Goldmelisse | Heilpflanzenlexikon

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Goldmelisse, Hausmittel, Heilkraut

Die Goldmelisse ist eine mehrjährige krautige Pflanze, die nach Zitrone riecht. Sie stammt aus Nordamerika und wurde in Europa als Zierpflanze eingeführt. Aufgrund ihrer attraktiven roten Blüten schmückt sie auch heute zahlreiche europäische Gärten.

In der Küche werden die Blätter der Goldmelisse zum Würzen von Desserts und Obstsalaten sowie zur Herstellung von Tees verwendet. Bereits die Oswego-Indianer nutzten die Blätter der Goldmelisse zur Zubereitung von Tees, in England kennt man Goldmelissentee auch unter dem Namen „Oswego Tea“.

Außerdem wird die Goldmelisse als Duft- und Heilpflanze genutzt. Als Heilpflanze findet sie Verwendung bei Husten und Übelkeit sowie zur Behandlung von Wunden.

Kenndaten

  • Wissenschaftlicher Name: Monarda didyma
  • Familie: Lippenblütler (Lamiaceae)
  • Wuchshöhe: bis zu 1,5 m
  • Farbe der Blüten: Rot
  • Sammelzeit: Juni bis September
  • Vorkommen: Nordamerika, nach Europa importiert
  • Standorte: sonnig; humose, tiefgründige Böden mit guter Wasser- und Nährstoffversorgung
  • verwendete Pflanzenteile: Kraut, Blüten

Synonyme

Bienenbalsam, Etagenblume, Indianerfeder, Indianernessel, Monarda, Monarde, Pferdemelisse, Pferdeminze, Riesenbalsam, Rote Monarde, Scharfe Melisse, Scharlach-Indianernessel, Scharlach-Monarde

Wirksame Inhaltsstoffe

Anthocyane, ätherische Öle (Thymol, Carvacrol, Cymen, Geraniol, Linalol, Camphene), Beta-Sitosterol, Bitterstoffe, Gerbstoffe (Gerbsäure), Valeriansäure

Heilwirkung und Anwendungsgebiete

Die Goldmelisse wirkt anregend, beruhigend, harntreibend, hautreizend, menstruationsregelnd, schleimlösend und schweißtreibend und findet daher auf folgenden Gebieten Anwendung:

  • Atemwegserkrankungen
  • Blähungen
  • Bronchitis
  • Erkältung
  • Fieber
  • Husten
  • Kopfschmerzen
  • Magenschwäche
  • Migräne
  • Schlaflosigkeit
  • schlecht heilende Wunden
  • Übelkeit
  • Wechseljahrsbeschwerden
  • Würmer
  • Wunden

Dosierung und Anwendung

Die Goldmelisse wird vorwiegend zur Zubereitung von Tees genutzt. Hierfür übergießt man 1 – 2 TL getrocknetes Kraut oder Blüten mit 1/4 Liter kochendem Wasser, lässt den Aufguss 5 – 10 Minuten ziehen und seiht ihn anschließend ab.

Dieser Tee hilft gegen Husten und Erkältungen. Er wirkt schweißtreibend und fiebersenkend. Auch zur Stärkung der Verdauung sowie bei Kopfschmerzen und Migräne hilft Goldmelissentee.

Warnhinweise

In hoher Konzentration kann die Goldmelisse hautreizend wirken. Ansonsten sind keine Nebenwirkungen bekannt.

Wichtiger Hinweis: Allfällige in diesem Artikel angeführte mögliche Heilwirkungen von Pflanzen und Zubereitungen sind nicht als ärztliche Handlungsempfehlungen zu verstehen und ersetzen keinesfalls die fachliche Beratung durch einen Arzt oder Apotheker.

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