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Schlafstörungen | Krankheitslexikon

Schlafstörungen | Krankheitslexikon

Schlafstörungen

Nahezu jeder Mensch wird einmal von Schlafstörungen geplagt. Die „Schlaflosigkeit“, also Ein- und Durchschlafstörungen, kann dabei verschiedenste Ursachen haben, wobei in den meisten Fällen keine schwere körperliche oder seelische Grunderkrankung zugrunde liegt. Von einer echten, behandlungsbedürftigen Insomnie spricht man, wenn eine Schlafstörung mit einer ungenügenden Dauer oder Qualität des Schlafes über einen längeren Zeitraum bestehen bleibt. Dabei müssen allerdings Altersunterschiede bedacht werden: Ältere Menschen brauchen in aller Regel weniger Schlaf, bei ihnen kann eine vermeintlich ungenügende Schlafdauer in Wahrheit vollkommen normal sein.



SYMPTOME VON SCHLAFSTÖRUNGEN SIND:

  • Müdigkeit am Tage
  • Kopfschmerzen
  • verminderte Leistungsfähigkeit
  • Stress am Arbeitsplatz
  • Gedächtnisstörungen
  • Gereiztheit oder Traurigkeit bis hin zur Depression
  • Sexualstörungen wie Impotenz
  • Ein- und Durchschlafstörungen
  • Ohrgeräusche
  • übermäßiges nächtliches Schwitzen
  • vermehrtes nächtliches Wasserlassen

DIAGNOSE

Es gibt verschiedene Formen von Schlafstörungen: Neben der Insomnie, der „Schlaflosigkeit“, um die es hier geht, gibt es auch das Schlaf-Apnoe-Syndrom (SAS), bei dem es in der Nacht zu kurzen Aussetzern der Atmung kommt. Diese Patienten bemerken von ihrem Leiden meist nur, dass sie am Morgen nicht erholt sind. Zu längeren, akut bedrohlichen Atemstillständen kommt es beim SAS glücklicherweise nur relativ selten, es können durch den Sauerstoffmangel jedoch langfristig Schäden entstehen.

Zudem führen einige Erkrankungen auch zu Schlafstörungen, bei denen das Schlafbedürfnis über ein normales Maß erhöht ist. Bei der Insomnie handelt es sich meist um eine funktionelle Störung, d. h. ein Symptom ohne erkennbare Ursache. Trotzdem muss die Diagnose der Schlafstörungen immer mit dem Ausschluss möglicher körperlicher und seelischer Erkrankungen beginnen, deren Folge die Schlafstörung in einigen Fällen ist. Erst wenn feststeht, dass keine schweren Grunderkrankungen vorliegen – in diesen Fällen ist die Schlaflosigkeit meist das einzige Symptom, über das die Patienten klagen – kann die Diagnose einer „primären Insomnie“, einer Schlafstörung ohne erkennbare Ursache, gestellt werden.

Eine letzte Unterscheidung erfolgt dann zwischen Ein- und Durchschlafstörungen. Patienten, die an Einschlafstörungen leiden, wälzen sich abends stundenlang im Bett und finden nicht in den Schlaf. Im Falle von Durchschlafstörungen kommt es zu häufigem nächtlichen Erwachen, das die Patienten immer wieder vor das Einschlaf-Problem stellt. Möglich, und nicht selten, sind auch Kombinationen beider Formen der Insomnie. Erheblich erweiterte Möglichkeiten der Diagnose bieten mittlerweile in vielen Krankenhäusern eingerichtete „Schlaflabors“. Dort kann genau ermittelt werden, welche Phasen des Schlafes beim jeweiligen Patienten gestört sind, ob und welche Auffälligkeiten sich während der Nacht hinsichtlich der Funktion von Kreislauf, Atmung und Nervensystem zeigen.

KRANKHEITSVERLAUF

Leichte Schlafstörungen, die fast jeder irgendwann einmal erlebt, sind meist von kurzer Dauer. Besteht das Problem jedoch über längere Zeit, entwickelt sich häufig eine chronische Insomnie, die einer Behandlung bedarf: Patienten, die dauernd zu wenig schlafen, zeigen eine erhebliche Verminderung ihrer Konzentrations- und Reaktionsfähigkeit am Tag. Zudem ist zu bedenken: Schlaf ist ein physiologisches Grundbedürfnis wie Essen und Trinken, der Organismus holt sich unter Umständen den Schlaf, den er nachts nicht bekommt, zu anderer Zeit.

Der daraus folgende „Sekundenschlaf“ kann im Alltag – etwa beim Autofahren oder am Arbeitsplatz – zu gefährlichen Situationen führen. Unabhängig von der Ursache der Schlafstörung spielen im Verlauf der Erkrankung vielerlei psychologische Faktoren eine Rolle. Wird das Einschlafen über eine längere Zeit als „Quälerei“ empfunden, setzen sich die Patienten dann noch unter Druck, zu einer bestimmten Zeit schlafen zu müssen, dann wird die Nacht früher oder später statt als Zeit der Erholung als eine Zeit starker psychischer Anspannung empfunden. Die daraus folgende Schlaflosigkeit führt zur Angst, wieder nicht einschlafen zu können – und so weiter. Ein Teufelskreis ist entstanden.

