Medizinlexikon: Gastroskopie

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Gastroskopie

Bei der Gastroskopie (Magenspiegelung) wird mit Hilfe eines Gastroskopes das Innere von Speiseröhre, Magen und Zwölffingerdarm untersucht. Das Gastroskop ist ein etwa 110 cm langer und 0,9 cm dünner elastischer Schlauch, dessen Spitze vom Untersucher aus via Mund (neuerdings oft auch schon durch die Nase) in alle Bereiche des Magens gelenkt werden kann.

Es beherbergt eine Videokamera und eine Lichtquelle und überträgt Bilder von der Schleimhaut an einen Fernsehmonitor. Diese werden vom Arzt betrachtet, fotografische Befunde können erstellt und ausgewertet werden. Auch die Entnahme von Gewebeproben oder kleine operative Maßnahmen sind bei einer Magenspiegelung möglich.

6 Stunden vor der Untersuchung sollten Patienten außer klaren Getränke keine Nahrung mehr zu sich nehmen, um die bestmöglichen Untersuchungsbedingungen zu gewährleisten. Um die Untersuchung zu erleichtern und den Würgereiz auszuschalten, wird der Rachen mit einem lokalen Betäubungsmittel eingesprüht.
Empfehlenswert ist auch eine Beruhigungsspritze, die während der etwa 10 Minuten dauernden Untersuchung eine Art von Dämmerzustand bewirkt (wird immer häufiger in Anspruch genommen).

Nach der Untersuchung sollte man keine konzentrationsintensiven Tätigkeiten ausüben – auch auf das Auto sollte verzichtet werden. Wesentliche Komplikationen treten bei einer Gastroskopie eher sehr selten auf.

Wann ist eine Gastroskopie sinnvoll?

  • Häufige Schmerzen im Oberbauch
  • Wiederholtes Sodbrennen
  • Unklare Schluckstörungen
  • Lange anhaltende Übelkeit
  • Brechreiz und Erbrechen
  • Blutarmut (Anämie)
  • Verdacht auf Magengeschwür

Linktipps

– Über den Verdauungstrakt und Endoskopie
– Endoskopieatlas des Gastrointestinaltraktes
– Magenschleimhautentzündung (Gastritis)
– Gastroskopie bei Wikipedia
– Bodyscanner (Nacktscanner)
– Patientensicherheit
– Medizinlexikon Koloskopie
– Medizinlexikon Irrigoskopie
– Medizinlexikon Rektoskopie
– Medizinlexikon Sonographie
– Medizinlexikon Endoskopie
– Medizinlexikon Magnetresonanztomographie
– Medizinlexikon Computertomographie

Zur Information: Diese Informationen wurden – im Sinne mündiger Patienten – für interessierte Laien eingerichtet. Keinesfalls dürfen sie als Ersatz für medizinsche Beratung und Hilfe seitens qualifizierten Personals aus dem jeweiligen Fachbereich angesehen oder eingesetzt werden. Kontaktieren Sie bei Beschwerden jedenfalls den Arzt Ihres Vertrauens!

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