Was passiert hier in meinem Auge?
In der Netzhaut wird Licht in Sinneserregungen umgewandelt und durch den Sehnerv in das Gehirn geleitet, wo der eigentliche Sehprozess stattfindet. In der Netzhaut befinden sich Stäbchen (in der Außenzone) und Zäpfchen (im Inneren der Netzhaut), welche sich beim Sehen ergänzen. Die Stäbchen sich dafür zuständig auch in der Nacht oder bei Dämmerlicht klar zu sehen, die Zäpfchen übernehmen das Tagsehen etwa beim Lesen.
Durch verminderte Stäbchenfunktion kann es nun zu einer Verschlechterung der Hell/Dunkel- Sichtfähigkeit kommen. Das Auge stellt sich sehr langsam oder gar nicht mehr auf die Dunkelheit um. Dies stellt sich meist in der Jugend ein und kann bis zur völligen Nachtblindheit führen. Im Allgemeinen ist dies das erste deutliche Anzeichen für RP.
Im Normalfall hat eine Person mit gesunden Augen einen 180° breiten Panoramablick. Hierbei ist die Außenzonen unscharf und die Blicklinie (Makula) bietet die beste Sichtschärfe.
Bei Patienten mit Retinitis Pigmentosa löst sich aber diese Außenzone allmählich und das Gesichtsfeld wird beeinträchtig. Da diese Außenzonen auch zur Orientierung dienen, klagen viele RP- Patienten oftmals über Orientierungslosigkeit, obwohl noch keine Augenerkrankung festgestellt wurde.
Die spätere Beeinträchtigung der Zäpfchen führt dann in weiterer Folge zu Störungen im Kontrastsehens. Eine Trübung des Auges geht einher und der RP- Betroffene wird zunehmend lichtempfindlich.
Behandlung
In frühen Stadien der Erkrankung kann auch für den Augenarzt eine Diagnose auf Retinitis Pigmentosa nicht ganz leicht werden, da weder Sehstörungen noch eindeutige Krankheitsanzeichen vorhanden sind. Untersuchungen des Gesichtfeldes, der Sehschärfe, Hell/Dunkel- Anpassung und des Farbsinnes sowie die Augenhintergrundspiegelung und die Messung der Netzhautstromkurve (Elektroretinographie) sind notwendig, um RP ausschließen zu können.
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