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Zimt | Heilpflanzenlexikon

Zimt | Heilpflanzenlexikon

Zimt, Kaneel, Naturheilmittel

Der Echte Zimt stammt ursprünglich aus Sri Lanka. Der Portugiese Vasco da Gama brachte 1502 den Zimt von der südindischen Insel Ceylon, dem heutigen Sri Lanka, nach Europa. Angeblich wurde der Zimt allerdings bereits 3000 v.Chr. in China als Gewürz verwendet. Er gilt daher als eines der ältesten Gewürze.

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Der Zimt ist ein immergrüner, tropischer Laubbaum, seine Blätter sind zuerst rot und werden später grün mit weißen Streifen, seine Blüten sind gelblich und eher unscheinbar. Seine Rinde riecht aromatisch.

Zur Gewinnung der im Handel erhältlichen Zimtstangen werden die kleinen Zweige von der Außenrinde befreit, die innere Rinde abgeschält und getrocknet. Dabei rollt sich die Rinde ein, sodass sie die uns bekannte Zimtstangen-Form annimmt.

Die heilende Wirkung des Zimts hat erst in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen. So hat der Zimt z. B. durch seine blutzuckersenkende Wirkung Aufmerksamkeit erfahren.

Kenndaten

  • Wissenschaftlicher Name: Cinnamomum verum, Cinnamomum zeylanicum
  • Familie: Lorbeergewächse (Lauraceae)
  • Wuchshöhe: bis zu 15 m
  • Farbe der Blüten: Gelb
  • Vorkommen: ursprünglich aus Sri Lanka (Ceylon), verwildert heute im tropischen Asien, auf den Karibischen Inseln und den Seychellen
  • Standorte: warme Standorte; lockere, tiefgründige, eher sandige Böden
  • verwendete Pflanzenteile: Rinde, ätherisches Öl (aus Rinde und Blättern)

Synonyme

Ceylon-Zimt, Ceylonischer Zimtbaum, Kaneelbaum, Kanel, Malabar-Zimt

Wirksame Inhaltsstoffe

Ascorbinsäure, ätherische Öle, Calziumoxalate, Cumarine, Eugenol, Gerbstoffe, Kampfer, Limonen, Linalool, Methylhydroxy-Chalcone-Polymer, Monoterpene (Borneol), Polysaccharide, Salicylate, Schleim, Sesquiterpene, Zimtaldehyd, Zink

Heilwirkung und Anwendungsgebiete

Der Zimt wirkt adstringierend, antibakteriell, auswurffördernd, durchblutungsfördernd, harntreibend, krampflösend, menstruationsabschwächend, schleimlösend, schmerzstillend, schweißtreibend, tonisierend und wärmend. Darüber hinaus senkt er den Blutzuckerspiegel. Der Zimt findet auf folgenden Gebieten Anwendung:

  • Appetitlosigkeit
  • Blähungen
  • Bronchitis
  • Diabetes
  • Erbrechen
  • Erkältung
  • Fieber
  • Heiserkeit
  • Herzschwäche
  • Husten
  • Magenbeschwerden
  • Magenkrämpfe
  • Muskelschmerzen
  • Nebenhöhlenentzündung
  • Übelkeit
  • Wechseljahrsbeschwerden
  • Zahnschmerzen


Dosierung und Anwendung

Der Zimt dient in erster Linie als Würzmittel von Speisen und Getränken. Auch die Zubereitung eines Tees ist möglich, aber kaum gebräuchlich: 1 TL getrocknete und zerkleinerte Zimtrinde mit 150 ml heißem Wasser übergießen, zugedeckt 10 bis 15 Minuten ziehen lassen und abseihen.

Zur Appetitanregung 2 -4 Mal täglich eine halbe Stunde vor dem Essen trinken. Bei Verdauungsbeschwerden nach dem Essen eine Tasse frisch bereiteten Tee trinken.

Warnhinweise

  • Während Schwangerschaft und Stillzeit nicht in großen Mengen einnehmen!
  • Zimt kann Allergien auslösen.
  • Vorsicht bei der Einnahme von Zimt bei bestehenden Herz-Kreislauferkrankungen und Diabetes.
  • In höheren Dosen kann die Zimtrinde anregend auf die Darm-, Herz- und Atemtätigkeit sowie die Schweißsekretion wirken. Bei bestehenden Herz-Kreislauferkrankungen ist daher Vorsicht geboten.
  • Die meisten Fertigprodukte enthalten den billigeren Cassia-Zimt, welcher einen wesentlich höheren Anteil des gesundheitsschädlichen Cumarin aufweist. Fertigprodukte mit Zimt sollten daher nur gelegentlich und in geringen Mengen verzehrt werden.

Wichtiger Hinweis: Allfällige in diesem Artikel angeführte mögliche Heilwirkungen von Pflanzen und Zubereitungen sind nicht als ärztliche Handlungsempfehlungen zu verstehen und ersetzen keinesfalls die fachliche Beratung durch einen Arzt oder Apotheker.

Linktipps:

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– Rezept: Danziger Goldwasser

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Kave Atefie





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