1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars (1 Bewertungen, Durchschnitt: 4,00 Sterne von 5)
Husten bei Kindern

Husten bei Kindern

Kinder Husten

Wenn Kinder häufig husten, gilt es, die Ursachen rasch abzuklären. Husten ist keine Krankheit sondern ein Symptom, ein Schutzreflex des Körpers, der aus unterschiedlichsten Gründen aktiviert wird. Unterschieden werden Erkältungshusten, trockener Reizhusten, Bronchitis, Keuchhusten, Pseudokrupp und sogenannter Gewohnheitshusten. Allerdings kann ständiges Husten bei Kindern auch auf Asthma hinweisen.



Je nach Hustenart lassen sich Rückschlüsse auf die Ursache ziehen, die wiederum den Weg zur passenden Behandlung weisen. Beim klassischen Erkältungshusten sind meist Viren die Auslöser eines Infekts der oberen Luftwege. Der Husten zeigt in diesem Fall an, dass die Atemwege gereizt sind. Der Körper versucht nämlich über den Hustenreflex, die Atemwege von den Krankheitserregern zu reinigen. Dabei ist es wichtig, dass das Kind viel trinkt, denn eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr zusammen mit einer erhöhten Luftfeuchtigkeit unterstützen den Körper bei der Genesung.

Nachts sollte der Oberkörper etwas hochgelagert werden, damit der Schleim besser abfließen kann. Klassische Brustwickel wärmen die Brust, fördern die Durchblutung und sorgen damit ebenfalls für eine bessere Schleimlösung. Auch Kinder-Bronchialbalsam – einmassiert auf Brust und Rücken – hat einen wärmenden Effekt und erleichtert die Atmung. Allerdings muss die Hautverträglichkeit vorher abgeklärt werden, da gerade Babys immer wieder mit Hautreizungen auf bestimmte Bestandteile reagieren können.

Sollten die Beschwerden nicht nachlassen und der Husten nach zwei Wochen nicht besser werden, muss unbedingt ein Arzt aufgesucht werden. 10 bis 12 solcher Infekte pro Saison sind bei Babys und Kleinkindern bis 12 Monaten laut Angaben von Kinderärzten nichts Ungewöhnliches, da das Immunsystem erst einmal sämtliche Erreger kennen lernen muss, um für die Zukunft ein starkes Immungedächtnis aufbauen zu können.

Reizhusten, Bronchitis, Pseudokrupp

Hausstaub, Feinstaub oder Allergene, wie etwa Schimmel oder der Kot der Hausstaubmilbe können trockenen Reizhusten verursachen, auch kalte oder besonders trockene Heizungsluft können dafür verantwortlich sein. Diese Art Husten klingt bellend, erfolgt ohne Auswurf und verursacht mitunter Schmerzen in der Brust. Hier sind vor allem Inhalationen und Vollbäder mit ätherischen Ölen hilfreich, zudem sollten Heizkörper abgedreht werden, da diese die Raumluft austrocknen. Alternativ sorgen feuchte Tücher bzw. Raumbefeuchter für eine optimale Luftfeuchtigkeit in beheizten Räumen. Warme Honigmilch oder Hustentees beruhigen den angegriffenen Hals. Da Allergien oftmals die Auslöser des Hustenreizes sind, ist bei regelmäßigem Auftreten von Reizhusten unbedingt abzuklären, ob und welche Allergie beim Kind vorliegt.

Bei Kindern entwickelt sich aus einem normalen Erkältungshusten oftmals viel schneller eine Bronchitis, als dies bei Erwachsenen der Fall ist. Dabei handelt es sich um eine Entzündung der Schleimhäute in den Bronchien – also jene verzweigten Luftwege, die an die Luftröhre anschließen und die Luft in die Lungen leiten. Das Hauptsymptom einer akuten Bronchitis ist anhaltender Husten mit zähflüssigem Auswurf, zudem leiden die Betroffenen an erschwerter Ausatmung.

Auch hier helfen Inhalationen und ausreichende Flüssigkeitszufuhr bei der Entlastung der angegriffenen Bronchialschleimhäute. Darüber hinaus sorgen schleimlösende Mittel in Form von Hustensäften für die Verdünnung des Schleims in den Atemwegen und in weiterer Folge für leichteres Abhusten. Da Bronchitis in den allermeisten Fällen durch Viren ausgelöst wird, ist der Einsatz von Antibiotika oft sinnlos, nur im Falle einer zusätzlichen bakteriellen Infektion ist eine antibiotische Therapie sinnvoll.

Bei Pseudokrupp handelt es sich um eine Entzündung der Schleimhaut im Kehlkopf- und Stimmbänderbereich, die durch Viren verursacht wird. Gerade Babys und Kleinkinder sind besonders anfällig für diese Erkrankung, deren auffälligstes Symptom und typisch für das Krankheitsbild der laute, bellende Husten ist, der zumeist nachts aus dem Schlaf heraus auftritt. Durch die Schwellung der Atemwege kommt es oftmals zu erschwerter Atmung und Atemnot. Auch wenn sich das bellende Husten bedrohlich anhört, gilt es, einen kühlen Kopf zu bewahren und das Kind mit ausreichend Sauerstoff zu versorgen. Wickeln Sie ihr Kind gut ein und gehen mit ihm ans geöffnete Fenster bzw. auf den Balkon – die kühle, frische Luft sorgt rasch für spürbare Erleichterung beim Atmen. Auch wenn die Kehlkopfentzündung zumeist bereits nach ein bis zwei Tagen abklingt, ist nach einem solchen Anfall jedenfalls ein Arzt aufzusuchen.

Anzeichen für Asthma?

Wenn Husten länger als vier Wochen andauert, kommt auch Asthma als Ursache in Betracht. Es sollte daher unbedingt ein Arzt zu Rate gezogen werden um abzuklären, ob und welche Form dieser chronischen Erkrankung vorliegt. Unterschieden werden das allergische (extrinsische) Asthma und das nicht-allergische (intrinsische) Asthma, nach der Art der Erkrankung richtet sich auch die Medikation. Während bei Erwachsenen eine Heilung kaum möglich ist, besteht für Kinder – sofern das Asthma frühzeitig erkannt und konsequent behandelt wird – eine gute Chance, im Erwachsenenalter nicht mehr betroffen zu sein.

Linktipps:

– Asthma bronchiale
– Feinstaubbelastung durch Kamine, Kerzen & Räucherstäbchen
– Süßholz | Heilpflanzenlexikon

Kave Atefie





SEO-Consultant und Gründer des unabhängigen österreichischen Gesundheitsportals gesund.co.at, das seit Jahren zu einem der beliebtesten Themenportale im deutschen Sprachraum zählt. Der Anspruch auch komplexe Themen leicht verständlich für interessierte Laien aufzubereiten wurde zum Markenzeichen des Portals.