Ursachen und Symptome von Bauchschmerzen: Was hilft?

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Ursachen und Symptome von Bauchschmerzen: Was hilft?

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Bauchschmerzen sind keine eigenständige Erkrankung, sondern ein Symptom verschiedener körperlicher Beschwerden.

Sie äußern sich bei jeder Person anders: Mal sind sie stehend, mal eher ziehend. Je nach Lokalisation stecken sehr unterschiedliche Ursachen hinter den Bauchschmerzen. Welche das sein können und was dagegen hilft, erfahren Sie hier.

Bauchschmerzen – Artikelübersicht:

Wie entstehen Bauchschmerzen eigentlich?

Bei Bauchschmerzen liegt die Ursachen oft bei den inneren Organen. Diese haben Schmerzrezeptoren, die auf Veränderungen wie entzündliche Prozesse, eine Reizung oder auch Überdehnung reagieren. Eine schlechte Durchblutung einzelner Bauchorgane führt ebenfalls zu Bauchschmerzen.

Werden die Schmerzrezeptoren angesprochen, leiten Sie den Reiz erst zum Rückenmark und über dieses weiter ins Gehirn, das den Reiz als Schmerz wahrnimmt. Die Art und Ausprägung von Bauchschmerzen kann recht verschieden sein.

Außerdem strahlen Schmerzen, die ihre Quelle im Bauchraum haben, manchmal in andere Körperteile wie etwa Schultern, Rücken oder Leiste aus. Umgekehrt können Bauchschmerzen auch von anderen Organen wie Lunge oder Herz oder von der Psyche herrühren.

Vor allem, wenn der Arzt keine Ursache im Bauch findet, sollten Betroffene also an andere Auslöser denken. Ein gründlicher medizinischer Check enthüllt oft, wo der Ursprung liegt.

Generell können Hausmittel bei Bauchschmerzen häufig Linderung verschaffen. Ist das nicht der Fall, sollten Sie zum Arzt gehen.

Bauchschmerzen – die Ursachen sind vielfältig

Da Bauchschmerzen sehr vielfältige Ursachen haben, ist eine gründliche körperliche Untersuchung essenziell. Die kann sowohl auf organische als auch auf psychosomatische Quellen hinweisen. Wichtig für die richtige Diagnose sind bei einem so undifferenzierten Phänomen wie Bauchschmerzen die begleitenden Symptome. Außerdem helfen die Art des Schmerzes und die Stellen, an denen er auftritt, dem Arzt die Beschwerden korrekt einzuordnen. Bei einigen Ursachen ist auch der Zeitpunkt relevant, an dem Betroffene Schmerzen haben.

Das Anamnesegespräch gibt zusätzlich Hinweise, ob eine organische Ursache oder vielleicht auch falsche Essgewohnheiten oder eine Infektion hinter den Bauchschmerzen stecken. Nach einer gründlichen Erhebung aller Symptome könnte die Diagnose dann zum Beispiel lauten:

• zu viel oder zu üppig gegessen
• psychischer Druck
• entzündeter Blinddarm

Dabei lassen sich nicht alle Ursachen so einfach und eindeutig erkennen. So sind beispielsweise die chronischen Bauchschmerzen von Reizmagen oder Reizdarm nur schwer zu fassen.

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Bauchschmerzen durch Nahrungsmittelunverträglichkeiten

Patienten, die bestimmte Nahrungsmittel oder deren Bestandteile nicht vertragen, haben mitunter eine ziemliche Odyssee hinter sich, bis sie die korrekte Diagnose für ihre Bauchschmerzen erhalten. Oft ist es dabei ein Ernährungstagebuch, das zusammen mit den notierten Beschwerden den entscheidenden Hinweis gibt.

Menschen mit Laktasemangel etwa können den Milchzucker nicht aufspalten, den viele Milchprodukte enthalten. Dann bleibt eine Aufspaltung eines mehr oder minder großen Teils des Milchzuckers aus und der Körper kann keine der Bestandteile aufnehmen, sondern sie werden von Bakterien vergoren.

Das äußert sich unter anderem in Blähungen und Bauchschmerzen. Betroffene haben eine Laktoseintoleranz.

Ähnlich geht es Menschen mit einer sogenannten Fruktoseintoleranz. Deren häufigste Form, die Fruktosemalabsorption, betrifft etwa 30 Prozent aller Erwachsenen und macht sich durch bakterielle Verwertung der Fruktose ebenfalls durch Bauchschmerzen und Verdauungsstörungen bemerkbar.

Wenn der Magen Bauchschmerzen verursacht

Während bei Nahrungsmittelunverträglichkeiten die Quelle der Bauchschmerzen im Darm liegt, kann auch der Magen zu Schmerzen führen.

