen Mengen allerdings tatsächlich die Tryptophan-Konzentration im Gehirn so sehr erhöhen können, dass es zu den genannten Effekten kommt, ist unter Experten umstritten.

Datteln – Gesundheit aus der Wüste

Datteln dienen den Wüstenvölkern wegen ihrer langen Haltbarkeit seit jeher als Notvorrat. Sie sind speziell für das extreme Wüstenklima geeignet, denn anders als Feigen und Weintrauben faulen Datteln nicht. Als Schutz vor Vergärung setzt ein Trocknungsprozess ein und aufgrund des hohen Zuckergehalts (60-70%) konserviert sich die Dattel quasi von selbst. Aufwändige Trocknungsprozesse sind nicht notwendig.

Getrocknete Datteln enthalten nahezu kein Fett, dafür zirka 70 Prozent Zucker, vor allem in Form von Fruktose und Glukose zu gleichen Teilen. Dadurch sind sie ein schneller Energiespender. Trotz des hohen Zuckergehaltes sind Datteln aber keine Dickmacher, sie enthalten weniger Kalorien als Nüsse und gelten als gesunde Energielieferanten bei einem typischen Energieabfall am Nachmittag.

Datteln sind reich an Vitamin A, B und C und enthalten viele Mineralstoffe, wie Kalium, Calcium und Magnesium sowie Phosphor, Kupfer, Eisen und Zink. Datteln sind zudem sehr ballaststoffreich – sie enthalten sogar mehr Ballaststoffe als Vollkornbrot und weisen unter allen Obstsorten den höchsten Energie- und Rohfasergehalt auf. Weiters enthalten sie einen relativ hohen Anteil an Pantothensäure, die für ein schönes Hauptbild verantwortlich zeichnet.

Da Datteln Magen und Darm nicht belasten, sind sie auch als Unterstützung bei Verdauungsproblemen sehr beliebt.

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Linktipps:

– Entsäuern
– Datteln ein orientalischer Genuss
– Rezept: Gefüllte Datteln im Speckmantel
– Rezept: Orientalisches Huhn mit Datteln