Kürbis | Heilpflanzenlexikon

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Kürbis, Plutzer, Naturheilkunde

Kürbisse gehören zu den ältesten Kulturpflanzen überhaupt. Archäologische Funde aus Mexiko weisen darauf hin, dass der Kürbis bereits um 5000 bis 7000 v. Chr. angebaut wurde. In der Herbstzeit zählen Hokkaido, Butternut & Co. zu unverzichtbaren Bestandteilen der saisonalen Küche. Doch auch in der Naturheilkunde hat der Kürbis seinen Platz, zählt er doch zu einer der wenigen Heilpflanzen, die gegen Prostatabeschwerden helfen. Verwendet werden dazu hauptsächlich die Samen der Pflneze, also die Kürbiskerne.

Das Fruchtfleisch des Kürbisses erfreut sich in der Küche großer Beliebtheit und dient unter anderem zur Zubereitung von Suppen und Kuchen. Auch als Gemüsebeilage oder als Hauptspeise findet man den Kürbis immer häufiger auf Speisekarten. Zu einer wahren Spezialität wurde mittlerweile das aus den Kernen gewonnene Kürbiskernöl.

Der (Garten)kürbis ist eine einjährige krautige Pflanze mit liegenden oder rankenden Trieben, die bis zu 10 Meter lang werden können. Seine großen Früchte sind botanisch gesehen Beeren mit zahlreichen abgeflachten Samen und können ein Gewicht von über 30 kg erreichen.

Der schwerste gewogene Kürbis, eingetragen im Guiness-Buch der Rekorde (Stand 2009), erreichte ein Gewicht von 782,45 kg, wobei es sich hier allerdings um einen Riesen-Kürbis (Cucurbita maxima) handelte. Dieser ist ein naher Verwandter des Gartenkürbis, zu dem auch die bekannte Sorte Hokkaido gehört. Zu den bekanntesten Sorten des Gartenkürbisses gehören Zucchini und Spaghettikürbis.

Kenndaten

  • Wissenschaftlicher Name: Cucurbita pepo
  • Familie: Kürbisgewächse (Cucurbitaceae)
  • Wuchshöhe/Ausbreitung: als Kletterpflanze oder kriechend bis zu 10 m
  • Farbe der Blüten: Goldgelb
  • Erntezeit: September bis Dezember
  • Vorkommen: ursprünglich aus Amerika, heute nahezu weltweit kultiviert
  • Standorte: sonnig, auf sehr nahrhaften Böden
  • verwendete Pflanzenteile: Samen, Fruchtfleisch

Synonyme

Babenkern, Feldkürbis, Jonaskern, Kerbs, Kerwes, Kürbsch, Kürwes, Kürwessan, Ölkürbis, Pepone, Peponensamen, Plumpers, Plumperskern, Plutzer, Plutzersamen, Rundgurke

Wirksame Inhaltsstoffe

Alkaloid, Enzyme (Diastase = Amylase, Emulsin, Urease), Harz, Lecithin, Linolsäure, Mineralstoffe (Calcium, Kalium, Kieselsäure, Kupfer, Magnesium, Mangan, Natron, Selen, Zink), Öl, Pektine, Phytin, Phytosterin (= Phytosterole), Proteine (Cucurbitin, Edestin, Globulin), Rohrzucker, Salizylsäure, Steroide, Vitamin C, Vitamin E

Heilwirkung und Anwendungsgebiete

Der Kürbis gilt als harntreibend und magenschonend und findet auf folgenden Gebieten Anwendung:

  • Blasenschwäche
  • Fettsucht
  • Gicht
  • gutartige Prostatavergrößerung
  • Herzbeschwerden
  • Nierenschwäche
  • Prostatabeschwerden
  • Reizblase
  • Rheuma
  • Schwangerschaftserbrechen
  • Verstopfung
  • Würmer

Dosierung und Anwendung

Präparate aus Kürbiskernen erhält man inzwischen in allen Apotheken und im gut sortierten Handel. Die Kürbiskerne eignen sich geröstet zum Knabbern oder zur Herstellung eines Breis. Das Fruchtfleisch des Kürbis wird in der Küche vielseitig zubereitet, es eignet sich aber auch zur Herstellung eines Safts.

Saft:
Das Fruchtfleisch auspressen, davon 1 Tasse täglich trinken.

Brei:
50 g geschälte Kürbiskerne zu einem Brei zerquetschen und mit etwas Honig vermischen. Am besten auf nüchternen Magen essen.

Warnhinweise

Es sind keine Nebenwirkungen bekannt, lediglich seltene allergische Reaktionen bei überempfindlichen Personen können durch den Kürbis ausgelöst werden.

Wichtiger Hinweis: Allfällige in diesem Artikel angeführte mögliche Heilwirkungen von Pflanzen und Zubereitungen sind nicht als ärztliche Handlungsempfehlungen zu verstehen und ersetzen keinesfalls die fachliche Beratung durch einen Arzt oder Apotheker.

Linktipps

– Informationen rund um den Kürbis
– Köstliche Kürbis-Rezepte
– Plutzer-Power: Gesundheit aus dem Kürbis
– Heilpflanzenlexikon – Index

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