„Krebs-Schule“ soll Nichtmediziner mit Informationen versorgen

1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars (Noch keine Bewertungen)

Krebs-Schule - www.cancerschool.at

Mit einem neuen Service bietet das Comprehensive Cancer Center (CCC) Wien Krebspatienten, deren Angehörigen und interessierten Laien ab November umfassende aber leicht verständliche Informationen zum Krankheitsbild Krebs. In dieser neuartigen „Krebs-Schule“ (Cancer School) wird in Kursen wichtiges Basiswissen von der Entstehung der Krebszelle bis hin zur Therapieentscheidung vermittelt.

Dabei werden die Grundbegriffe zum Thema Krebserkrankungen erklärt – von der Früherkennung über die Diagnose bis zur Therapie. Denn gerade das Fachgebiet der Onkologie, also der Krebsheilkunde, entwickelt sich rasant. Der Wissensstand der Öffentlichkeit kann damit oftmals nicht Schritt halten.

Es verwundert daher nicht, dass es gerade rund um die Erkrankung Krebs viele mittlerweile überkommene Vorurteile und Mythen gibt. Gute Entscheidungen bezüglich Früherkennungsuntersuchungen oder auch im Hinblick auf Therapien trifft man aber besser anders – nämlich gut informiert, mit einem Basiswissen auf dem Stand der Zeit. Ein weiteres Ziel des Kurses ist es, die in der Krebsheilkunde wichtigen Fachgebiete und ihre Aufgaben vorzustellen. Denn es ist wichtig zu wissen, wie Entscheidungen in der Krebsheilkunde heute getroffen werden, um sie als Patient oder Angehöriger zu verstehen und mittragen zu können.

Der Kurs wurde speziell für erwachsene Krebspatienten, ihre Angehörigen und Menschen, die sich für eine dieser Gruppen einsetzen bzw. mit ihnen arbeiten, entwickelt. Ab 2. November 2011 werden an sechs Abenden, die im Wochenabstand aufeinander folgen, in jeweils vier Themenblöcken die Grundbegriffe von Krebserkrankungen in Form von jeweils 10-Minuten-Vorträgen und anschließender Diskussionen behandelt. Kursleiterin ist Gabriela Kornek, stellvertretende Leiterin der Universitätsklinik für Innere Medizin I, CCC Wien und Präsidentin der Patienten-Organisation „Leben mit Krebs“.

Kornek kennt aus ihrer Arbeit auf Ambulanz und Station häufige Wissenslücken und damit einhergehende Probleme: „Vielen Patienten oder Angehörigen fehlt ein gewisses Grundvokabular, sie fühlen sich dadurch unsicher im Gespräch mit Ärzten und wagen oft nicht, ihre Bedürfnisse anzusprechen oder genauer nachzufragen. Das Erlernen von medizinischen Grundbegriffen, das Üben des Gesprächs mit Medizinern – auch das gehört zum Kursprogramm.“ Als Vortragende stehen Professoren des Comprehensive Cancer Centers zur Verfügung, jener Einrichtung, die alle im Bereich der Krebsheilkunde Arbeitenden, Forschenden und Lehrenden von AKH und MedUni Wien umfasst.

Viele Unterstützer für das neue Projekt „Krebs-Schule“

Experten von Nachbar- und Partnerinstitutionen unterstützen den Kurs nicht nur als Lehrende, sondern auch mit speziellem Fachwissen. Patienten-Organisationen wie die „Wiener Krebshilfe“ und „Leben mit Krebs“ lassen ihre Erfahrungen miteinfließen. Das ScienceCenter-Netzwerk entwickelt Spiele, die Medizinthemen tatsächlich be-greifbar machen.

Auch der Alumni Club der MedUni-Wien als Dialogplattform und Netzwerkspezialist unterstützt die Cancer School. Club-Präsidentin Karin Gutiérrez-Lobos, Vizerektorin der MedUni Wien: „Das Comprehensive Cancer Center setzt mit seiner Cancer School einen wichtigen Impuls. Denn das Unbekannte macht Angst. Krebs ist bedrohlich. Krebs macht unsicher. Krebs macht Angst. Umfassende, gut aufbereitete Information aus erster Hand ist enorm wichtig, um Menschen, die an Krebs erkrankt sind, aber auch ihren Angehörigen, ihrem sozialen Umfeld etwas von dieser Angst zu nehmen und sie auf ihrem Weg durch die Krankheit zu unterstützen.“

Das Comprehensive Cancer Center – als Initiator der Cancer School – wurde 2010 gemeinsam von AKH und MedUni Wien eingerichtet, um alle am Thema Krebs arbeitenden Menschen dieser Institutionen miteinander zu verbinden. Davon sollen sowohl die Erforschung von Krebs als auch die Patientenbetreuung profitieren.

Linktipps

– www.cancerschool.at
– Comprehensive Cancer Center
– Alumni Club der MedUni-Wien
– Österreichische Gesellschaft für Onkologie
– Krebs: vorsorgen ist besser als heilen
– Alternative Krebstherapie: Aprikosenkerne – gesund oder gefährlich?

Das könnte Sie auch interessieren...