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Regelschmerzen – jedes zweite junge Mädchen betroffen

Regelschmerzen – jedes zweite junge Mädchen betroffen

Regelschmerzen, Menstruationsbeschwerden

Krampfartige Schmerzen im Unterleib, Kopfschmerzen oder ein Gefühl des Unwohlseins sind die häufigsten Symptome der monatlichen Regel.



Schätzungen gehen davon aus, dass ungefähr jede dritte Frau unter solchen Beschwerden leidet, bei jungen Mädchen sogar jedes zweite. „Die Ausprägung ist unterschiedlich“, so Kinderarzt Univ. Prof. Dr. Ingomar Mutz, Leiter der Abteilung für Kinder und Jugendliche am Landeskrankenhaus Leoben, „in besonders schlimmen Fällen sind Allgemeinbefinden und Leistungsvermögen so herabgesetzt, dass die Betroffenen ein bis zwei Tage das Bett hüten und nicht in die Schule oder zur Arbeit können. “

Beschwerden für Psyche und Körper

Körperliche Beschwerden vor bzw. während der monatlichen Regelblutung können den Alltag junger Mädchen wesentlich beeinträchtigen. Viele Mädchen und Frauen fühlen sich schon Tage vor der Menstruation angespannt und reizbar, niedergeschlagen und antriebslos. Sie leiden unter den Symptomen einer schmerzhaften Regelblutung, gekennzeichnet durch krampfartige, in den Unterbauch oder ins Kreuz ausstrahlende Schmerzen, die unmittelbar vor bzw. während der Monatsblutung auftreten. Mitunter wird das Ganze noch begleitet von heftiger Übelkeit oder bohrenden Kopfschmerzen. Im allgemeinen Sprachgebrauch spricht man vom „prämenstruellen Syndrom“.


Die Beschwerden können im Einzelfall sehr unterschiedlich sein. Typisch sind Spannungen und Schmerzen in den Brüsten, Krämpfe im Unterleib, Appetitlosigkeit oder Heißhungerattacken, Völlegefühl, Übelkeit und Verdauungsbeschwerden, Kopfschmerzen, Schwindel, Rückenschmerzen, Hitzewallungen, Hautveränderungen, Allergien können sich vorübergehend verschlimmern, vorübergehende Gewichtszunahme, Gelenksschwellungen, Abgespanntheit, Erschöpfung, Stimmungsschwankungen, Reizbarkeit, Weinerlichkeit, Angstgefühle, Niedergeschlagenheit, Interesselosigkeit und gefühlsmäßige Überempfindlichkeit, Lustlosigkeit, Schlaflosigkeit, Müdigkeit und Konzentrationsschwäche.

Ursache und Hilfe bei Regelschmerzen

Bei jungen Mädchen tritt häufig kurz nach dem Einsetzen der ersten Regelblutung der so genannte primäre Regelschmerz, primäre Dysmenorrhoe, auf. Auslöser sind körpereigene Schmerzbotenstoffe, so genannte Prostaglandine. Diese werden während der Regel im Bereich der Gebärmutter vermehrt gebildet und bewirken ein Zusammenziehen der Gebärmuttermuskulatur beim Abstoßen der Gebärmutterschleimhaut. Dadurch kommt es zu einer Minderdurchblutung der Gebärmutter, die einen Schmerzreiz auslöst.

„Wenn die Beschwerden auch durch Anwendung verschiedener Hausmittel und Pflegetipps (Ruhe, Wärme, pflanzliche Präparate) nicht besser werden, sollte der Gynäkologe aufgesucht werden“, empfiehlt Univ.-Prof. Mutz. Oft kann schon ein leichtes Schmerzmittel (z. B. mit dem Wirkstoff Ibuprofen) sehr helfen. Ibuprofen ist besonders gut verträglich, wirksam und löst schmerzhafte Kontraktionen im Unterleib.

10 Tipps bei Regelschmerzen – so kommst du besser über deine Tage …

  • „Warm halten“
    Ein warmes Bad oder eine Wärmflasche auf dem Bauch können helfen, Gebärmutterkrämpfe zu lösen.
  • „Pflanzen beruhigen“
    Präparate auf pflanzlicher Basis oder Tees mit Extrakten aus Gänsefingerkraut helfen bei Krämpfen, Stimmungsschwankungen und Unruhe.
  • „Schmerzmittel wirken“
    Ibuprofenhältige Präparate wirken schnell, zuverlässig und lange, sie können bei starken Regelschmerzen rasch Abhilfe schaffen.
  • „Akupressur ausüben“
    Reflexpunkte unterhalb des Knies an der Bein-Innenseite bzw. auf der Lendenwirbelsäule unter leichtem Druck massieren.
  • „Aromaöle riechen“
    Öle aus ätherischen Extrakten von Majoran oder Wacholder (Duftlampe) helfen, die innere Ruhe und Balance wieder zu finden.
  • „Magnesium zuführen“
    Magnesiumkapseln oder magnesiumhältige Nahrungsmittel wie z. B. Nüsse, Weizenkeime, Hülsenfrüchte und ungeschälter Reis tun gut.
  • „Sportlich betätigen“
    Durch Fahrrad fahren, Walking, gymnastische Übungen usw. wird das Becken besser durchblutet und Verkrampfungen können sich lösen.
  • „Sich Gutes tun“
    Sich verwöhnen und entspannen, z. B. lesen, Musik hören, Film schauen, träumen,…
  • „Entspannung üben“
    Yoga, autogenes Training und spezielle Übungen zur Stressbewältigung fördern die Entspannung.
  • „Ernährung beachten“
    Konsum von Kaffee, Tee und Cola einschränken. Eine ausgewogene, ballaststoffreiche Ernährung hilft, sich wohl zu fühlen.

Linktipps:

– Endometriose
– Hormone gegen Regelschmerzen
– PMS – das Prämenstruelle Syndrom
– Traubensilberkerze | Heilpflanzenlexikon
– Sport während der Regel
– Yams | Heilpflanzenlexikon

Kave Atefie





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