SARS (schweres akutes Atemnotsyndrom)

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SARS

In Österreich haben sich zum Glück die zwei Verdachtsfälle nicht bestätigt. Deutschland aber hat die mysteriöse Lungenkrankheit am Dienstag erreicht. In Kanada wurden bis dato 139 Fälle bestätigt, wobei 15 leider tödlich endeten. Das Robert-Koch-Institut in Berlin hat nun neben zahlreichen Informationen auch die Falldefinition für das „Schwere Akute Respiratorische Syndrom“ zusammengestellt.

Ansteckung

Die Übertragung findet vor allem über eine Tröpfcheninfektion, also über den Atemtrakt, statt. Eine Übertragung nur über die Luft ist umstritten und gilt als unwahrscheinlich.
Nachdem bisher davon ausgegangen wurde, dass es nur durch den engen Kontakt mit einem Infizierten zu einer Ansteckung kommt, wird mittlerweile nicht mehr ausgeschlossen, dass sich der Erreger des S.A.R.S. auch über die Luft, über Wasser oder Klimaanlagen verbreiten könnte.

Nach dem derzeitigen Wissensstand überlebt der Erreger unter normalen Bedingungen außerhalb eines Organismus über 24 Stunden. Bei Temperaturen über 60° C lässt sich das Virus jedoch sehr gut abtöten. Infizierte Personen, bei denen es nicht zu Krankheitssymptomen gekommen ist, gelten als nicht infektiös, ihre Umgebung, vor allem auch Kinder, müssen daher keine Übertragung befürchten. Sollten sich aber innerhalb von rund 10 Tagen nach der Rückkehr von einem Aufenthalt in den gefährdeten Gebieten auch nur eines der oben genannten Anzeichen bemerkbar machen, ist sofort ein Arzt zu konsultieren.

Hauptsymptome

– schwerer Husten
– Halsschmerzen
– Atemnot, kurzer Atem
– hohes Fieber (über 38°C)

Folgende Symptome können noch auftreten:

– allgemeines Unwohlsein
– Kopfschmerzen
– Muskelsteife
– Hautausschlag
– Verwirrtheitszustände
– Durchfall
– Appetitlosigkeit

Das Virus

Nach einer Mitteilung der Welt Gesundheitsorganisation (WHO) vom 16. April, 2003 steht fest, dass es sich bei dem Erreger der S.A.R.S. um ein – bisher beim Menschen noch nicht beobachtetes – Virus aus der Familie der Coronaviren handelt. Sein Genom wurde mittlerweile vollständig entschlüsselt. Es muss aber auch gesagt werden, dass zwei bisher schon bekannte Vertreter dieser Viren-Familie, für etwa ein Drittel aller harmlosen Erkältungserkrankungen verantwortlich gemacht werden können.

Gegenmaßnahmen

Eine den Erreger bekämpfende Therapie existiert bis jetzt noch nicht. Es hat sich jedoch in der letzten Zeit gezeigt, dass das für die Therapie von Hepatitis C verwendete Ribavirin eine zumindest den Verlauf mildernde Wirkung zeigt. Man ist aber dennoch vordringlich auf eine intensivmedizinische Versorgung angewiesen. Die Patienten werden dabei streng isoliert. Das Personal kommt mit ihnen nur in Schutzanzügen und einem besonderen Atemschutz in Kontakt.

Die Krankheit endet nach vorläufigen Schätzungen in 3 bis 5 % der Fälle tödlich. Auf Grund der Tatsache, dass die Erkrankung sehr neu aufgetreten ist, liegen aber noch keine verbindlichen Zahlen vor. Es sei gesagt, dass die Sterbensrate bei einer „normalen“ Lungenentzündung in den Krankenhäusern mit ca. 10% deutlich höher liegt.

Linktipps

Robert Koch Institut
– Welt Gesundheits Organisation (WHO) englische Seite
– Ebola – die Fieberkrankheit