In der Regel ist dann die Magensäure Schuld. Fließt etwa angesäuerter Speisebrei zurück in die Speiseröhre, spüren die Betroffenen das als Sodbrennen.

Aber auch eine Überproduktion von Magensäure kann zu Schmerzen führen. Nehmen die Patienten Medikamente gegen Schmerzen, Osteoporose oder Rheuma ein, können auch die Bauchweh verursachen.2

Bauchschmerzen – Hilfe für den geplagten Bauch

Die Behandlung von Bauchschmerzen richtet sich wesentlich nach ihrer Ursache. Nach einer zu üppigen Mahlzeit oder bei einem Infekt helfen oft schon Wärme und Tees mit verdauungsfördernden Kräutern wie Fenchel, Kamille oder Pfefferminze. Auch leichte Kost wie eine Karottensuppe oder der geriebene Apfel können dann schon Erleichterung bringen.3

Bei Nahrungsmittelunverträglichkeiten hilft es zum einen, die auslösenden Nahrungsmittel einfach zu meiden. Für laktoseintolerante Menschen gibt es zum anderen aber auch Laktasetabletten oder -tropfen, die sie einnehmen können, wenn sie laktosehaltige Lebensmittel konsumieren möchten.

Ist ein zu saurer Magen die Ursache der Bauchschmerzen, empfehlen Ärzte eine Ernährungsumstellung, kleinere Mahlzeiten und bei übergewichtigen Patienten auch eine Gewichtsreduktion.3 Akut können außerdem Säureblocker die Bauchschmerzen lindern.

Wann sind Bauchschmerzen ein Notfall?

Setzen die Bauchschmerzen sehr plötzlich ein und sind sie besonders heftig, sollten Sie sofort medizinische Hilfe in Anspruch nehmen.

Häufig stehen sogenannte Koliken dahinter. Dabei handelt es sich um äußerst starke, wehenartige Schmerzen, die durch Krampfbewegungen der Muskulatur ausgelöst werden.

Exkurs: Koliken bei Säuglingen

Häufig betroffen von derartigen Koliken sind Säuglinge: typische Anzeichen sind lautes, durchdringendes und andauerndes Schreien und Weinen ohne erkennbare Ursache. Diese tritt immer zu einer ähnlichen Tages- oder Nachtzeit auf und dauert mitunter mehrere Stunden an, unterbrochen von Pausen, in denen der Säugling sich normal verhält.

Die Ursachen können äußerst vielfältig sein, zumeist sind sie aber kein Beweis für eine Darmerkrankung oder andere abdominale Erkrankung. Dennoch ist eine Abklärung mit dem Arzt erforderlich, wenn das Baby länger als 3 Stunden täglich, häufiger als 3-mal pro Woche und länger als 3 Wochen aus unerklärlichen Gründen quengelt und schreit.

Koliken können in allen Hohlorganen auftreten, so etwa in der Niere, Galle, Bauchspeicheldrüse, Harnblase, Gebärmutter und auch Samenleiter. Die Gallenkolik gilt als besonders schmerzhaft und breitet sich wellenförmig im oberen Bauchraum aus.

Die Ursache von krampfartigen Bauchschmerzen ist sehr häufig eine Darmkolik. Die Beschwerde kann auf zahlreiche Gesundheitsprobleme im Magen-Darm-Bereich hindeuten, von denen zwar nicht alle bedenklich sind, einige jedoch dringend ärztliche Behandlung erfordern.

Das gilt auch, wenn die Bauchschmerzen mit anderen ernsten Symptomen wie Kreislaufproblemen oder hohem Fieber einhergeht. Dahinter können schwerwiegende und sogar lebensbedrohliche Ursachen stecken, die im Krankenhaus zu behandeln sind.

Ein sofortiger Fall für die ärztliche Behandlung sind beispielsweise:

• Blinddarmentzündung
• Abwehrspannung im Bauchraum
• Durchbruch der Darmwand
• eingeklemmte Steine in Gallenblase oder Harnleiter (Kolik)

Verschlechtert sich der Zustand bei Patienten mit Bauchschmerzen rapide im Verlauf von wenigen Stunden oder sogar Minuten, sollten Sie unbedingt den Notarzt rufen.

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Quellen:

¹ Wie Schmerzen entstehen: Bauchschmerzen (Internisten im Netz)
² Hausmittel bei Bauchschmerzen
³ Ursachen, Formen und Beurteilung von Bauchschmerzen (MSD Manual)

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Linktipps

– Ernährung & Stress
– Verdauungsstörung – wenn der Darm steikt
– Darmsanierung & Aufbau der Darmflora
– Flohsamenschalen – wirksam bei Durchfall und Verstopfung
– Blähungen – noch immer ein Tabuthema
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