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Impfung gegen Verspannungsschmerzen

Impfung gegen Verspannungsschmerzen

Verspannungen

Wien – Für die Behandlung von Muskelverspannungen gibt es bisher kein einfach durchzuführendes Verfahren mit langer Wirkdauer und ohne Nebenwirkungen. In einer neuen Studie, an der auch deutsche Spezialisten um Professor Göbel von der Schmerzklinik Kiel mitarbeiten, wird ein Medikament getestet, das auch bei Muskelschmerzen im Nacken und Schulterbereich Hilfe verspricht: Botulinum Toxin.

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Diese Substanz wird von dem Bakterium Clostridium botulinum gebildet. Es ist eines der stärksten Bakteriengifte, das bekannt ist. Es tritt besonders in überlagerten Eingemachtem, unzureichend geräuchertem oder gepökeltem Fleisch oder ungenügend sterilisierter Dosennahrung auf. Botulinum Toxin legt die Nerven lahm, die dafür sorgen, dass wir atmen und dass das Herz schlägt. Eine Vergiftung mit Botulinum-Bakterien kann innerhalb von wenigen Tagen zu einem qualvollen Tod führen. Die lähmende Wirkung dieses Gifts wird in der Medizin schon seit 8 Jahren zur Behandlung von Lidkrampf oder Schiefhals eingesetzt.

Die aktuelle Studie soll die krampflösende Wirkung auch bei Nacken- und Schulterschmerzen nachweisen. Um die verspannten Muskelregionen ausfindig zu machen, ist eine genaue Untersuchung durch ein Elektromyogramm (EMG) notwendig. Bei dieser Untersuchung werden dünne Nadelelektroden in die verschiedenen Muskelgruppen eingestochen. So werden die exakten Stellen der Muskelverspannungen angezeigt, die sogenannten Triggerpunkte (Krampfpunkte). Dies ist notwendig, um das Medikament gezielt spritzen zu können.

Botulinum verhindert die Freisetzung des Botenstoffes Acetylcholin, das den Befehl zum Zusammenziehen an die Muskeln leitet. Und es beseitigt außerdem die Krampfpunkte (Triggerpunkte). Unter Kontrolle durch das EMG Gerät wird Botulinum ganz genau in die verspannten Muskelbereiche injiziert. Die irritierten Nervenfasern werden von ihrer dauernden Anspannung erlöst und entlastet. Die Wirkung tritt nach 2-10 Tagen ein und hält bis zu 6 Monaten an. Nebenwirkungen wie bei herkömmlichen Schmerzmitteln treten dabei nicht auf.

Hausmittel: Warme Kompresse mit Johanniskrautöl

Johanniskrautöl, wegen seiner schönen Farbe auch Rotöl genannt, ist durch seine entzündungshemmende Wirkung ein sehr wirksames Mittel zur Linderung bei akuten Schmerzen, Muskelverspannungen und Schmerzen vor allem im Rückenbereich. Das öl wird auf den frischen Blüten der Pflanze gewonnen. Die eigene Herstellung ist daher nur zur Blütezeit, im Sommer möglich. Sie erhalten das Rotöl aber auch in jeder Apotheke.

An Zubehör für die Herstellung einer Johanniskraut Kompresse benötigen Sie: 50 ml Johanniskrautöl einen Topf mit Deckel Zellstoff oder Mull ein Baumwolltuch

Anwendung: Tränken Sie den Mull oder den Zellstoff mit dem öl. Bringen Sie das Wasser zum Kochen. Legen Sie den Deckel umgedreht auf den Topf. Darauf können Sie das Mulltuch bis auf eine für die Haut noch erträgliche Temperatur erwärmen. Legen Sie den Mull auf ein Baumwolltuch und befestigen Sie die Kompresse mit einer Binde an der schmerzenden Stelle. Manchmal reicht auch ein enganliegendes Kleidungsstück. Das öl soll direkt auf die Haut gelangen. Die Kompresse sollte mindestens eine Stunde auf der Stelle bleiben.

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Kave Atefie





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