Traumtherapie: Probleme im Schlaf lösen?

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Träume sind mitunter sehr aussagekräftig

Nacht für Nacht schickt uns unsere Seele verschlüsselte Botschaften in Form von Träumen. An die oftmals bloß bruchstückhaften Erinnerungen unserer nächtlichen Begleiter wird ein paar Stunden nach dem Aufstehen meistens kein Gedanke mehr verschwendet – ein äußerst fataler Fehler, denn Träume sind nach Prinzip der Traumtherapie nicht bloß Schäume, sondern ein Spiegel unserer Seele.

Selbst wenn wir uns am nächsten Morgen an nichts mehr erinnern können – unsere Seele ist Nacht für Nacht bestrebt, uns mit wertvollen Botschaften zur Lösung unserer ganz individuellen Lebensthemen zu versorgen.

Träume dienen nach Ansicht der Wissenschaftler dazu, Ereignisse und verschiedenste Eindrücke die wir den ganzen Tag über angesammelt haben zu verarbeiten. Doch nicht nur die tageweise Verarbeitung der Eindrücke steht am Programm, sondern vielmehr unsere ganzheitliche Lebensweise. Seien es nun die ersten Anzeichen einer Krankheit, eine Entscheidung die wir zu fällen haben und bereits ewig vor uns herschieben oder aber auch seelische Probleme – Träume bieten uns in der Nach in Form von verschlüsselten Botschaften ganze Lösungsvorschläge zur Bewältigung der Stolpersteine die uns das Leben bereithält an.
Wann träumen wir?
Während einer einzigen Nacht durchleben wir mehrere Arten von „Traumphasen“ (Einschlafen, REM – Schlaf (Phase in der am meisten geträumt wird), NREM – Schlaf (Phase ohne Traum, Tiefschlaf) & Aufwachen). An die wenigstens können wir uns nach dem aufwachen aber effektiv erinnern.

Die Häufigkeit des Träumens ist wohl bei allen Menschen gleich ausgeprägt, die Erinnerbarkeit ist aber von Mensch zu Mensch verschieden, wobei es hier aber auch auf die Zeitabstände nach einer durchlebten Traumphase ankommt.

So liegt z.B. die Erinnerbarkeit eines Traumes kurz nach Beginn einer Traumphase bei über 80%, eine halbe Stunde später liegt unser Erinnerungsvermögen nicht einmal mehr bei 10%.

Das erklärt auch das Phänomen, dass wir uns kurz nach dem aufwachen noch äußerst lebhaft an das eben geträumte erinnern können, knappe 2 Stunden später allerdings zeichnet sich unser Traum nur mehr durch schemenhafte Erinnerungsfetzen aus.

Wie wichtig träumen für jeden Einzelnen von uns ist, zeigen Experimente in Schlaflabors, in denen Versuchspersonen vor jeder Traumphase unter Aufsicht geweckt wurden. Je länger das Experiment dauerte, desto stärker litten die Probanden unter Spannung, Angst und Reizbarkeit.
Aktive Traumunterdrückung könnte somit zu Wahnvorstellungen führen. Somit ist klar, das träumen eine lebenswichtige Funktion erfüllt – einfach aus dem Grund, da die Möglichkeit der so wichtigen Problemverarbeitung im Schlaf wegfällt.

Wie funktioniert Traumtherapie?

In der Traumtherapie steht die Entschlüsselung der Träume an erster Stelle. Wichtig dabei ist, dass der Klient der sich für eine begleitende Traumtherapie entschieden hat, seine Träume ausschließlich selbst entschlüsselt. Ihm werden aber dabei bloß die Informationen und Erinnerungen näher gebracht, die er in seiner momentanen Verfassung verkraften und verarbeiten kann. Dadurch wird vermieden, Dinge an die Oberfläche zu bringen, die noch nicht reif für die Auflösung sind.

In der Therapie wird also immer von Außen nach Innen gearbeitet – vergleichbar mit dünnen Zwiebelschichten die eine nach der anderen abgelöst wird, jedoch immer unter der Berücksichtigung der derzeitigen Verfassung des Klienten. Diese „Zwiebelschichten“ die während der Therapie gelöst werden können alte Überzeugungen sein, aber auch ein alter Schmerz der endlich losgelassen und verarbeitet werden möchte. Langsam aber sicher werden auf diesem Wege alte Blockaden gelöst und eigene Stärken erkannt und in den neuen Alltag eingegliedert.

Schwierigkeiten der Traumtherapie

Die Schwierigkeiten der Traumtherapie liegen interessanterweise am eigenen Ego des Klienten, denn die aktive Auseinandersetzung und das Vorhalten von Problemen oder schlechten Erfahrungen, sind oftmals mit Schmerzen verbunden. Das menschliche Ego kann so wunderbare Ablenkungsmanöver einbauen, um sich den Unangenehmen Seiten der Traumtherapie nicht stellen zu müssen.
Heilung geschieht aber nur, wenn der Klient bereit ist sich diesem Schmerz zu stellen und hindurch zu gehen.

Wird das Unangenehme vehement gescheut, kann es zu Alpträumen kommen. Sie sind sozusagen ein großes Ausrufungszeichen unseres Unterbewusstseins oder aber auch ein Überdruckventil, das auf verdrängte Persönlichkeitsaspekte hinweisen möchte. Aus Sicht der Traumtherapie sind Alpträume also nichts wirklich Bedrohliches, sondern eher ein Zeichen dafür innezuhalten und vielleicht ein weiteres Mal genau hinzusehen oder besser gesagt, hinzufühlen.

Wer allerdings relativ häufig unter Alpträumen leidet, sollte seine Atmungsorgane von einem Arzt untersuchen lassen, da Forschungsergebnisse einen Zusammenhang zwischen Störungen des Respirationsvorganges und Alpträumen aufgezeigt haben. Ausgezeichnete Begleitungsmöglichkeiten der Traumtherapie bieten Köperarbeiten wie z.B. Shiatsu – eine uralte chinesische Massageform, die mit sanftem Druck auf bestimmte Körperpunkte hilft, Energie wieder ins Fließen zu bringen um so die geistig – emotionale Blockade zu lösen.

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Quellen:

¹ Institut für Traumentschlüsselung – Träume ? eine Telefonleitung zur Seele
² Sigmund Freud Biographik – Traumforschung

Buchtipps:
Stephan Schumann, Entschlüssele deine Träume und verstehe deine Seele
Erschienen bei: Reichel Gertraud
ISBN-10: 3-926388-48-X

Linktipps

– Alpträume bei Kindern
– Hypnose als Therapie
– Krankheitslexikon: Schlafstörungen
– Musiktherapie – Therapeutische Anwendung von Musik
– Suchmaschine für kurze Traumdeutungen (ESOTERIK!)
– Schlaffkampagne.de
– Zwangsstörungen
– Angst – was ist das eigentlich?

– Vorsorge-Corner: Gesundenuntersuchung

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