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THERAPIE

Wichtig ist es, wieder einen normalen Schlaf-Wach-Rhythmus einzuüben. Wer nachts nicht schlafen kann und dafür bis zum Mittag im Bett bleibt – oder sich ersatzweise mittags noch einmal ein Stündchen aufs Ohr legt -, der darf sich nicht wundern, wenn er dann abends wieder nicht einschlafen kann. Hier ist vom Patienten eiserne Disziplin gefragt, und wer bis zum Abend durchhält, der wird sehr froh sein, nun ins Bett gehen und schlafen zu „dürfen“ – und die Nacht endlich wieder als erholsam, und nicht bedrohlich empfinden.

Sehr hilfreich auf dem Weg zurück zu einem gesunden Schlaf können auch Entspannungsübungen wie das Autogene Training sein. Patienten sollten, statt ihren Arzt um „Schlaftabletten“ zu bitten, ihn lieber nach Angeboten aus diesem Bereich fragen. Entspannungsübungen haben eine wesentlich nachhaltigere Wirkung im Vergleich zu Schlaftabletten – und keine Nebenwirkungen. Kurse zum Autogenen Training oder der Progressiven Muskelentspannung nach Jacobson werden oft auch von Volkshochschulen und Krankenkassen angeboten.

VORBEUGUNG

Eindeutige Empfehlungen, wie man Schlafstörungen vorbeugen kann, gibt es natürlich nicht – schließlich kommt die Störung meist aus heiterem Himmel auf die Patienten zu. Um jedoch zu verhindern, dass überhaupt erstmals Probleme auftreten, kann man einige einfache Regeln befolgen: So banal es klingt – das Bett ist zum Schlafen da. Wer im Bett auch isst, fernsieht und vielleicht noch Büroarbeiten erledigt, der riskiert, dass er unbewusst in seinem Kopf die feste Verbindung von Bett und Schlafen löscht – und sich abends wundert, dass er sich im Bett wälzt und nicht zur Ruhe kommt.

Ein voller Bauch studiert nicht nur ungern, mit vollem Magen schläft es sich auch schlecht. Deshalb sollte die letzte Mahlzeit des Tages nicht zu kurz vor dem Schlafengehen zu sich genommen werden. Schlafräume sollten niemals überheizt sein. Die optimale Raumtemperatur zum Schlafen liegt bei 18 °C. Frische Luft ist in jedem Fall gesund und sorgt für ein besseres Schlafklima. Zur Ruhe kommen sollte man auch schon langsam vor dem Schlafengehen. Den Tag sollte man im Sinne eines ruhigen Schlafes nicht unbedingt mit einem Horrorfilm ausklingen lassen, sondern sich mit ruhiger Musik, einem schönen Buch oder einem lieben Menschen langsam entspannen, um sanft von der Hektik des Alltags in den Schlaf zu gleiten.

Sollte es trotz allem zu länger andauernden Schlafstörungen kommen, ohne dass andere Erkrankungen vorliegen, so sollten sich die Betroffenen lieber nicht mit „Schlafmitteln“ versorgen – auch nicht mit solchen aus der Gruppe der Antihistaminika, die zwar rezeptfrei in der Apotheke erhältlich sind, aber trotzdem zur Gewöhnung führen können. Vielmehr sollten sie sich (tagsüber) Gedanken über die Frage machen, ob eventuell lösbare Probleme die Schlaflosigkeit verursachen – und dann versuchen, diese Probleme zu lösen. Ein Entspannungstraining kann, auch wenn bisher keine Probleme aufgetreten sind, jedem empfohlen werden. Allerdings: Spätestens, wenn diese Maßnahmen ohne Erfolg bleiben – oder die Schlafstörung den Patienten sehr stark beeinträchtigt – sollte unbedingt ein Arzt aufgesucht werden.

Realinformation:

Psychiatrisches Krankenhaus Baumgartner Höhe
der Stadt Wien
Baumgartner Höhe 1
A-1145 Wien
Tel: 01/910 60-0
Fax: 01/910 60-11009
e-mail: ows@wienkav.at

Linktipps:

– Traumtherapie
– Weißdorn-Tee bei Schlafstörungen
– Basilikum gegen Schlafstörungen
– Risikofaktor Schlafstörung
– Was ist eine Posttraumatische Belastungsstörung?

Weitere nützliche Links:

Schlafstörungen – Diagnose & Therapie
Wie Kinder besser schlafen
Schlafstörungen – Infos
Mitteldeutsche Fachklinik für Schlafmedizin
Selbsthilfegruppe Schlafapnoe
Erkunden Sie die Welt des Schlummerns