Medizinlexikon: Bluterguss

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Bluterguss | Medizinlexikon

Durch Schlag, Druck oder Stoß können Muskelquetschungen entstehen und aufgeplatzte Blutgefäße bewirken eine Einblutung in die Unterhaut, welche als blauer Fleck bzw. Bluterguss sichtbar wird. Ob beim Sport oder zu Hause – ein kräftiger Stoß reicht meist aus für einen mehr oder weniger großen Bluterguss (Hämatom), der mitunter erst Tage nach der Verletzung auftritt.

Medizinlexikon: Bluterguss- Artikelübersicht:

Hämatome bezeichnen Blutergüsse in Weichteilen und Zwischengewebsräumen, aber auch Ansammlungen von Blut in vorhandenen Körperhöhlen. Die blauen Flecken sind unhübsch und schmerzhaft, aber an sich ungefährlich.

Arten des Blutergusses

Es gibt verschiedene Arten der Blutergüsse – Mediziner bezeichnen sie meist mit speziellen Namen, die den Ort der Blutansammlung beinhalten:

  • subkutaner Bluterguss bezeichnet ein Hmatom direkt unter der Haut
  • intramuskulärer Bluterguss bezeichnet ein Hmatom innerhalb des Muskelgewebes
  • periostealer Bluterguss bezeichnet ein Hmatom in der Knochenhaut

Treten Blutergüsse häufig auf, kann die Ursache eine Blutgerinnungsstörung – etwa Bluterkrankheit – sein. Grundsätzlich sollte auch überprüft werden, ob Medikamente eingenommen werden, die sich auf die Blutgerinnung auswirken.

Diagnose

Bei einem Bluterguss ergibt sich die Diagnose aus dem Unfallhergang und dem Beschwerdebild. Bei unklaren Fällen kann eine Ultraschalluntersuchung zur Lokalisation und Größenbestimmung eines Hämatoms nötig sein. Bei einem Epiduralhämatom – eine traumatische intrakranielle Blutung in den Raum zwischen Schädelknochen und Epiduralraum – können zudem eine kraniale Computertomographie, eine Angiographie oder eine Echoenzeophalographie notwendig sein.

Sehr große und sich schnell ausbreitende Blutergüsse sollten grundsätzlich ärztlich versorgt werden, da hier der Verdacht auf eine Verletzung größerer Blutgefäße besteht. Unerkannt und unbehandelt können solche Gefäßeinrisse zu lebensbedrohlichen Schockzuständen durch den hohen Blutverlust führen.

Therapie

Bei einfachen Hämatomen können folgende Maßnahmen zu einem schnellen Verschwinden der Blutergüsse führen:

  • Gliedmaße mit Blutergüssen hochlagern damit der Blutabfluss erleichtert wird.
  • In den ersten 24 Stunden den Bluterguss mit Kälte behandeln, anschließend mit warmen Bädern Linderung verschaffen.
  • Topfenwickel: eine 1 cm dicke Topfenschicht (Quark) auf die verletzte Stelle legen und ca. zwei Stunden einwirken lassen.
  • Schrotpackung: Weizenschrot und Wasser zu einem dicken Brei verkochen, abkühlen lassen und so warm wie möglich auf die Verletzte Stelle legen. Ebenfalls zwei Stunden wirken lassen.
  • Salben, die Heparin oder Blutegelextrakte enthalten, können das schnelle Verschwinden von Blutergüssen begünstigen.

Gewöhnlich wird das Hämatom nach einigen Tagen vom Körper wieder abgebaut. Außer einer Behandlung der Beschwerden, wie Schmerzen, sind in den meisten Fällen daher keine weiteren Maßnahmen nötig.

Linktipps

– Aneurysma
– Erste Hilfe
– Venenerkrankungen
– Blutschwämmchen & Feuermale
– Akupunkturpflaster und Kinesio-Tapes – heilende Klebebänder?

Zur Information: Diese Informationen wurden – im Sinne mündiger Patienten – für interessierte Laien eingerichtet. Keinesfalls dürfen sie als Ersatz für medizinsche Beratung und Hilfe seitens qualifizierten Personals aus dem jeweiligen Fachbereich angesehen oder eingesetzt werden. Kontaktieren Sie bei Beschwerden jedenfalls den Arzt Ihres Vertrauens!

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