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Alzheimer und Psychoenergie-Therapie

Alzheimer und Psychoenergie-Therapie

Alzheimer und Psychoenergie-Therapie

Demenz und Alzheimer – die Seuche des 21. Jahrhunderts. Es gibt kaum mehr Menschen, die nicht von Alzheimer betroffen sind. Sei es im Bekannten- oder Familienkreis, Geschichten über den schwierigen Umgang mit Menschen die sich selbst verlieren, sind uns allen geläufig. Das ist Schattenseite der Medizin, die uns ein immer längeres Leben ermöglicht und der Umgang mit an Alzheimer erkrankten ist nicht einfach – weder für professionelle Pfleger, noch für Freunde und Angehörige. Doch es gibt Wege und Möglichkeit die Sprachlosigkeit zu überwinden. Wir haben mit der Autorin Angelika Reutter im Interview darüber gesprochen.



Kontakt und Nähe halten – auch ohne Worte

Sprache ist seit Kindertagen an das uns vertraute Instrument, mit dem wir mit anderen Menschen und mit unserer Umwelt in Kontakt treten. Doch nicht nur die Worte sind entscheidend, auch der Ton macht die Musik. Angelika U. Reutter ist Psychologin und seit 25 Jahren als Therapeutin in eigener Praxis in der Schweiz tätig. Sie arbeitet seit vielen Jahren mit alten Menschen, ist Begründerin der Psychoenergie-Therapie® und Buchautorin. Ihr Engagement gilt der Entfaltung des individuellen Potenzials und der bewussten spirituellen Entwicklung eines jeden Menschen – auch wenn er seine Sprache – und sich selbst – zunehmend vergisst.

Denn aus dem Herzen kommenden Worte haben einen unverwechselbaren Klang, auch wenn der Sinn für manche Alzheimer Patienten nicht mehr nachvollziehbar ist. Der richtige Umgang, der sanfte Ton kann Geborgenheit vermitteln, auch wenn der Sinn nicht mehr beim Empfänger landet. Die richtigen Worte sind immer gut, die richtige Betonung zu finden ist aber eine weitere Möglichkeit, der Sprache eine Seele zu geben, mit der Verständigung weiterhin möglich ist.

Seelensprache lernen

Psychoenergie-Therapie® ist eine Methode, um diese Seelensprache zu erlernen. In ihrem aktuellen Buch zeigt Angelika Reutter anhand zahlreicher Beispiele, dass diese Seelensprache eine tragfähige Brücke zum anderen ist – und bleiben kann.

Es geht dabei nicht so sehr um den Sinn der Worte. Die Methode ermöglicht es vielmehr, auch auf andere Arten Kontakt herzustellen. Es geht um eine Sprache von Herz zu Herz, die mit dem Klang in unserer Stimme, Berührungen oder auch tiefen Blickkontakten im gemeinsamen Schweigen Kontakt herstellt und Beziehung zum anderen schafft. Auch zu geliebten Menschen, denen die Worte ausbleiben und die nicht mehr zu sprechen vermögen.

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Das Buch ‚Wenn die Worte fehlen – Von der Kraft der Seelensprache‘ ist ein praxisnahes Buch, um Menschen aus der Isolation und Einsamkeit zu führen. Es gibt Anleitung zu grundlegende Übungen, um diese sensible Sprache zu erlernen und macht Mut, eigene Seelenworte zu finden. Wir haben die Autorin zum Interview gebeten:

Interview

Gesund.co.at.: Frau Reutter, meinen Sie, dass durch entsprechende Wahrnehmungsschulung und Kommunikation Alzheimer und Demenz vorgebeugt werden kann?

Angelika Reutter: Die Frage nach einer wirksamen Prävention von Alzheimer und Demenz kann bis heute nicht schlüssig beantwortet werden. Im Zusammenhang mit einer lebendigen Seelensprache ist es bedeutsam, sich der Signatur des Krankheitsbildes Demenz bewusst zu werden und der Frage nachzugehen, in welcher Art und Weise sie unseren Zeitgeist spiegelt.

Aktuell erforscht die Neurowissenschaft fieberhaft unsere Gehirnfunktionen, auch um den an Demenz erkrankten Menschen helfen zu können. Bei der Demenzerkrankung, „dem großen Vergessen“, wird deutlich, dass wir als Individuum und als Gesellschaft die Aufgabe haben, unsere seelisch-geistige Entwicklung ernst zu nehmen. Denn die Kommunikation mit Demenzerkrankten erfordert, dass wir „durch die Seele sprechen“ lernen.

