Brustkrebs: Selbstuntersuchung ist die wichtigste Vorsorge

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Brustkrebs Selbstuntersuchung

Da es bisher noch keine Möglichkeit gibt, sich effektiv vor Brustkrebs zu schützen, ist es umso wichtiger, ihn früh zu erkennen. So ist es möglich, bald mit der Behandlung zu beginnen und die Chance auf Heilung zu nutzen.

Brustkrebs: Selbstuntersuchung wichtigste Vorsorge – Artikelübersicht:

Die regelmäßige Selbstuntersuchung der Brust durch die Frauen selbst ist ein wichtiges und effektives Mittel, um auf Gewebeveränderungen aufmerksam zu werden. Denn obwohl nur etwa ein Viertel der Frauen die eigene Brust regelmäßig untersucht, werden immerhin 70 Prozent aller Knoten selbst ertastet.

Selbstuntersuchung der Brust: so funktioniert das Abtasten

Die Sebstuntersuchung der Brust ist die effektivste Methode Veränderung des eigenen Busens aufzuspüren und damit ein sehr wichtiger Bestandteil der Brustkrebs-Früherkennung. Zusammen mit dem Einsatz bildgebender Verfahren (Mammographie, Brustultraschall) kann so eine Gewebeveränderung rasch erkannnt und Brustkrebs bereits in einem frühen Stadium diagnostiziert werden. Dies wiederum bedeutet wesentlich bessere Heilungschancen als bei einer späten Diagnose.

Allerdings kann gar nicht oft genug betont werden, dass bei einer Tastuntersuchung entdeckte Knoten in der Brust nicht zwangsläufig auf Brustkrebs hinweisen müssen, ebenso kann es sich bei verärtungen oder Knoten um gutartige Geschwulste handeln. Sollten allerdings veränderungen ertastet werden, ist eine Mammographie unbedingt für eine endgültige Diagnose notwendig.

Ablauf: Die Selbstuntersuchung der Brust sollte monatlich etwa 3-5 Tage nach Beginn der Regelblutung durchgeführt werden. In weiterer Folge sollte zum Abtasten immer der gleiche Zeitraum beibehalten werden, da so eine bessere Vergleichsmöglichkeit besteht. Die Selbstuntersuchung setzt sich aus zwei teilen zusammen:

– der Inspektion der Brust vor einem Spiegel
– der Tastuntersuchung der Brust

Video zur Selbstuntersuchung der weiblichen Brust

Hier ein Video zur besseren Veranschaulichung der Selbstuntersuchung:

Die MammaCare-Methode

Das Besondere dabei ist die Kombination aus einer systematischen Anleitung und dem Training an einem speziell entwickelten Brustmodell. Das Modell ist aus Silikon, in das verschiedene Knoten eingearbeitet sind. Auf diese Weise können Frauen lernen, die ganz normale, physiologische Gewebebeschaffenheit ihrer Brust von tastbaren Knoten, die gefährliche Veränderungen darstellen, zu unterscheiden.

Das Abtasten sollte am besten im Liegen stattfinden. Mit drei Fingern wird an jeder Stelle der Brust dreimal kreisförmig in drei verschiedenen Druckstärken getastet. Auf diese Weise sollte dann die gesamte Brust bahnenförmig untersucht werden.

Am besten sollten sich Frauen einmal monatlich immer zum gleichen Zeitpunkt abtasten. Der ideale Zeitpunkt zur Selbstabtastung liegt etwa eine Woche nach der Periode, da zu diesem Zeitpunkt das Gewebe am weichsten ist.

Mindestens einmal monatlich

Die Grundregeln der MammaCare-Methode sind einfach und leicht anzuwenden. Wenn bei der Selbstuntersuchung eine Veränderung der Brust festgestellt wird, sollte man sofort zum Arzt gehen. Bestätigt er die Veränderung, wird dieser Befund durch eine Mammographie – eine Untersuchung mit Röntgenstrahlen – weiter abgeklärt.

Allerdings lassen sich bei einer Mammographie Verkalkungen des Brustgewebes und gutartige Tumore nicht unbedingt von bösartigen unterscheiden. Als ergänzende Maßnahme kommt deshalb eine Mammasonographie in Frage. Dabei handelt es sich um eine Untersuchung der Brust mit Ultraschall. Sie empfiehlt sich besonders bei jüngeren Frauen, deren Brustgewebe sehr dicht und fest ist und wenn das Ergebnis der Mammographie nicht eindeutig ist.

Gewebeentnahme gibt Klarheit

Bestätigt sich der Vedacht auf Brustkrebs, erfolgt in aller Regel eine Gewebeentnahme aus dem Knoten (Biopsie). Dies geschieht heutzutage meistens mittels einer Stanznadel, was für die Betroffene nahezu schmerzfrei ist. Die Untersuchung des entnommenen Gewebes bringt dann Klarheit, ob der Knoten gut- oder bösartig ist. Bei Bösartigkeit wird der gesamte Körper der Betroffenen auf Metastasen untersucht.

Fotohinweis: sofern nicht extra anders angegeben, Fotocredit by Fotolia.com

Linktipps

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