Medizinlexikon: Rektoskopie

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Rektoskopie

[f], rektal = den Mastdarm betreffend,

Bei der Rektoskopie (Mastdarmspiegelung) handelt es sich um eine Untersuchung des Enddarmes sowie auch häufig einer Untersuchung des letzten Abschnittes es Afters. Oft werden bei Bedarf auch Gewebeproben der Schleimhaut entnommen bzw. kleinere operative Eingriffe vorgenommen.

Mögliche Gründe für eine Rektoskopie

  • Unregelmäßiger Stuhlgang
  • Früherkennung von Mastdarmkrebs
  • Entzündungen
  • Blutabgang
  • Schleim
  • Hämorrhoiden
  • Jucken im Afterbereich
  • etc.

Vorbereitung auf die Rektoskopie
Vor der Rektoskopie muss der Mastdarm gereinigt werden. Diese Reinigung ist keinesfalls so intensiv wie bei anderen Magen-Darmuntersuchungen (z.B. bei der Irrigoskopie) und erfolgt erst ca. eine halbe Stunde vor der Untersuchung: Der Enddarm wird mit einem Einlauf geleert. Immer häufiger wird aber auch (um die Untersuchungsergebnisse zu verbessern) ein starkes Abführmittel verabreicht, welches ca. 1 Stunde vor der Untersuchung eingenommen wird und welches nach ca. 15-30 Minuten wirkt.

Ablauf der Rektoskopie
Eine Mastdarmspiegelung dauert ca. 5-15 Minuten. Der Eingriff erfolgt ambulant und in Seitlage.
Das Rektoskop (ca. 20-30 cm lang, 2cm Durchmesser) wird mit Gleitmittel eingerieben und folglich in den Enddarm eingeführt.
Die Untersuchung sollte relativ schmerzfrei ablaufen – etwaige Probleme umgehend den Untersuchenden mitteilen (auch wenn nach der Untersuchung Schmerzen auftreten).

Nach der Rektoskopie
Nach der Untersuchung ist eine Nahrungsaufnahme umgehend möglich.
Sollten Beruhigungsmittel eingenommen worden sein bzw. eine Beruhigungsspritze verabreicht worden sein: auf Autofahrten bzw. konzentrationsintensive Tätigkeiten verzichten.

Linktipps

– Endoskopieatlas des Gastrointestinaltraktes
– Magenschleimhautentzündung (Gastritis)
– Virtuelle Koloskopie
– Medizinlexikon Biopsie
– Medizinlexikon Endoskopie
– Medizinlexikon Gastroskopie
– Medizinlexikon Sonographie
– Medizinlexikon Koloskopie
– Medizinlexikon Laparoskopie
– Medizinlexikon Irrigoskopie
– Medizinlexikon Magnetresonanztomographie
– Medizinlexikon Computertomographie
– Papaya gegen Reizdarmsyndrom?

Zur Information: Diese Informationen wurden – im Sinne mündiger Patienten – für interessierte Laien eingerichtet. Keinesfalls dürfen sie als Ersatz für medizinsche Beratung und Hilfe seitens qualifizierten Personals aus dem jeweiligen Fachbereich angesehen oder eingesetzt werden. Kontaktieren Sie bei Beschwerden jedenfalls den Arzt Ihres Vertrauens!

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