Dies beinhaltet, den Bezug zu den geistigen Ressourcen durch ein erweitertes und vertieftes Bewusstsein herzustellen, das um die Kraft der jedem Menschen innewohnenden Spiritualität weiß. Die Schritte dazu – sich bewusst nach Innen wenden, den Reichtum der Seele entdecken und sich für das Geistige öffnen -, werden in dem Buch beschrieben und anhand von praktischen Beispielen sowie konkreten Übungen dargelegt.

Gesund.co.at.: Wie soll man Betroffene, also an Demenz Erkrankte, auf ihre Krankheit hinweisen? Welche Kommunikationsmethoden empfehlen Sie in welchen Stadien? Und wer soll informieren? Arzt oder Angehörige?

Angelika Reutter: Ich plädiere für ein Gespräch mit allen, weil nichts demütigender ist, als wenn über einen gesprochen wird, dies ganz besonders am Anfang der Erkrankung. Es braucht ein gemeinsames „wording“, eine einfühlsame Transparenz.

Dabei ist es wichtig, nicht ständig an die Defizite zu erinnern, sondern zu validieren: Hierzu ein Beispiel: Eine Patientin stürzt in das Ärztezimmer. „Ich muss meine Tochter um 14.15 Uhr vom Bus abholen. Sie muss in die Schule. Bitte helfen Sie mir.“ Die freundliche Antwort: “Frau M., Ihre Tochter ist schon erwachsen und muss nicht mehr abgeholt werden. Frau M. beruhigen Sie sich. Es wird alles gut.“ Frau M. stampft mit dem Fuß auf und verleiht ihren Worten mit dem Regenschirm Nachdruck: „Bitte helfen Sie mir.“ Frau M. geht zur Türe und kommt wieder zurück. „Ich muss meine Tochter abholen. Bitte helfen Sie mir.“ Ein Pfleger nimmt Frau M. am Arm: “Ich helfe Ihnen. Ihre Tochter hat Ihnen einen wunderbar duftenden Blumenstrauß geschenkt. Kommen Sie, wir gehen auf Ihr Zimmer, zu den Blumen Ihrer Tochter.“ – „Blumen“, murmelt Frau M. und streichelt dem Pfleger über die Wange. Sie gehen gemeinsam in ihr Zimmer.

Auch wenn der erkrankte Mensch das innere Erleben nicht mehr in zusammenhängenden Worten ausdrückt, so sind doch alle diese Empfindungen vorhanden. Für Angehörige und Pflegende wird es daher wichtig, dem emotionalen Sprachchaos bis hin zur Sprachlosigkeit mit einer bewussten Seelensprache zu begegnen, mit Worten, die aus der Herzenswärme heraus trösten.

Gesund.co.at.: Welche drei wichtigen Tipps geben Sie Angehörigen bezüglich der Kommunikation mit Demenzkranken?

Angelika Reutter: Erstens: Nicht argumentieren – daraus entsteht nur Verunsicherung, weil der Betroffene Argumenten nicht mehr folgen kann.

Zweitens: Wirklich wahrnehmen, wo der Andere sich befindet, sich auf diese Ebene einlassen und dabei ganz bei sich bleiben. Diese Art der Präsenz schafft Resonanz und daraus entsteht ein atmosphärischer Raum – ein „Boden unter den Füssen“, der Sicherheit und Geborgenheit gibt. Es braucht ein rhythmisches Zeitverständnis – ganz diesen einen Moment zu erleben und wahrzunehmen, was jetzt ist. Daraus ergibt sich der Impuls, das zu tun, was angebracht ist.

Drittens: Die Seelensprache bewusst einsetzen: Mit einer Geste, mit einem wohlwollenden Blick, dem Mitsummen einer Melodie; mit einer respektvollen Berührung oder im Schweigen, das von einer Kraft erfüllt ist, die stärkt.

Gesund.co.at.: Wir bedanken uns für das Interview!

Wir sind sicher, dass das Buch eine wertvolle Stütze für all jene sein kann, die mit Alzheimer in Kontakt kommen – und werden immer mehr. In diesem Sinn: dieses Buch ist eine Empfehlung der Gesund.co.at Redaktion, eine wertvolle Hilfe für Angehörige und Betreuende von Alzheimer- und Demenz-Patienten. Es hilft zu verstehen, dass Zuneigung und Nähe auch dann wahrgenommen werden, wenn die Dankesworte dafür schon lange ausbleiben – und daraus kann man Kraft schöpfen!


Linktipps:

– Therapieformen bei Demenzerkrankungen
– Kann man Alzheimer vorbeugen?
– Folgen von Alzheimer mildern
– Altern in der EU – eine Herausforderung