Donau-Universität Krems: erste Absolventen in TCM

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Universitätsabsolventen in Traditioneller Chinesischer Medizin

Bei der Auseinandersetzung und universitären Weiterbildung im Bereich der Traditionellen Chinesischen Medizin nimmt die Donau-Universität Krems eine Vorreiterrolle in Österreich ein. So startet der bisher einzige Master-Lehrgang für „Traditionelle Chinesische Medizin“ (TCM) im Oktober bereits zum zweiten Mal, und im Frühjahr 2004 werden die ersten elf Teilnehmer ihr postgraduales TCM-Studium abschließen.

„Im Unterschied zu anders lautenden Medienberichten aus jüngster Zeit war die Donau-Universität Krems erster Anbieter einer universitären TCM-Ausbildung mit Master-Abschluss im deutschsprachigen Raum“, stellt die Leiterin des Zentrums für Traditionelle Chinesische Medizin, Dr. Andrea Zauner-Dungl, klar.

Weiterbildung für Ärzte und medizinisches Personal

Grundlage für ein seriöses Studienangebot in diesem Bereich sind klare Zulassungsvoraussetzungen, die den geltenden rechtlichen Bestimmungen Rechnung tragen. „Im Sinne einer Qualitätssicherung werden im Universitätslehrgang für Traditionelle Chinesische Medizin nur Personen aufgenommen, die sich bereits im Rahmen eines Grundstudiums mit der westlichen Medizin auseinander gesetzt haben“, so Zauner-Dungl. So können am Universitätslehrgang für Traditionelle Chinesische Medizin nur ausgebildete Ärztinnen und Ärzte teilnehmen, da das österreichische Gesetz nur ihnen die Anwendung der Akupunktur und die Rezeptierung von Heilkräutern erlaubt. Auch für den dreisemestrigen Universitätslehrgang „Traditionelle Chinesische Gesundheitspflege“, der sich an ausgebildetes medizinisches Personal wie Physiotherapeuten, Masseure oder Diplomkrankenschwestern bzw. -pfleger richtet, ist die Berechtigung zur Berufsausübung Voraussetzung.

Umfassende Vermittlung aller Teilbereiche der Traditionellen Chinesischen Medizin

Der Schwerpunkt des fünf Semester dauernden, berufsbegleitenden Master-Programms liegt in der Auseinandersetzung mit traditionellen Erkenntnissen und neuesten Forschungsergebnissen der Traditionellen Chinesischen Medizin und Gesundheitspflege. „Wir bieten den einzigen Lehrgang an, der die Lernenden dazu verpflichtet, sich mit allen Teilbereichen der Chinesischen Medizin und nicht nur mit Akupunktur und Kräuterheilkunde auseinander zu setzen“, so Zauner-Dungl. So gehören auch Grundkenntnisse in der Tuina, Qi-Gong und der Diätetik zum verpflichtenden Lehrprogramm. „Wie in China üblich, haben wir alle Bereiche der Traditionellen Chinesischen Medizin in einem Programm zusammengefasst. In dieser Art und Weise ist der Lehrgang an der Donau-Universität Krems einzigartig im deutschsprachigen Raum“, so Zauner-Dungl.

Interesse steigt europaweit

Generell sei in Österreich und ganz Europa ein stark steigendes Interesse an TCM und anderen komplementären Heilverfahren zu verzeichnen – und dies nicht nur von Seiten der Patienten, sondern auch beim medizinischen Fachpersonal selbst, wie Zauner-Dungl betont: „Die westliche Medizin hat die Prävention erst in den letzten 15 bis 20 Jahren entdeckt, während die Chinesen eine Jahrtausende alte Tradition in diesem Bereich haben. Insbesondere bei der Behandlung chronischer Erkrankungen besteht ein wachsender Bedarf nach komplementären Heilmethoden.“ Aus diesem Grund steht am Zentrum für Traditionelle Chinesische Medizin der Donau-Universität Krems bereits die Weiterentwicklung in Richtung anderer komplementärer Heilmethoden aus dem asiatischen und indianischen Bereich auf dem Programm.

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